Erbengemeinschaft – Alle Erben an einen Tisch?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 25. Mai 2020

Verstirbt ein Erblasser, so hinterl├Ąsst er sein gesamtes weltliches Hab und Gut seinen Erben oder den testamentarisch bestimmten Beg├╝nstigten. Unerheblich aber, ob nun gesetzliche oder gewillk├╝rte Erbfolge Geltung haben: Sind mehrere Erben vorhanden, so treten diese in eine sogenannte ungeteilte Erbengemeinschaft ein.

Was bedeutet eigentlich "Erbengemeinschaft"?

Was bedeutet eigentlich “Erbengemeinschaft”?

Auch nach der gesetzlichen Erbfolge ist jedoch nicht jeder automatisch Erbe, der mit dem Verstorbenen verwandt ist. Vielmehr sind klare Hierarchien bestimmt. Sofern Erben in einer h├Âheren Ordnung vorhanden sind, haben diejenigen Anverwandten in aller Regel das nachsehen, die in einem entfernteren Verwandtschaftsverh├Ąltnis mit dem Erblasser stehen. Letztere sind dann nicht Erben.

Hat der Erblasser hingegen ein Testament aufgesetzt und so die Erbfolge selbst bestimmt, k├Ânnen auch Erben unterschiedlichen Ranges nebeneinandertreten und so eine Erbengemeinschaft bilden. Ist nur ein Erbe bestimmt, handelt es sich hingegen um einen Alleinerben.

Was nun aber bedeutet Erbengemeinschaft? Welche Rechte und Pflichten hat ein solcher Erbenverbund? Und wer erh├Ąlt eigentlich den Erbschein, wenn mehrere Erben vorhanden sind? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Was bedeutet Erbengemeinschaft? Definition laut BGB

Das B├╝rgerliche Gesetzbuch (BGB) ist Basis s├Ąmtlicher zivilrechtlicher Auseinandersetzungen und beinhaltet damit auch umfangreiche Bestimmungen zum Erbrecht. Mit der Erbengemeinschaft setzen sich die Paragraphen 2032 bis 2041 BGB auseinander.

Die Erbengemeinschaft ist die Gesamtheit hinterlassener Erben, die einander als Miterben gegen├╝berstehen – also etwa bei Vorhandensein mehrerer Geschwister oder aber bei Bestimmung mehrerer in einem Testament bedachten Erben. In einer Erbengemeinschaft stehen Geschwister oft auch neben dem Ehegatten des Verstorbenen.

Nach ┬ž 2032 Absatz 1 BGB geht das gesamte Verm├Âgen des Erblassers in das gemeinsame Verm├Âgen der Erbengemeinschaft ├╝ber, bis die Auseinandersetzung ├╝ber den Nachlass abgeschlossen und die Erbmasse verteilt ist.

In diesem Zusammenhang ist der Begriff der “Gesamthandgemeinschaft” zu nennen – einem Begriff, der sich noch dem germanischen Recht verdankt: Jeder Miterbe wird dabei Eigent├╝mer des gesamten Nachlasses, nicht lediglich des ihm zustehenden Erbteils – die Erbengemeinschaft wird Gesamterbe. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Miterbe auch frei ├╝ber den gesamten Nachlass verf├╝gen darf. Die Gesamtverantwortung der Erben einander gegen├╝ber gibt einem jeden Mitglied der Erbengemeinschaft nur beschr├Ąnkte Rechte.

Doch welche Rechte und Pflichten hat eine Erbengemeinschaft?

Rechte und Pflichten einer Erbengemeinschaft

Auch wenn die Miterben in einer Erbengemeinschaft den Nachlass “zur gesamten Hand” erben, d├╝rfen Sie nicht frei ├╝ber die gesamte Erbmasse verf├╝gen. Diese Verf├╝gungsgewalt ist n├Ąmlich nach ┬ž 2033 Absatz 1 BGB auf den einem Miterben zustehenden Erbteil beschr├Ąnkt.

Erbengemeinschaft: Rechte und Pflichten sind im BGB festgeschrieben.

Erbengemeinschaft: Rechte und Pflichten sind im BGB festgeschrieben.

Jede Verf├╝gung muss dabei durch notarielle Beglaubigung festgehalten werden, damit der Miterbe im Nachhinein nicht sagen kann, er h├Ątte seinen Anteil noch nicht zur G├Ąnze erhalten.

Teil der so zustehenden Verf├╝gungsgewalt ist auch, dass ein Miterbe seinen Erbteil an Dritte verkaufen darf. M├Âchte einer der Miterben jedoch seinen Erbanteil derart ver├Ąu├čern, besteht ein Vorkaufsrecht bei einer Erbengemeinschaft, das den ihr zugeh├Ârigen Personen zusteht (┬ž 2034 BGB). Das bedeutet, dass der Verk├Ąufer nicht absolut frei entscheiden kann, wem er seinen Anteil ├╝bertragen m├Âchte. Ist einer der anderen Miterben gewillt, den Erbteil selbst zu ├╝bernehmen, kann ein frei gew├Ąhlter Dritter damit das Nachsehen haben.

Haben die Miterben ihr Vorkaufsrecht jedoch innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab erfolgtem Angebot nicht genutzt, verf├Ąllt dieses. Erfolgte die ├ťbertragung des Erbanteils, ohne dass die Miterben dar├╝ber in Kenntnis gesetzt wurden, k├Ânnen diese Ihr Vorkaufsrecht auch gegen├╝ber dem K├Ąufer geltend machen (┬ž 2035 BGB).

Ausgenommen von der Verf├╝gungsgewalt sind im ├ťbrigen Nachlassgegenst├Ąnde – und damit auch Immobilien oder Unternehmen (┬ž 2033 Absatz 2 BGB). Entscheidungen, die Nachlassgegenst├Ąnde betreffen, obliegen laut Erbrecht der Auseinandersetzung ├╝ber den Nachlass und k├Ânnen nur von der Erbengemeinschaft gemeinsam beschlossen werden. Denn die Verwaltung des Nachlasses obliegt allen Miterben zu gleichen Teilen.

