Nachlassverwalter & Nachlasspfleger – Unterschiede und Aufgaben

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 15. Mai 2020

Welche Aufgaben ĂŒbernimmt ein Nachlassverwalter im Erbfall?

Welche Aufgaben ĂŒbernimmt ein Nachlassverwalter im Erbfall?

Wenn ein Erbfall eintritt – eine Person also verstirbt – beginnt nicht selten die Suche nach den Erben – oder der Erben und GlĂ€ubiger nach dem ihnen zustehenden Nachlassanteilen.

Gerade Erben, die im selben Haushalt mit dem Erblasser lebten, sind zudem oft vor das Problem gestellt, dass die eigenen Vermögensmassen nicht so leicht von dem Nachlass des Verstorbenen zu trennen sind.

In solchen FĂ€llen tritt das Nachlassgericht ein, das fĂŒr die Nachlasspflege zustĂ€ndig ist. Und auch Nachlassverwalter können den Prozess nach Eintritt eines Erbfalls wesentlich entwirren und beschleunigen.

Liegt ein Testament vor, tritt in der Regel kein Nachlassverwalter, sondern ein Testamentsvollstrecker ein.

Doch was genau ist ein Nachlassverwalter? Welche Aufgaben hat er? Und wie unterscheidet sich die Nachlassverwaltung von der Nachlasspflegschaft? Dies und mehr erfahren Sie im Folgenden.

Was ist ein Nachlassverwalter?

Bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Umfangs des Vermögens, das zur Erbmasse zĂ€hlt, oder hat ein Erbe anderweitige Bedenken, kann ein Nachlassverwalter in den Prozess mit eingebunden werden. Auch einzelne GlĂ€ubiger, die noch AnsprĂŒche gegenĂŒber dem Erblasser geltend machen können, sind befugt, einen Nachlassverwalter zu bestellen.

Was genau macht ein Nachlassverwalter eigentlich?

Im Erbrecht kommt der Nachlassverwalter in zahlreichen FĂ€llen zum Zuge.

Im Erbrecht kommt der Nachlassverwalter in zahlreichen FĂ€llen zum Zuge.

Wie die Bezeichnung schon mitschwingen lĂ€sst, ist der objektive Dienstleister im Falle der Beauftragung dafĂŒr zustĂ€ndig, den Nachlass zu verwalten. Die Aufgaben von einem Nachlassverwalter erstrecken sich dabei nicht einzig auf das Beisammenhalten und Verteilen der Erbmasse.

Vielmehr ist er insbesondere auch dazu berufen, die Erbmasse genau festzustellen, alle GegenstĂ€nde, Immobilien und Finanzen zu listen, um einen genauen Überblick ĂŒber die insgesamt zu verteilende Erbmasse zu erhalten. Dies kann besonders dann von großer Bedeutung sein, wenn der verstorbene Erblasser etwa einen gemeinsamen Haushalt mit seinem Ehegatten fĂŒhrte.

In einem solchen Fall ist nicht immer gleich ganz eindeutig zu klĂ€ren, was nun in die Erbmasse zu rechnen und was Eigentum des ĂŒberlebenden Ehegattens ist. Dann bietet es sich vor allem auch fĂŒr den Ehepartner an, einen Nachlassverwalter zu bestellen, um sicherzugehen, dass seine BesitztĂŒmer nicht fĂ€lschlicherweise mit in den Nachlass einbezogen werden.

Und auch im Falle noch bestehender Verpflichtungen Dritter gegenĂŒber dem Verstorbenen kommt der Nachlassverwalter zum Einsatz. Er registriert sĂ€mtliche Verbindlichkeiten und offene Zahlungen und erstellt dadurch ein Schuldenverzeichnis.

Wer kann einen Nachlassverwalter bestellen?

GrundsÀtzlich kann jeder Erbe beim zustÀndigen Nachlassgericht die Einsetzung von einem Erbverwalter beantragen. Dieses kann dem Antrag dann stattgeben und die Nachlassverwaltung anordnen.

