Nachlass regeln: Mit unserer Checkliste auf den Ernstfall vorbereiten

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 14. September 2021

Was muss ich bedenken, wenn ich meinen Nachlass regeln will? Unsere Checkliste kann helfen.
Was muss ich bedenken, wenn ich meinen Nachlass regeln will? Unsere Checkliste kann helfen.

Mit Gedanken an das eigene Ableben wollen wohl nur die wenigsten Menschen ihre kostbare Lebenszeit verbringen – schließlich ist dafür später noch genug Zeit. Allerdings folgt das Leben seinen eigenen Regeln und verläuft nicht immer so, wie wir es uns vorstellen. Daher ist es sinnvoll, seinen Nachlass frühzeitig zu regeln. Auch eine Bestattungsvorsorge kann durchaus sinnvoll sein, um den Erben und Hinterbliebenen die Organisation zu erleichtern. Unsere Checkliste kann Sie dabei unterstützen, im komplexen Erbrecht den Überblick zu behalten.

FAQ: Nachlassregelung

Wann ist eine Checklist bei der Nachlassregelung sinnvoll?

Möchten Sie frühzeitig Ihren Nachlass regeln, kann eine Checkliste dabei helfen, den Überblick zu behalten und alle wichtigen Aufgaben zu erledigen. Dabei sollten Sie den digitalen Nachlass nicht außer Acht lassen.

Ist eine Checkliste für Erben ratsam?

Ja. Auch für Erben kann eine Checkliste hilfreich sein, denn nach dem Tod einer nahestehenden Person stehen unter anderem verschiedene Behördengänge an – so z. B. oft auf die Beantragung des Erbscheins.

Welche Checklisten sind hier hilfreich?

Mit diesen Links gelangen Sie direkt zur Checkliste für Erblasser >hier< bzw. zur Checkliste für Erben >hier<.

Checkliste zum eigenen Nachlass: Als künftiger Erblasser gut vorbereitet

Wer sich frühzeitig und gründlich um seinen Nachlass kümmert, ist für den Ernstfall gewappnet. Gleichzeitig greifen Sie aber auch Ihren zukünfitgen Hinterbliebenen unter die Arme, wenn Sie Ihren Nachlass regeln. Nachfolgende Checkliste kann Sie dabei unterstützen, erhebt dabei aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

AufgabeErledigt?
Befürworten Sie die gesetzliche Erbfolge oder verändern Sie die Erbfolge nach Ihren Wünschen durch ein Testament bzw. einen Erbvertrag.
Informieren Sie eine Vertrauensperson, wo ein handschriftliches Testament hinterlegt ist.
Verwalten Sie wichtige Dokumente ordentlich und informieren Sie eine Vertrauensperson über deren Verbleib. Dazu gehören:
- Personalausweis
- Stammbuch
- Mietvertrag
- Laufende Kredit- und Leasingverträge
- Unterlagen der Steuererklärung
- Versicherung
Tragen Sie die Informationen zu Girokonten, Sparbüchern, Wertpapieren und Bausparverträgen zusammen.
Erstellen Sie eine Übersicht zu Online-Diensten, bei denen Sie ein Benutzerkonto haben. Führen Sie zudem die zugehörigen Benutzernamen und Passwörter auf. Machen Sie sich Gedanken zu Ihrem digitalen Nachlass .
Listen Sie Mitgliedschaften in Vereinen oder laufende Abonnements auf.
Halten Sie Wünsche für Ihre Beerdigung und Trauerfeier schriftlich fest. Dies beinhaltet unter anderem:
- Bestattungsart
- Ausstattung von Sarg bzw. Urne
- Trauerfeier (kirchlich oder nicht-kirchlich)
- Musik- und Blumenwünsche
- Traueranzeige in der Tageszeitung
Fügen Sie die Informationen über mögliche Bestattungs- oder Grabnutzungsverträge bei.

Hier können Sie die Checkliste zum Nachlass für Erblasser (PDF) herunterladen.

Checkliste für Erben: Hilfe für den Ernstfall

Der Tod eines nahen Angehörigen entzieht den Hinterbliebenen nicht selten den Boden unter den Füßen. Viele sind mit der Situation überfordert und wissen nicht so recht, welche Angelegenheiten für den Nachlass zu regeln sind. Unsere Checkliste kann in dieser schweren Zeit eine Art Leitfaden sein. Da die individuellen Umstände variieren können, erhebt diese Checkliste bei einer Erbschaft keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

AufgabeErledigt?
Sofortmaßnahmen nach dem Eintritt des Todesfalls:
Beim Ableben zu Hause ist ein Arzt zu verständigen, der den Totenschein ausstellt.
Der Totenschein ist innerhalb von drei Tagen beim Standesamt abzugeben.
Beim Standesamt muss der Antrag auf eine Sterbeurkunde gestellt werden.
Benachrichtigen Sie Freunde, Familienangehörige und den Arbeitgeber über den Todesfall.
Kümmern Sie sich um die Bestattung. Kontaktieren Sie ggf. die Sterbeversicherung.
Testament:
Liegt ein Testament vor, ist dieses unverzüglich beim Nachlassgericht abzugeben.
Haben Sie in den Unterlagen kein Testament gefunden, sollten Sie sich beim Nachlassgericht informieren, ob dort eine solche Verfügung hinterlegt ist.
Erbschaft:
Möchten Sie ein Erbe annehmen, müssen Sie nicht weiter aktiv werden.
Wünschen Sie eine Erbausschlagung, ist innerhalb von sechs Wochen nach Bekanntgabe der Erbschaft eine Ausschlagungserklärung beim Nachlassgericht abzugeben.
Beantragen Sie einen Erbschein.
Behördengänge und Geschäftliches:
Tragen Sie die notwendigen Unterlagen zusammen. Dazu gehören unter anderem:
- Erbschein
- Heiratsurkunde und/oder Scheidungsurteil
- Sterbeurkunde
- Vollmachten
Lösen Sie ggf. das Mietverhältnis auf.
Kündigen Sie Mitgliedschaften in Vereinen oder Abonnements.
Richten Sie einen Nachsendeauftrag bei der Post für den Verstorbenen ein.
Wenden Sie sich an Versicherungen und Banken.

Hier können Sie die Checkliste zum Nachlass für Erben (PDF) herunterladen.

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