Die Nutzung hingegen kann jeder Miterbe verlangen, sofern der Erblasser dahingehend keine Bestimmungen getroffen hat.

Benutzung von Nachlassgegenst├Ąnden

Liegt keine Nutzungsvereinbarung vor, die eindeutig bestimmt, wem innerhalb der Erbengemeinschaft die Nutzung eines Nachlassgegenstandes zusteht, kann jeder Miterbe einen Anspruch auf Nutzung erheben. Dies betrifft etwa Immobilien und Fahrzeuge, die zur Erbmasse geh├Âren.

Wohnt in einem zum Nachlass z├Ąhlenden Haus ein Mitglied der Erbengemeinschaft, muss dieses im Rahmen einer Vereinbarung auch den Miterben auf Verlangen die Nutzung gew├Ąhren. Weigert er sich jedoch standhaft, ein solches Nutzungsrecht auszusprechen, d├╝rfen die Mitglieder, denen dies versagt bleibt, einen Nutzungsersatz verlangen. Dieser erfolgt in aller Regel in Form von monet├Ąren Gegenleistungen.

Nachlassverwaltung durch die Erbengemeinschaft

Die Nachlassverwaltung obliegt den Mitgliedern der Erbengemeinschaft zu gleichen Teilen.

Die Nachlassverwaltung obliegt den Mitgliedern der Erben┬şgemeinschaft zu gleichen Teilen.

Die Erbengemeinschaft ist f├╝r den Zeitraum ihres Bestehens gemeinsam f├╝r die Verwaltung des Nachlasses zust├Ąndig. Zur Vereinfachung k├Ânnen sie gegebenenfalls auch einen Nachlassverwalter einsetzen, bei dem am Ende alle Str├Ąnge zusammenlaufen.

Ein wesentlicher Vorteil bei der Einsetzung eines Nachlassverwalters ist, dass dieser f├╝r die Erbengemeinschaft in Vertretung handeln kann. Sollten also grunds├Ątzlich Bef├╝rchtungen bestehen, dass die Erbengemeinschaft in Streit ger├Ąt ob der Verwaltungsfragen oder der Teilung des Erbes, kann die Einsetzung von einem Nachlassverwalter sinnvoll sein.

Zur Bedeutung der Einstimmigkeit

Um zu vermeiden, dass ein Miterbe einen anderen stark benachteiligen kann, m├╝ssen bei Rechtsgesch├Ąften, die den Nachlass betreffen, alle Miterben Hand in Hand arbeiten. In aller Regel bedarf es bei s├Ąmtlichen Verf├╝gungen hinsichtlich der Erbmasse der Zustimmung aller Miterben.

Es bedarf hingegen bei einer Entscheidung der Erbengemeinschaft keine Einstimmigkeit, wenn durch die Verf├╝gung der generelle Anspruch der Miterben nicht beeintr├Ąchtigt wird. In diesem Fall gen├╝gt ein Mehrheitsbeschluss.

Das bedeutet: Ein Erbe kann nicht ohne die Zustimmung der anderen Personen einer Erbengemeinschaft einen Nachlassgegenstand ver├Ąu├čern. Will er hingegen lediglich einen Pachtvertrag aufl├Âsen, der den generellen Bestand der Erbmasse nicht gef├Ąhrdet, sondern Ausgaben und Nachlassverbindlichkeiten der Erbengemeinschaft aufhebt, gen├╝gt es, wenn die Mehrheit der Miterben dem Vorhaben zustimmt.

Auch wenn die Erbengemeinschaft ein Konto des Erblassers aufl├Âsen m├Âchte, gen├╝gt in aller Regel die Stimmenmehrheit, sofern es sich im Rahmen der Nachlassverwaltung gebietet.

Ausnahme von der Zustimmungspflicht: Es gibt jedoch auch Ma├čnahmen, die ein Mitglied einer Erbengemeinschaft ohne die Zustimmung der Miterben treffen darf. Betroffen hiervon sind vor allem Ma├čnahmen, die zum Erhalt des Nachlasses beitragen sollen (┬ž 2038 Absatz 1 BGB) – so etwa die Beauftragung von Reparaturen, die eine zum Nachlass geh├Ârende Immobilie erhalten soll (z. B. bei einem undichten Dach o.a.).

Verwaltung der “Fr├╝chte” durch die Erbengemeinschaft

Gemeint ist hier selbstverst├Ąndlich nicht die Aufteilung von Obstplantagen und die Bet├Ątigung der Miterben als Obstbauern. Der Begriff “Fr├╝chte” ist fester Bestandteil des B├╝rgerlichen Gesetzbuches und meint den Ertrag eines Gegenstandes oder Vertrages, wie etwa Mieteinnahmen, Zinszahlungen, Renditen usf.

Diese sind zum Eintritt des Erbteils noch nicht Teil der Erbmasse, sondern treten im Verlauf der Erbauseinandersetzung zu dieser hinzu. Dadurch werden die Ertr├Ąge Teil des Nachlasses, der der Verwaltung der Erbengemeinschaft unterliegt.

Ein Miterbe innerhalb einer Erbengemeinschaft darf Verf├╝gungen nur ├╝ber seinen eigenen Erbteil gestalten.

Ein Miterbe innerhalb einer Erbengemeinschaft darf Verf├╝gungen nur ├╝ber seinen eigenen Erbteil gestalten.

Einen Anspruch auf die Auszahlung der “Fr├╝chte” kann dabei keiner der Erben erheben, da die Zuteilung erst im Rahmen der Auseinandersetzung erfolgt. Soll die Erbauseinandersetzung jedoch erst fr├╝hestens ein Jahr nach Eintritt des Erbfalls erfolgen, kann jedes Mitglied der Erbengemeinschaft die Auszahlung des ihr zustehenden Anteils an dem j├Ąhrlichen Reinertrag verlangen (┬ž 2038 Absatz 2 Satz 2 BGB).