DarĂŒber hinaus können jedoch auch NachlassglĂ€ubiger ein entsprechendes Gesuch stellen. NachlassglĂ€ubiger sind all jene, gegenĂŒber denen der verstorbene Erblasser noch zu Lebzeiten Verbindlichkeiten einging, fĂŒr die er auch mit seinem Nachlass haftete. Hierunter können nicht nur Kredit- und KaufvertrĂ€ge zĂ€hlen, sondern auch offene Mietzahlungen u.v.m.

Der Nachlassverwalter erwirkt dann in aller Regel, dass die offenen Forderungen der GlÀubiger aus dem Nachlass weitestgehend beglichen werden. Dabei handelt er nicht nur im Interesse der NachlassglÀubiger, sondern auch im Sinne der Erben.

Denn: Im Erbrecht gilt die sogenannte Erbenhaftung. Nehmen die erbberechtigten Verwandten das Erbe an, so ĂŒbernehmen sie damit auch automatisch die vom Erblasser zu Lebzeiten gemachten Schulden, mögliche KreditvertrĂ€ge und andere Verbindlichkeiten. FĂŒr diese mĂŒssen sie, sollte der Nachlass nicht genĂŒgen, im Zweifel auch mit dem eigenen Vermögen haften.

Indem der Nachlassverwalter also mit der festgestellten Erbmasse verbleibende Verbindlichkeiten weitestgehend ablösen lÀsst, kann er so auch die Erben entlasten.

Die Aufgaben eines Nachlassverwalters im Überblick

Im Folgenden eine kurze Listung der Aufgaben, die ein Nachlassverwalter im Rahmen der Nachlasssorge erfĂŒllen soll:

Der Nachlassverwalter verzeichnet auch alle noch bestehenden Verbindlichkeiten des Erblassers.

Der Nachlassverwalter verzeichnet auch alle noch bestehenden Verbindlichkeiten des Erblassers.

  1. Feststellung der Erbmasse: Hierunter fĂ€llt sĂ€mtlicher weltlicher Besitz des Verstorbenen – inklusive aller WertgegenstĂ€nde, Konten, Wertpapiere, Immobilien usf.
  2. Abtrennung der Erbmasse von dem Vermögen eines anderen Erben: In der Regel handelt es sich hierbei um den Ehegatten und/oder die gemeinsamen Kinder, die im selben Haushalt wie der Verstorbene lebten.
  3. Feststellung offener Forderungen gegen den Erblasser: Erfasst werden sollen mögliche Schulden und Verbindlichkeiten, die der Verstorbene vor seinem Tod gemacht hat bzw. eingegangen ist.
  4. Begleichung der Verbindlichkeiten aus dem Nachlass: FĂŒr die Schuldentilgung wird zunĂ€chst nur das Vermögen aus der Erbmasse verwendet.
  5. ÜberschĂŒsse verteilen gemĂ€ĂŸ der Erbfolge: Sind alle Schulden getilgt und noch Nachlassvermögen ĂŒbrig, sorgt der Nachlassverwalter zudem dafĂŒr, dass die verbleibende Erbmasse gemĂ€ĂŸ Erfolge an die rechtmĂ€ĂŸigen Erben verteilt wird.

Was kostet ein Nachlassverwalter?

Eine pauschale Kostenfestsetzung ist nicht gegeben, sodass fĂŒr die Bestellung von einem Nachlassverwalter unterschiedliche Kosten anfallen können. In aller Regel setzt diese das Nachlassgericht fest, das den Verwalter anfordert. Die VergĂŒtung fĂŒr den Nachlassverwalter richtet sich dabei nach dessen Profession und Aufwand.

Handelt es sich nur um geringe Erbmassen, trĂ€gt die Kosten fĂŒr den Nachlassverwalter oftmals der Staat.

Sind jedoch höhere Vermögenswerte zu verwalten und zu verteilen, kann das Gericht zum einen als GebĂŒhren fĂŒr den Nachlassverwalter einen festen prozentualen Anteil am Gesamtnachlass bestimmen oder aber einen Stundenlohn, der sich nach der eigentlichen beruflichen Qualifikation des eingesetzten Verwalters orientiert.

