Wichtige Änderungen für Autofahrer in 2021: Alles neu macht der Januar

News von anwalt.org, veröffentlicht am 15. Dezember 2020

Deutschland. Das Jahr 2020 hatte es für Auto-, Lkw-Fahrer & Co. in sich: Die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) sah unter anderem höhere Bußgelder und strengere Regeln bezüglich angeordneter Fahrverbote für Geschwindigkeitsverstöße vor. Doch es stellte sich heraus, dass im Gesetzestext Formfehler vorliegen, was die Änderungen zum Teil unwirksam machte. Es folgte ein langes Hin und Her. Das Jahr 2021 bringt nun wieder einige Änderungen für Autofahrer mit sich – wenn auch weniger gravierend als die StVO-Novelle, aber nicht minder wichtig.

Kfz-Steuer und Kraftstoffe – Das wird 2021 teurer

Zu den Änderungen für Autofahrer im Jahr 2021 zählt die teilweise Erhöhung der Kfz-Steuer.
Zu den Änderungen für Autofahrer im Jahr 2021 zählt die teilweise Erhöhung der Kfz-Steuer.

Im Jahr 2021 verändert sich einiges hinsichtlich der Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer. Für neu zugelassene Fahrzeuge, die viel Kohlendioxid ausstoßen, erhöht sich dann die Kfz-Steuer. Dies ist ab einem CO2-Ausstoß von 96 Gramm pro Kilometer der Fall. Ab einem Wert von 116 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer folgt eine stufenweise Anhebung. Dies soll dafür sorgen, dass die Verbraucher beim Autokauf eher auf verbrauchsarme Modelle setzen.

Auch hier sorgen Änderungen für Autofahrer im Jahr 2021 für höhere Kosten: Es ist damit zu rechnen, dass die Kraftstoffpreise steigen. Das liegt daran, dass unter anderem auf Benzin und Diesel eine CO2-Steuer fällig wird, welche an die Kunden weitergegeben wird.

Zu den Änderungen für Autofahrer im Jahr 2021, die für höhere Preise sorgen, zählt auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent. Diese war wegen der Coronakrise zeitlich befristet auf 16 Prozent gesenkt worden. Beim Autokauf müssen Sie also wahrscheinlich wieder etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.

Um die gestiegenen Kraftstoffpreise auszugleichen, wird im Gegenzug die Pendlerpauschale erhöht. Ab dem 21. Kilometer beträgt diese dann 35 statt 30 Cent pro Kilometer.

Härtere Sanktionen für Gaffer ab 01.01.2021

Änderungen für Autofahrer: Ab 2021 müssen Gaffer mit härteren Sanktionen rechnen.
Änderungen für Autofahrer: Ab 2021 müssen Gaffer mit härteren Sanktionen rechnen.

Bislang konnten Gaffer, die Unfallopfer fotografieren oder filmen, laut § 201a des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.

Die Änderungen für Autofahrer, die 2021 in Kraft treten, bringen auch in diesem Zusammenhang eine Neuerung: Ab dem 1. Januar drohen die gleichen Strafen auch dann, wenn Fotos oder Filme von Toten angefertigt werden.

Der folgende Bußgeldkatalog fasst zusammen, mit welchen Sanktionen Gaffer nach einem Unfall rechnen müssen:

VerstoßFolgen
Gaffen (Unerlaubte Ansammlung laut § 113 OWiG)Bußgeld von bis zu 1.000 Euro
Filmen oder Fotografieren von VerletztenGeldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren
Filmen oder Fotografieren von Toten (gültig ab 1. Januar 2021)Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren
Unterlassene Hilfeleistung bzw. Behinderung von hilfeleistenden PersonenGeldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr

Führerscheinprüfung, TÜV-Plaketten & Co. – Weitere Änderungen 2021 im Überblick

Auch die folgenden weiteren Änderungen für Autofahrer sind 2021 zu beachten:

  • Die Hauptuntersuchung wird in diesem Jahr für alle Fahrzeuge fällig, die über eine gelbe Plakette verfügen. Besteht das Fahrzeug, wird es mit einer rosafarbenen Plakette ausgestattet und muss wieder 2023 zum TÜV.
  • Die praktische Führerscheinprüfung wird etwa zehn Minuten länger. Die Fahrt an sich verlängert sich um etwa fünf Minuten, es schließt sich ein etwa fünfminütiges Gespräch an. In diesem soll der Prüfling eine ausführliche Rückmeldung dazu bekommen, wie er sich geschlagen hat und wie seine Fahrkompetenz eingeschätzt wird.
  • Zu den Änderungen für angehende Autofahrer im Jahr 2021 zählt zusätzlich Folgendes: Wer seine Fahrschulausbildung für den Erwerb der Klasse B mit einem Automatikfahrzeug absolviert hat, darf im Anschluss unter gewissen Voraussetzungen trotzdem einen Schaltwagen fahren: Die betreffende Person muss dafür zehn weitere Fahrstunden mit einem Auto mit Schaltgetriebe nachweisen und eine von einer Fahrschule ausgestellte Bescheinigung vorlegen können, die nach einer erfolgreichen Testfahrt ausgestellt wird. Diese Regelung gilt ab dem 1. April 2021.
  • Alle neu zugelassenen Pkw müssen über ein On-Board Fuel Consumption Meter (OBFCM) verfügen, welches den Realverbrauch des Fahrzeugs erfasst.

Quellen und weiterführende Links

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