Gemeinsames Konto der Erbengemeinschaft

Im Zuge der Verwaltung, die der Erbengemeinschaft obliegt, kann diese auch ein gemeinsames Konto errichten, auf das zum Beispiel laufende Zahlungen aus Mietverh├Ąltnissen erfolgen. Auch andere Verbindlichkeiten k├Ânnen auf diesem Wege leichter eingezahlt und auch beglichen werden.

Denn auch das z├Ąhlt zur Nachlassverwaltung: Die Erben m├╝ssen auch bestehende Verpflichtungen des Erblassers aus dem Nachlass abl├Âsen, sofern der Schuldner gegen├╝ber den Gl├Ąubigern auch mit seinem Nachlass haftete. Dies kann etwa Kreditvertr├Ąge betreffen.

Besa├č der Erblasser etwa mehrere Konten, kann die Erbengemeinschaft gemeinschaftlich beschlie├čen, diese aufzul├Âsen und ein eigenes Konto f├╝r die Erbengemeinschaft zu errichten. Auf dieses k├Ânnen s├Ąmtliche Zahlungen umgeleitet, das Guthaben der Nachlasskonten ├╝bertragen werden. Das erleichtert dann in aller Regel nicht nur die Nachlassverwaltung, sondern auch die Auseinandersetzung, da nur ein Konto mit Geldmitteln zu betrachten ist.

Erbengemeinschaft verklagen

Hat ein Gl├Ąubiger noch offene Forderungen gegen├╝ber dem Erblasser, mit dem dieser mit seinem Nachlass haftete, und weigert sich die Erbengemeinschaft, diesen Verpflichtungen nachzukommen, ist auch eine Klage m├Âglich.

Dabei darf sich die Klage gegen jedes einzelne Mitglied einer Erbengemeinschaft richten.

Das Verm├Âgen des Erblassers wird Verm├Âgen der Erbengemeinschaft.

Das Verm├Âgen des Erblassers wird Verm├Âgen der Erbengemeinschaft.

Aber: Eine Erbengemeinschaft ist nicht rechtsf├Ąhig. Das bedeutet, dass eine Forderungen gegen ein Mitglied einer Erbengemeinschaft stets nur gegen├╝ber diesem, nicht aber gegen├╝ber der Erbengemeinschaft im Ganzen geltend gemacht werden kann. F├╝r Vertr├Ąge, die ein Miterbe allein abschlie├čt, k├Ânnen damit nicht automatisch die anderen Erben in Haftung genommen werden.

Ein Anwalt, der die gerichtliche Vertretung der Erbengemeinschaft ├╝bernimmt, muss dementsprechend ebenfalls gemeinschaftlich von dieser beauftragt werden.

Wer erh├Ąlt den Erbschein bei bestehender Erbengemeinschaft?

Grunds├Ątzlich k├Ânnen Erben gegen├╝ber Banken, Grundbuch├Ąmtern & Co. nur dann Verf├╝gungen und Verwaltungsakte durchf├╝hren (Konten aufl├Âsen, Grundbucheintr├Ąge ab├Ąndern lassen usf.), wenn sie im Besitz eines Erbscheins sind. Dabei gibt es unterschiedlichste Formen.

Bei einer Erbengemeinschaft kommen als Erbschein in aller Regel in Frage:

  • der gemeinschaftliche Erbschein f├╝r Miterben: Dieser wird grunds├Ątzlich nur auf Antrag bei dem zust├Ąndigen Nachlassgericht erteilt und enth├Ąlt neben den allgemeinen Angaben zum Erbfall auch die Namen der Mitglieder der Erbengemeinschaft und deren Erbanteile in Quoten.
  • der Teilerbschein f├╝r einzelne Miterben: Diesen kann einer der Erben beantragen. Die Verf├╝gungsgewalt beschr├Ąnkt sich dabei jedoch nur auf den ihm zustehenden Erbteil.

Ein Erbschein ist grunds├Ątzlich nicht vonn├Âten, wenn durch ein Testament ein der Erbengemeinschaft zugeh├Âriger vom Erblasser zu derlei Rechtsgesch├Ąften bef├Ąhigt und bevollm├Ąchtigt wurde.

Achtung: Die Erbengemeinschaft ist dem Testamentsvollstrecker untergeordnet. Dieser wurde – in der Regel durch den Erblasser selbst – dazu bestimmt, die Verwaltung und Teilung des Nachlasses vorzunehmen. So obliegen diese Aufgaben nicht mehr der Erbengemeinschaft. Er ist dabei der Erbengemeinschaft gegen├╝ber verpflichtet, handelt jedoch vor allem im Interesse des Erblassers.

Ist die Verj├Ąhrung einer Erbengemeinschaft m├Âglich?

Eine Erbengemeinschaft kann auch eine GbR gr├╝nden, um den Nachlass - z. B. ein Unternehmen - gemeinsam weiterzuf├╝hren.

Eine Erbengemeinschaft kann auch eine GbR gr├╝nden, um den Nachlass gemeinsam weiterzuf├╝hren.

Grunds├Ątzlich besteht eine Erbengemeinschaft nicht ewig fort. Eine Verj├Ąhrung ist in dieser Form jedoch nicht m├Âglich. Stattdessen endet die Erbengemeinschaft mit Abschluss der Erbauseinandersetzung.

Die Auseinandersetzung ├╝ber das Erbe bezeichnet die gemeinschaftliche Einigung ├╝ber die Verteilung des Nachlasses. Dabei ist in aller Regel auch zu beurteilen, wer welchen Nachlassgegenstand, wer im Ausgleich daf├╝r geldwerten Nachlass erh├Ąlt, um am Ende jedem den ihm zustehenden Erbteil zuzusprechen.

Aber: Die Erbengemeinschaft muss sich nicht entschlie├čen, die Erbauseinandersetzung durchzuf├╝hren. Demgegen├╝ber k├Ânnen sie stattdessen auch eine Gesellschaft b├╝rgerlichen Rechts (GbR) gr├╝nden und in dieser Form das Erbe fortf├╝hren. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn etwa die gesamte Erbengemeinschaft als Unternehmensnachfolger auftreten will.
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Erbengemeinschaft – Alle Erben an einen Tisch?
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73 Gedanken zu „Erbengemeinschaft – Alle Erben an einen Tisch?