Muss ein Nachlassverwalter eine Ausbildung absolvieren?

Nein, in aller Regel werden AnwĂ€lte fĂŒr Erbrecht oder anverwandte Bereiche, andere juristische Personen oder Buchhalter zu Nachlassverwaltern berufen, die nur so lange in dieser Funktion tĂ€tig sind, bis das Erbe abschließend geregelt ist – oder aber der Auftraggeber ihn aus der Verantwortung entlĂ€sst.

Generell kann aber jeder per se Nachlassverwalter sein, solange das Nachlassgericht ihn als solchen bestimmt. Bestimmte Voraussetzungen gelten nicht, wenngleich ein gewisses VerstĂ€ndnis fĂŒr erbrechtliche und wirtschaftliche Fragestellungen von Vorteil wĂ€re.

Was ist ein Nachlasspfleger?

Zwar handelt es sich bei einem Nachlassverwalter um eine Instanz, die auch im Rahmen der Nachlasspflegschaft eingesetzt werden kann. Generell ist jedoch zwischen Nachlasspfleger und Nachlassverwalter ein Unterschied zu treffen. WĂ€hrend der Verwalter wie oben gesehen die Erfassung und Verteilung der Erbmasse erwirken soll, kommt ein Nachlasspfleger dann zum Einsatz, wenn keine Erben durch die gerichtliche Ermittlung auffindbar waren und das Erbe noch nicht angenommen wurde.

Den Nachlasspfleger bestellen können entweder NachlassglÀubiger oder aber das Nachlassgericht von sich aus, um die Nachlasspflegschaft trotz bis dato fehlender Erben zu gewÀhrleisten.

Der Nachlasspfleger hat dann die Aufgabe, die Erbmasse beisammen zu halten und zu sichern, bis das Erbe abschließend angenommen oder ein rechtmĂ€ĂŸiger Erbe ermittelt wurde.

Der Nachlasspfleger kommt dann zum Einsatz, wenn das Erbe noch nicht angenommen ist und Erben fehlen.

Der Nachlasspfleger kommt dann zum Einsatz, wenn das Erbe noch nicht angenommen ist und Erben fehlen.

FĂŒr die Sicherung des gewissermaßen zu diesem Zeitpunkt herrenlosen Nachlasses hat der Nachlasspfleger entsprechend die Aufgabe, ein Vermögensverzeichnis anzulegen, in dem die Erbmasse zusammengefasst ist.

DarĂŒber hinaus können, sollten mögliche Erben oder Angehörige nach Eintritt des Erbfalls nicht auffindbar sein, vom Nachlasspfleger auch andere Aufgaben ĂŒbernommen werden, die mit dem Todesfall zusammentreffen. Hierzu zĂ€hlen insbesondere:

  • Organisation und Bestellung der Beerdigung
  • ggf. Verkauf von Hausrat und möglichen Immobilien
  • Auflösung der Wohnung des Verstorbenen inklusive KĂŒndigung des MietverhĂ€ltnisses
  • Einreichung und Erstellung der ErbschaftssteuererklĂ€rung

Auch der Dienst eines Nachlasspfleger ist mit Kosten verbunden. Hier gelten die Regelungen fĂŒr Nachlassverwalter entsprechend.

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Nachlassverwalter & Nachlasspfleger – Unterschiede und Aufgaben
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36 Gedanken zu „Nachlassverwalter & Nachlasspfleger – Unterschiede und Aufgaben

  1. Wengel

    Hallo, wir haben im Testament unseres Opas ein VermĂ€chtnis ĂŒber 10..000 € geerbt
    Das Gesamt-Erbe stand unter der Verwaltung eines Nachlasspflegers.
    Das VermÀchtnis soll am 10.04.2017 ausgekehrt werden.
    Der Nachlassverwalter ist nicht zu erreichen, weder Fax, Telefon, Mail. Nach Anfrage beim Nachlassgericht versucht man den Vw zu erreichen . GELINGT AUCH NICHT. Kanzlei existiert nicht mehr und so weiter.
    Wo die Gesamtsumme der Erbschaft in Höhe von 125.000 € sich befindet, weiß man beim NG nicht. Hier hat man bereits seit Ca 16 Monaten keinen Kontakt mehr zum Vw.
    Frage: In wie weit muss ein NG den Nachlassverwalter beaufsichtigen? Wo stehen entsprechende Anforderungen?
    Danke, danke!
    Mit freundlichen GrĂŒssen
    B. Wengel