  1. Fritsche

    hallo,

    alles super erkl├Ąrt.
    Dennoch habe ich eine Frage: kann ein Richter andersweitig, also gegen das Gesetz der Erbengemeinschaft urteilen.
    Zum Bsp.. ein Erbschaftsmitglied hat einen Teil vom gesamten Grundst├╝ck( nicht vermessendem Grundst├╝ck) eingez├Ąunt. Das Mitglied h├Ąlt sich an keine Regeln, laut Erbschaftsgesetz. Jetzt soll es zu einer Klage kommen, kann der Richter sagen, der Zaun bleib?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Fritsche,

      es handelt sich dabei sicherlich um eine Einzelfallentscheidung, die immer die W├╝rdigung der Gesamtumst├Ąnde voraussetzt. Eine pauschale Antwort l├Ąsst sich hierzu nicht geben.

      Im Zweifel k├Ânnen Sie sich Rat von einem Anwalt einholen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  2. cg

    Hallo “anwalt.org” ;-)
    eigentlich ein toller ├ťberblick. Ich habe trotzdem eine Frage….
    4 von 6 Erben sind sich einig und haben anteilig (4/6) z.B. an angefallen Kosten Gericht/Betreuer… angewiesen. Kann sich das Gericht trotzdem weiterhin an alle halten oder m├╝ssen s├Ąumige (Rest-)Verbindlichkeiten dann von den anderen – gemessen an ihrem Anteil – ├╝bernommen werden?
    Und: Kann ich mir mit einem Teilerbschein vorhandenes Verm├Âgen z.B. bei einer Bank anteilig auszahlen lassen?
    Danke und viele Gr├╝├če

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo cg,

      in diesem Fall empfehlen wir Ihnen, dies mit einem Anwalt abzukl├Ąren. Dieser kann mit Ihnen die weitere Vorgehensweise besprechen und alle rechtlichen Umst├Ąnde pr├╝fen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  3. Tina

    Hallo,
    meine Schwester und ich haben gemeinsam einen Erbschein beantragt. Ich wohne zur Zeit noch im Haus unseres verstorbenen Vaters. Meine Schwester bewohnt eine Wohnung zur Miete. Die Kosten ( Grundbesitzabgabe, Geb├Ąude Haftpflicht, Stadtwerke,…) betragen ca. 600,00 ÔéČ im Monat.Muss ich diese Kosten alleine tragen oder muss meine Schwester zu ihrer mtl. Miete auch die H├Ąlfte der Kosten von dem Haus mittragen? Sie ist in der Privatinsolvenz und dadurch k├Ânnen wir kein gemeinschaftliches Konto nehmen, wo diese Kosten abgezogen werden k├Ânnen. Ich m├Âchte Kosten sparen und darum keinen Nachlassverwalter oder Notar nehmen. Welche Optionen gibt es daf├╝r? Kann ich mit ihrer Vollmacht ein Konto auf meinen Namen er├Âffnen, wo sie und ich die erforderlichen Betr├Ąge einzahlen und die Kosten getilgt werden?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Tina,

      diese Angelegenheiten k├Ânnen Sie im privaten Rahmen mit Ihrer Schwester abkl├Ąren und regeln. Es ist jedoch empfehlenswert, wenn Sie sich von einem Anwalt beraten lassen und kl├Ąren welche Vorgehensweise f├╝r Sie die richtige ist.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  4. D. Riedel

    Guten Morgen,

    Eine Antwort f├╝r meinen Fall finde ich leider nicht.
    Ansonsten eine gute Erkl├Ąrung hier wo ich f├╝r mich bestimmt etwas rauspicken k├Ânnte.

    Aber vielleicht kann mir hier jemand darauf eine Antwort geben

    – wann muss ein TV an die Miterben Geld aus den Erbengemeinschaftskonto auszahlen wen durch Grundst├╝cksverk├Ąufen Geld geflossen ist?

    TV meint: erst wen alles juristisch untern Dach und Fach ist (Grundbucheintrag)

    Gelder liegen seit Dez/2017 auf dem Konto.

    Gibt es da eine Gesetzesvorlage?

    M├Âchte gerne das Geld in einen Schreiben einfordern.

    Ist das so rechtens die Aussage der TV?

    Danke

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo D. Riedel,

      oft ist es so, dass der Zeitpunkt der Auszahlung im Kaufvertrag festgelegt ist. Pr├╝fen Sie die Unterlagen diesbez├╝glich. Im Zweifel ist der Rat eines Anwalts empfehlenswert. Dieser kann Sie bez├╝glich der richtigen Vorgehensweise beraten.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  5. Maydeck

    Was gibt es f├╝r M├Âglichkeiten, wenn ein Miterbe Geld vom Nachlasskonto ausgegeben hatt, ohne dazu berechtigt zu sein. Muss man ihn auffordern das Geld zur├╝ckzuzahlen oder muss man ihn Verklagen?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo,

      Sie k├Ânnen das zu Unrecht verwendete Geld in der Tat zur├╝ckfordern.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  6. Andreas

    Hallo wir sind eine Erbengemeinschaft von 6 Personen. Es geht um das leer stehende Elternhaus. Zwei von uns sind gegen den Verkauf ohne einen eigenen Vorschlag zu machen was weiter damit passieren soll. Was k├Ânnen wir dagegen unternehmen?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Andreas,
      ist eine Teilung nicht m├Âglich, m├╝ssen die Erben diesen Gegenstand verkaufen oder unter Umst├Ąnden zwangsversteigern lassen. Wenden Sie sich daher ggf. an einen Anwalt f├╝r Erbrecht.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  7. Sophie

    Hallo,

    Mein Freund ist seit 12 Jahren Mitglied in einer Erbenhemeinschaft. Er zahlt seitdem Unterhalt f├╝r das Elternhaus indem noch seine Mutter lebt. Er will das Haus verkaufen aber die anderen nicht. Auszahlen k├Ânnen sie ihn angeblich auch nicht. Muss er bis in alle Ewigkeit zahlen oder sich anderweitig da raus ziehen? Klagen etc?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Sophie,
      es besteht grunds├Ątzlich die M├Âglichkeit, eine Teilung durch eine Klage zu erzwingen. Diese wird dann im Wege der Zwangsvollstreckung durchgesetzt. Ob dies in speziellen Fall sinnvoll ist, sollte mit einem Anwalt f├╝r Erbrecht besprochen werden. Dieser kann ggf. weitere Optionen f├╝r eine g├╝tliche Einigung aufzeigen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  8. B. Schanding

    Werte Damen und Herren

    Ich habe eine Frage zur Erbengemeinschaft. Meine Eltern haben sich 1958 ein kleines Haus zu gleichen Teilen gekauft. Mein Vater ist 1961 pl├Âtzlich verstorben. Es wurde kein Testament gemacht. 1988 ist meine Schwester verstorben, sie hat drei Kinder hinterlassen. Voriges Jahr ist meine Mutter verstorben. Sie hat testamentarisch festgelegt,dass ich das Haus mit Grundst├╝ck erhalte. Die drei Kinder meiner Schwester einen Geldbetrag erhalten sollen und auch erhalten haben. Wie verh├Ąlt es sich mit den Anteilen aus der Erbfolge? Jetzt soll Abwasser verlegt werden, wie teilen sich die Kosten auf?
    Im voraus danke f├╝r Ihre Antwort.

    B.Schanding

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo,
      f├╝r die Kosten f├╝r Abwasser muss in der Regel die im Grundbuch eingetragenen Person aufkommen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
      1. B.Schanding

        Hallo, danke f├╝r Ihre schnelle Antwort.
        Ich m├Âchte gerne noch eine Frage stellen.
        Wenn es nach der Erbfolge geht (Testament meiner Mutter), habe ich 13/16 und meine Nichten und mein Neffe je 1/16 Anteile am Grundst├╝ck. M├╝ssen die Kosten f├╝r das Grundst├╝ck nach Anteilen oder gleicher Anteil f├╝r alle vier Erben entrichtet

        Antworten
        1. Anwalt.org

          Hallo,
          die Erbengemeinschaft muss zusammen Grundsteuer, M├╝ll-, Wasser- und Abwassergeb├╝hren tragen. Kann oder will ein Mitglied nicht zahlen, m├╝ssen die ├╝brigen Erben eintreten. Denn jedes Mitglied haftet mit seinem ganzen Privatverm├Âgen f├╝r die Verbindlichkeiten der ├╝brigen Miterben.

          Ihr Team von anwalt.org

          Antworten
  9. S. Pasternack

    Hallo,

    hier von uns auch eine Frage, wir haben einen Nachlassverwalter eingesetzt. Es ist eine Erbengemeinschaft mit 5 Erben. Zu verschiedenen Anteilen. Der Erbschein ist ausgestellt. Einer der Erben reagiert nun weiterhin nicht auf die Anschreiben des Nachlassverwalters.
    Da nun seine Unterschriften fehlen, kommt es nicht zur Auszahlung des Erbes. Gibt es dort gesetzliche Fristen? Wie kann man dort weiter verfahren?

    Beste Gr├╝├če

    S. Pasternack

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo,
      es besteht grunds├Ątzlich die M├Âglichkeit einen Betreuer zu beauftragen, welcher den Erbteil des nicht reagierenden Miterben verwaltet. Dies ist allerdings nur auf Antrag bei Gericht m├Âglich. W├Ągen Sie diese Option ggf. mit dem zust├Ąndigen Nachlassverwalter oder einem Anwalt f├╝r Erbrecht ab.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  10. Nicole

    Hallo,

    angenommen eine P├Ąrchen w├╝rde eine Immobilie zu je 50 % von einer Erbengemeinschaft f├╝r 8.000 ÔéČ kaufen und ein Erbe bekommt die H├Ąlfte des Erbes und zwei weitere Erben bekommen jeweils ein Viertel des Erbes. Muss das P├Ąrchen dann Grunderwerbssteuer bezahlen?

    Vielen Dank im Voraus.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Nicole,

      die Grunderwerbssteuer muss in der Regel entrichtet werden, wenn ein Grundst├╝ck oder Anteile an einem solchen erworben werden. Dies ist in ┬ž┬ž 873ff BGB geregelt. Im Zweifel sollten Sie einen Steuerexperten kontaktieren und sich rechtlich beraten lassen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  11. Dora

    Mein Frage geht um folgenden Sachverhalt: Verstorbene Person war verschuldet – mangels Unterlagen war es nicht m├Âglich, ├╝ber die H├Âhe der Verschuldung einen genauen ├ťberblick zu bekommen. Hinterbliebene sind 3 erwachsene Kinder, davon 2 mit Familie, die 3. Person ist ledig. Es haben ausgeschlagen: 2 erwachsene Kinder und deren bereits vollj├Ąhrigen Kinder – das 3. erwachsene Kind und dessen erwachsene Tochter haben nicht ausgeschlagen – erwachsenes Kind 3 hat Erbschein beantragt.

    Erwachsenes Kind 2 erkl├Ąrt sich mit dem anderen erwachsenen Kind 3 (trotz der Tatsache der Erbausschlagung solidarisch) und zahlt alle Kosten und die Schulden der verstorbenen Person mit.
    Erwachsenes Kind 1 – die alleinstehende Person hat zeitnah (5 Tage nach Todestag) die Erbschaft ausgeschlagen und sich mit 1/3 an den Kosten f├╝r die Bestattung beteiligt und lehnt die Tragung weiterer – dar├╝ber hinausgehenden Kosten und Verbindlichkeiten ab. Kann erwachsene Person 1 durch die beiden anderen Personen in Haftung genommen werden?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Dora,

      nach einer Erbausschlagung bestehen keine Anspr├╝che auf Anteile des Erbes und es m├╝ssen demnach auf die Kosten, die mit dem Erbe einhergehen, getragen werden. In erste Linie sind die Erbe in die Pflicht zu nehmen. Im Zweifel sollten Sie dies mit einem Anwalt kl├Ąren.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  12. B.N.