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    1. Anwalt.org

      Hallo Wengel,

      in Ihrem speziellen Fall sollten Sie sich an einen Anwalt wenden. GrundsÀtzlich hat das Gericht im Rahmen seiner Aufsichtspflicht die Möglichkeit einzugreifen, wenn der Nachlassverwalter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Es kann dann ein Zwangsgeld sowie die Entlassung angeordnet werden.

      Ihr Team von anwalt.org

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  2. Renate M.

    Hallo, ich habe als Erben einen Sohn und zwei Geschwister. Die Erbmasse besteht lediglich aus meiner Wohnungseinrichtung. Bargeld oder Schulden sind nicht vorhanden. Ich möchte, dass mein Sohn alleiniger Erbe ist + meine Geschwister auf absolut nichts einen Anspruch haben. Wohin muss ich mich wenden, um das bereits zu meinen Lebzeiten zu klÀren ?

    Danke bereits im Voraus

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      1. Horst B.

        Ich war fast 1.5 Jahre notariell bestÀtigter Betreuer einer an Demenz und Depression erkrankten Dame, die im Dezember 2015 verstorben ist.
        Da es kein Testament gab, wurde ein Nachlassverwalter eingesetzt.
        Bis zum heitigen Tag gibt es keine Ergebnisse.
        Wem ist ein Nachlaßverwalter rechenschaftspflichtig und wie kann man Auskunft bekommen, wie der Stand der Dinge ist.
        Schließlich werden die Hinterlassenschaften – Eigentumswohnung, PKW – nicht unbedingt besser.

        Vielleicht können Sie mir eine Info geben.

        Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

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        1. Anwalt.org

          Hallo Horst,

          wenden Sie sich hierzu am besten an einen Anwalt oder das zustÀndige Gericht.

          Ihr Team von anwalt.org

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  3. Josef

    Hallo, ich war Betreuer einer verstorbenen Tante. Der Nachlass sowie Erben sind bekannt. Darf ich einen Nachlassverwalter mit der Sache beauftragen? Wer trÀgt die Kosten? Organisiert dieser dann auch die Grabpflege?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Josef,
      die Bestellung eines Nachlassverwalters kann durch Erben oder NachlassglĂ€ubiger erfolgen. Die Kosten des Nachlassverwalters sind durch den Nachlass oder von den Erben zu tragen. Der Nachlassverwalter kann sich ggf. auch um die Grabpflege kĂŒmmern, abhĂ€ngig ist dies von den jeweiligen Vereinbarungen.

      Ihr Team von anwalt.org

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  4. Diana

    Habe mal eine Frage! Meine Schwester ist verstorben die hat mit meinen Neffen zusammen gelebt. Jetzt wird die Wohnung gekĂŒndigt. Da wir das Erbe ausschlagen werden wĂŒrde ich gerne wissen ob mein Neffe Anspruch auf Möbel hat um sich eine neue Wohnung einrichten zu lassen.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Diana,

      wenn Ihr Neffe das Erbe ausschlĂ€gt, besteht in der Regel kein Anspruch auf einen Anteil. Schlagen Sie aus, Ihr Neffe jedoch nicht, kann er einen Anspruch auf die Möbel anmelden. Möchte er nach der Ausschlagung UnterstĂŒtzung fĂŒr Möbel beantragen, entscheidet das zustĂ€ndige Amt darĂŒber. Hier kann es ein Rolle spielen, ob das Erbe fĂŒr den Lebensunterhalt hĂ€tte herangezogen werden können. Im Zweifel sollten Sie rechtlich von einem Anwalt beraten lassen.