    Guten Tag,
    zwischen meinem Mann (1/4) und seinem Vater (3/4 eines Hauses) bestand eine Erbengemeinschaft. Mein Mann hat sich nie auszahlen lassen, in der Annahme, dass er den restlichen Teil des Hauses ohnehin einmal erben wird.
    Jetzt hat der Vater seine Lebensgef├Ąhrtin zu seiner Erbin eingesetzt, mit einem Verm├Ąchtnis, mein Mann k├Ânne das Haus behalten oder verkaufen, aber auf jeden Fall st├╝nde der Lebensgef├Ąhrtin 1/3 des Gesamtwertes (also einschlie├člich des Viertelwertel) als Auszahlung zu.
    Mein Frage: hatte der Vater nicht eine Verpflichtung gegen├╝ber meinem Mann dieses Erbteil auszubezahlen und geht diese Verpflichtung nicht auf die Erbin ├╝ber, also muss sie nicht vorher dieses Viertel auszahlen, bevor das Verm├Ąchtnis erf├╝llt wird?

    Ich danke f├╝r Ihre Antwort!
    Sch├Âne Gr├╝├če
    B.N.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo B.N.,

      ist das Erbe testamentarisch geregelt, steht den Erben, die nicht bedacht sind, in der Regel nur der Pflichtteil zu. Dieser muss durch die Rechtsnachfolger des Erblasser ber├╝cksichtigt werden. In Ihrem besonderen Fall ist es empfehlenswert, einen Anwalt zu konsultieren und die Sachlage mit diesem zu kl├Ąren. Eine rechtliche Beratung k├Ânnen wir nicht anbieten.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo elmar b.,

      um ein geerbtes Haus verkaufen zu k├Ânnen, m├╝ssen in der Regel alle Erben einer Erbengemeinschaft zustimmen. Sind Sie mit dem Vertrag nicht einverstanden, k├Ânnen Sie ├╝blicherweise Ihre Zustimmung verweigern. Kommt es zu Problemen, sollten Sie einen Anwalt konsultieren.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  13. The..

    Von meinen Vater ist die Tante gestorben, keine Geschwister Mann oder Kinder mehr da, von mein Vater nur die Schwestern 2, mein Vater ist leider auch vor 10 Jahren gestorben wer trit jetzt sein Erbe an, meine Schwester und ich / Mutter .

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo,
      gem├Ą├č der gesetzlichen Erbfolge r├╝cken Sie und Ihre Schwester als Abk├Âmmlinge Ihres Vaters an seiner Stelle nach.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  14. Axel S.

    Sehr gute und f├╝r einen Laien verst├Ąndliche Erkl├Ąrungen. Ich habe aber keine Antwort auf meine aktuelle Frage gefunden. Wenn ich darf, m├Âchte ich sie hier stellen:

    Ich bin Mitglied einer f├╝nfk├Âpfigen Erbengemeinschaft (mehrere Grundst├╝cke) und m├Âchte meinen Anteil an ein anderes Mitglied oder an einen Dritten verschenken. Geht das so ohne weiteres?

    Danke f├╝r Ihre Antwort.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Axel S.,

      ein in Erbteil kann in der Regel grunds├Ątzlich verschenkt oder auch ver├Ąu├čert werden. Daf├╝r ben├Âtigen Sie dann jedoch eine notarielle Beurkundung. Beim Verkauf haben die Miterben zudem ein Vorkaufsrecht, allerdings besteht dieses bei einer Schenkung nicht.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  15. Ursula K.

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Mein vor 8 Jahren verstorbener Vater hat meine Mutter als Alleinerbin bedacht. Weder meine Schwester noch Ich haben ihr Pflichtanteil in Anspruch genommen. Die Erbfolge wurde so geregelt, dass nach dem Tod meiner Mutter meine Schwester Alleinerbin werden sollte. Vor 4 Jahren ist allerdings meine Schwester verstorben. Vor 3 Jahren wurde eine mir nicht namentlich bekannte Erbengemeinschaft gegr├╝ndet. Auch ist mir nicht bekannt, ob ich als Tochter dieser Gemeinschaft angeh├Âre. Wie w├╝rde im Fall eines Todes meiner Mutter die Erbfolge f├╝r mich geregelt sein.
    Mein Schwager hat vor ca.2 Jahren ein Haus auf einem vermessenen angrenzenden Nachbargrundst├╝ck gebaut.Dessen Sohn lebt nun im 2 Familienhaus meiner Mutter.
    Meine 92 j├Ąhrige Mutter lebt aus gesundheitlichen Gr├╝nder seit 2 Monaten in einem Pflegehein im Ort.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Ursula K.,

      in diesem besonderen Fall ist es zu empfehlen, sich an einen Anwalt zu wenden, um die Sachlage abkl├Ąren zu lassen. Wir k├Ânnen eine rechtliche Beratung nicht anbieten und daher auch keine Einsch├Ątzung abgeben.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  16. G.

    Ist es als B├Âswilligkeit zu sehen wenn Mitglieder einer Erbgemeinschaft nicht Komuzieren?
    Meine Mutter hatte schon vor ihrem Tod meien Schwester und einen ihrer Enkel den gr├Â├čten Teil des Erbes ├╝berschrieben. Es hantelt sich nun um Kontoaufl├Âsung und Verkauf ihres noch vorhandenen Nachlasses.
    Meine Schwester ( Mutter des Enkel ) und meine Schwester welche vor dem Tot Haus und Land ├╝berschrieben bekommen haben reagieren auf keine Anfragen.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo G.,

      dies k├Ânnen wir nicht beurteilen. Eine rechtliche Einsch├Ątzung kann hier nur ein Anwalt geben und daher empfehlen wir Ihnen, einen zu konsultieren. Wir bieten keine rechtliche Beratung an.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  17. Julius

    Hallo an das Team und danke f├╝r den wirklich verst├Ąndlichen Artikel.
    All Ihren Autoren ein gutes Jahr 2018.

    Fakten:
    Gemeinschaftlicher Erbschein 2017 erstmalig ausgestellt f├╝r einen 1972 (!) verstorbenen Erblasser. 10 Erben, E1 – E10, alle verstorben.
    E1 – E10 sind untereinander Miterben (ME), aber tot.
    A ist Erbe nach E1.
    A kennt von E3 den Nachkommen C und nimmt an, dass C Erbe nach E3 geworden sein k├Ânnte. Auf Bitte nach Auskunft reagiert C nicht.

    ME haben untereinander Mitwirkungspflicht. Ein ME k├Ânnte einen anderen ME sogar auf Mitwirkung verklagen, so die Theorie.

    A und C sind zueinander aber KEINE ME, selbst dann nicht, wenn C tats├Ąchlich Erbe nach E3 geworden sein sollte. A und C sind Nachkommen und/oder bestenfalls Erben NACH den im Erbschein genannten bereits verstorbenen ME E1-E10.

    Nachlassgericht von E3 erteilt KEINERLEI Ausk├╝nfte an A (gibt es Testament/Erbschein nach E3 usw.)

    Frage:
    Wo und wie kann A weiterkommen also in Erfahrung bringen, wer Erbe NACH E2-E10 geworden ist?

    F├╝r einen hilfreichen Hinweis w├Ąre ich dankbar.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Julius,
      der von Ihnen dargelegte Fall ist sehr komplex, daher sollten Sie sich an einen fachkundigen Anwalt f├╝r Erbrecht wenden. Bitte beachten Sie, dass wir keine kkostenlose Rechtsberatung geben d├╝rfen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  18. Jester

    Hallo liebes Team von Anwalt.org

    Ich habe eine Frage, deren Antwort ich hier leider nicht finden konnte.

    Meine Schwester hat das Haus meiner Eltern, nach dem Tod unserer Mutter, durch meinen und den Verzicht meiner weiteren drei Geschwister 2009 geerbt.

    Die Immobilie lag unter 400.000 ÔéČ und so war das Erbe f├╝r meine Schwester steuerfrei.

    Muss meine Schwester jetzt trotzdem 10 Jahre (bis 2019) im Haus wohnen und ihren Lebensmittelpunkt haben, oder kommt diese “Residenzpflicht” nur zum tragen, wenn die Immobilie den Wert von 400.000 Euro ├╝berschritten h├Ątte, damit das Erbe steuerfrei bleibt?

    Kann meine Schwester au├čerdem das Haus ihrem Ehemann jeder Zeit steuerfrei ├╝berschreiben, solange die Immobilie unter 400.000 ÔéČ Wert liegt, ganz egal, ob nun diese “Residenzpflicht” vorliegt, oder nicht?

    Vielen Dank f├╝r Ihre M├╝he

    Beste Gr├╝├če

    Jester

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Jester,
      laut ┬ž 16 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz k├Ânnen Kinder von ihren Eltern im Zuge einer Erbschaft Verm├Âgenswerte in einem Wert von bis zu 400.000 Euro steuerfrei erwerben. Eine Nutzung als Familienwohnsitz sollte in der Regel bei der Immobilie somit nicht notwendig sein. Da eine ├ťbertragung auf den Ehemann Ihrer Schwester nur mithilfe eines Notars m├Âglich ist, sollte sich diese von diesem beraten lassen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  19. Manfred

    Bis zum Jahr 2011 lebten Bruder und Schwester als Erbengemeinschaft im eigenen Haus
    mit Grundbucheintrag und vorliegender Erbscheine. Ab 2011 hat meine Schwester unser
    Haus verlassen und ihre Gesamtwohnung mit Garage vermietet und einen eigenen Miet-
    vertrag abgeschlossen. Ich habe Kostenbelastungen durch diese Vermietung, erhalte
    jedoch keine, auch nicht anteilige, Miete.
    War es rechtens, einen eigenen Mietvertrag abzuschlie├čen unter dem Gesichtspunkt:
    “Das ist meine Wohnung und damit auch mein Mieteinkommen !”
    Es bestehen Streitf├Ąlle bei der Heiz – Kostentrennung f├╝r Mieter / Miteigent├╝mer (Bruder)

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Manfred,
      Sie sollten sich mit Ihrem Anliegen ggf. an einen Anwalt wenden. Wir d├╝rfen keine kostenlose Rechtberatung geben.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  20. Vera

    Bin seit 2014 Mitglied einer Erbengemeinschaft. Geht um 3.880 Quadratmeter Ackerland, verpachtet an Agrargenossenschaft sowie Waldst├╝ck. Grundbucheintrag meiner Person ist erfolgt. Ich habe keinerlei Kenntnis ├╝ber Ertr├Ąge und Verlust. Bekomme von meiner Halbschwester keine Ausk├╝nfte.
    Was kann ich tun um an meinen mir zustehenden Erbteil zu kommen. Ich bin die Tochter aus erster Ehe meines Vaters.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Vera,
      als Erbin haben Sie in der Regel einen Anspruch auf Auskunft. Wenden Sie sich daher ggf. an einen Anwalt f├╝r Erbrecht. Dieser kann Sie beim weiteren Vorgehen beraten und unterst├╝tzen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  21. Delia

    Wenn ein Mitglied einer Erbengemeinschaft stirbt, geht sein Anteil an seine Kinder oder geht es an die anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Delia,
      in diesem Fall gehen die Anteile an dessen Kinder bzw. Erbberechtigten ├╝ber.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Brigitte,
      die Erbanteile gehen in einem solchen Fall in der Regel auf die Erben des Verstorbenen ├╝ber.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  22. Kahl