      Ihr Team von anwalt.org

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  5. Dennis

    Muss der Nachlassverwalter bei vereinbartem Stundenlohn seine Zeit gegenĂŒber dem Nachlassgericht belegen? Zweifle die Schlussrechnung an, insbesondere, da ich mir sicher bin, dass dort mehr Positionen aufgefĂŒhrt als tatsĂ€chlich durchgefĂŒhrt wurden.

    Danke.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Dennis,

      wenden Sie sich hier am besten an einen Anwalt. Wir können nicht beurteilen, inwieweit die Abrechnung berechtigt ist. Einen Nachweis ĂŒber die erbrachten Stunden bzw. Leistungen sollte es jedoch in der Regel geben.

      Ihr Team von anwalt.org

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  6. pico

    Hallo,
    mein Bruder und ich sind Erbe unseres verstorbenen Vaters. Wir hatten seit mehr als 15 Jahren keinen Kontakt und wissen nicht, ob Schulden und/oder Vermögen vorhanden sind. Unsere Tante hat uns nach der Wohnungsauflösung Akten sowie SteuererklĂ€rungen der letzten 10 Jahre ĂŒbergeben, außerdem ist noch fĂŒr 2016 und 2017 (?; Sterbejahr) die SteuererklĂ€rung anzufertigen. Wir ĂŒberlegen, das Erbe anzufechten. Was passiert mit diesen Unterlagen, den noch anzufertigenden SteuererklĂ€rungen?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo pico,

      wird das Erbe ausgeschlagen, entfallen alle Rechte am Erbe sowie auch alle Pflichten. Was mit den Unterlagen passiert, haben dann die folgenden Erben bzw. der Staat, wenn es keine Erben gibt, zu bestimmen. Nehmen Sie das Erbe an, kann das Finanzamt in der Regel bis ins Sterbejahr noch eine SteuererklĂ€rung von dern Erben fĂŒr den Verstorbenen verlangen.
      Im Zweifel können Sie sich bei einem Steuerhilfeverein beraten lassen.

      Ihr Team von anwalt.org

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  7. w. sandra

    hallo mein vater ist gestorben und ich bin das einzige leibliche kind und habe seit 35 jahren kein kontakt mehr gehabt. nun weiss ich nicht wo ich auskunft bekomme ĂŒber seine finanzlage, da er eine freundin hatte mit 2 kindern, aber sie ist schon seit jahren tod und die kinder verweigern mir jede auskunft.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo w. sandra,

      in diesem Fall sollten Sie sich beim zustÀndigen Amstgericht erkundigen und gegebenenfalls auch einen Anwalt hinzuziehen. Sie haben sechs Wochen Zeit das Erbe anzunehmen oder auszuschlagen. Ist es Ihnen nicht möglich Informationen zu erhalten, können eventuell nur rechtliche Schritte weiterhelfen.

      Ihr Team von anwalt.org

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  8. Calcagno

    Mein Mann ist in diesem Jahr verstorben. Er hatte auf seinen Wunsch alleine in Thailand gelebt, ich hier in Deutschland. Er hat alle finanziellen Angelegenheiten selbststĂ€ndig geregelt, so dass ich keinen Überblick ĂŒber bestehende private Rentenversicherungen von meinem Mann habe. Diesen Überblick hat mir die Familie meines Mannes, seine Schwester und sein Sohn, nicht zur VerfĂŒgung gestellt. Wie lĂ€sst sich ermitteln, ob ein Nachlassverwalter eingesetzt worden ist, der mir zur KlĂ€rung meines Erbes und Rentenanspruches weiterhelfen kann? Ich bin hier fĂŒr jede Information sehr dankbar.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Calcagno,

      das Nachlassgericht mĂŒsste in der Lage sein Ihnen diese Informationen mitteilen zu können. Wenden Sie sich an das Nachlassgericht an Ihrem Wohnort und erfragen Sie dort, welche Möglichkeiten bestehen, an diese Informationen zu gelangen.

      Ihr Team von anwalt.org

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  9. Sabine

    Hallo!