    Hallo an das Team,ich habe eine Frage?
    Meine Eltern sind verstorben,und im Testament stehen meine drei Geschwister und ich.
    Mein Bruder ist inzwischen Verstorben.Meine Frage?.Treten die Kinder von meinem
    Bruder mit in die Erbfolge ein.Im voraus vielen Dank.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Kahl,
      verstirbt ein Erbberechtigter, r├╝cken seine Nachkommen in der Erbfolge nach.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  23. Nadine

    Mein Vater ist vor zwei Jahren verstorben. Nun bin ich in einer Erbengemeinschaft mit seiner damaligen Exfrau. Diese verweigert jegliche Aktivit├Ąten gegen├╝ber einem Mietshaus. Sprich Sie k├╝mmert sich um nichts und unterschreibt auch keine ├ťberweisungstr├Ąger f├╝r Reparaturen an der Heizung, Kautionsr├╝ckzahlungen etc. sodass die Rechnungen ├╝ber das Mietskonto beglichen werden k├Ânnten. D.h. ich muss jedes Mal mit meinem privaten Verm├Âgen die teuren Rechnungen begleichen obwohl es dieses Mietskonto gibt, wo alle Rechnungen von beglichen werden k├Ânnen.

    Kann ich irgendwie bewirken, dass ich alleinig ├╝ber dieses Mietskonto verf├╝gen kann? Da es sich um hohe Rechnungsbetr├Ąge handelt, kann ich dies auch langsam nicht mehr auffangen! Sie verweigert alle Aktivit├Ąten und bringt mich so in finanzielle Schwierigkeiten.

    Mein Anwalt sagte, dass eine Klage zur Erwirkungen der alleinigen Kontovollmacht ein Jahr dauert.

    Ich freue mich ├╝ber eine Antwort!

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Nadine,
      wir d├╝rfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. W├Ągen Sie das weitere Vorgehen daher mit Ihrem Anwalt ab.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  24. Holger

    Hallo liebes Team von anwalt.org,

    sehr gute und verst├Ąndliche Seite. Kurze Frage: Wir bilden eine Erbengemeinschaft von 2 Personen. Eine Steuerkl├Ąrung (da Pachteinnahmen) wird seit Jahren von mir abgegeben. Der andere Teil lehnt die Kosten des Steuerberaters ab, da er keine Zustimmung zur Abgabe der Erkl├Ąrung gegeben hat und auch keine Steuern zahlen muss. Zu recht?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Holger,
      wird d├╝rfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  25. Karin P.

    Hallo an das Team,
    ich habe eine Frage.
    Meine Schwiegereltern hatten ein Berliner Testament. Mein Mann und seine Schwester erben zu gleichen Teilen. Schwiegervater starb 2000, mein Mann starb 2012, meine Schwiegermutter dieses Jahr. Nun treten meine Kinder in die Erbengemeinschaft mit meiner Schw├Ągerin ein. Soweit so gut. Mein Sohn wohnt im Ort , meine Tochter wohnt leider in NRW . K├Ânnte ich ihre Interessen hier am ans├Ąssigen Nachlass Gericht vertreten , wenn sie mir eine Vollmacht erteilt, oder mu├č sie sich an ihrem Wohnort informieren?
    Viele Gr├╝├če
    Frau P.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Karin P.,

      in der Regel ist das Nachlassgericht am Sterbeort zust├Ąndig, sodass sich Ihre Tochter mit diesem in Verbindung setzen muss. Liegt eine Vollmacht vor, kann diese ├╝blicherweise zur Interessenvertretung verwendet werden. Hierzu sollten sich beim NBachlassgericht informieren, wie dies dort gehandhabt wird.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  26. Ludger

    Hallo Team anwalt/.org
    Erbe ist verteilt. Friedhofsgeb├╝hren fallen j├Ąhrlich an.3 Erben zahlen, 2 nicht. Erbengemeinschaft wird unter einer Person angeschrieben. Nunmehr soll titelbeantragung erfolgen. Erbengemeinschaft nicht rechtsf├Ąhig, somit Titel gegen jeden einzelnen Erben erforderlich?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Ludger,

      in der Regel muss eine Erbengemeinschaft gemeinsam aufkommen. Wir k├Ânnen nicht beurteilen, ob ein Titel gegen alle Erben erforderlicht ist oder nur gegen die Erben, die nicht f├╝r die Kosten aufkommen. In diesem Fall sollten Sie sich rechtlich von einem Anwalt beraten lassen. Eine solche Beratung bieten wir nicht an.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  27. Joseph

    A)In der Beschreibung fehlt,wie ich als potentielles Mitglied einer Erbengemeinschaft ein Erbe ausschlagen kann und ein Mitglied der entstehenden Erbengemeinschaft und nicht alle beg├╝nstigen kann.

    B)Wie ist es im umgekehrten Fall :Nach Abschlu├č und Verteilung eines Erbgangs taucht pl├Âtzlich nach Jahren eine Erbengemeinschaft auf und weist die Mitgliedschaft des Erblassers nach.
    Kann man dann diesen unvermuteten Teil der Erbschaft und Nacherbschaft ausschlagen .
    Steht dazu etwas im BGB ?

    Antworten
  28. Heinz

    Hallo Team,
    eine Frage zum Mehrheitsbeschlu├č in einer Erbengemeinschaft.
    4 Kinder haben zu gleichen Teilen ein Haus geerbt in der Kind 1 seit 4 Jahren wohnt und sich um die verstorbene Mutter gek├╝mmert hat.
    Er m├Âchte zu einem m├╝ndlich abgesprochenen Betrag(der gemeinsam von allen 4 als realistisch angesehen wurde) das Haus ├╝bernehmen und Kind 2-4 auszahlen. Jetzt m├Âchte Kind 2 mehr Geld f├╝r das Haus erzielen und blockiert den Verkauf an Kind1 und damit die Auszahlung an Kind 3+4.
    Muss sich Kind 2 dem Mehrheitsbeschklu├č beugen oder kann es weiter alles blockieren?

    Antworten

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