    Mein Vater hat von seinem Cousin 1/4 eines bebauten GrundstĂŒcks in Neubrandenburg geerbt. (Mein Vater selbst lebt in Niedersachsen). FĂŒr den weiteren 3/4 Miteigentumsanteil sind keine Erben auffindbar, da alle in Frage kommenden Personen inzwischen verstorben sind. Der Nachlassverwalter aus dem Nachlass des Cousins meines Vaters hat versucht Erben zu finden, die Suche blieb jedoch erfolglos. Gerne wĂŒrde mein Vater seinen Teil des GrundstĂŒcks verĂ€ußern. Welche Möglichkeit besteht, wenn die anderen Erben nicht gefunden werden, beziehungsweise keine Erben existieren? Wer trĂ€gt die Nachweispflicht darĂŒber, dass keine Erben vorhanden sind, und wie hat diese Nachweispflicht auszusehen? WĂŒrden die BemĂŒhungen des bereits tĂ€tig gewesenen Nachlassverwalters hier ausreichen? Wie kann das 1/4 des GrundstĂŒcks trotzdem verkauft werden? Wer ist in solchen FĂ€llen zustĂ€ndig und welche Kosten wĂŒrden fĂŒr meinen Vater entstehen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    Sabine

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Sabine,
      wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt fĂŒr Erbrecht.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  10. Susanne

    Unsere Mutter ist im November 2017 verstorben und hinterlÀsst zwei Töchter und einen Sohn. Das Testament ist bereits Mitte Januar 2018 den beiden Töchtern eröffnet worden. Der Sohn konnte bisher vom Nachlassgericht wegen eines Sperrvermerks beim Einwohnermeldeamt noch nicht ermittelt werden. Auch die Töchter wissen nichts vom Verbleib des Bruders, weil seit 35 Jahren kein Kontakt zu ihm besteht.
    Die gesamte Erbmasse (Bargeldvermögen im Wert von ca. 60000€) ist den Töchtern bekannt. ZunĂ€chst die eine Frage:
    Wie kann es sein, dass selbst ein Nachlassgericht beim Einwohnermeldeamt keine Auskunft bekommt?
    Das Testament beinhaltet, dass jeder der drei Kinder ein Drittel bekommen soll. Wie gehen wir jetzt mit der Erbmasse um, wenn der 3. Erbe noch fehlt?
    Können wir das Erbe schon entsprechend aufteilen und den Anteil des Bruders auf ein gesondertes Bankkonto “parken”. Wenn ja, wer verwaltet seinen Anteil, denn wir möchten keinesfalls mit dem Bruder in Kontakt treten. Das Elternhaus wurde vor 12 Jahren meiner Schwester ĂŒberschrieben mit eingetragenem lebenslangen Nießbrauchrecht fĂŒr unsere Mutter. Kann der Bruder, wenn er dann doch auftauchen sollte, AnsprĂŒche an meine Schwester stellen z. B. mit einem weiteren von ihm vorgelegten Testament neuerem Datums? Nun zur letzten Frage:
    Welches Risiko gehen wir bei einer Annahme der Erbschaft ein, wenn der Bruder verschuldet ist und eine BĂŒrgschaft ĂŒber seine Schulden von unserer Mutter erhalten hat?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Susanne,
      welche Schritte in Ihrem Einzelfall sinnvoll sind, sollten Sie ggf. mit einem Anwalt fĂŒr Erbrecht besprechen. Wir dĂŒrfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  11. AS

    ich habe da einen speziellen Fall und möchte dazu gerne eine weitere Info/ Meinung dazu haben.
    Nach seiten des Amtsgerichts ist das Nachlass verfahren aufgehoben seit Januar.
    eigentlich mĂŒsste die Nachlasspflegerin das Geld was auf dem Notarandender Konto liegt doch auszahlen dennoch passiert da nichts…jz haben wir zusĂ€zlich den erbschein den wir noch hin senden beauftragt obwohl schon vvom amtsgericht die bestĂ€tigung kam ..

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo,
      wir haben keine Kenntnis zum aktuellen Stand des Verfahrens und ggf. möglicher bestehender Auflagen. Besprechen Sie das weitere Vorgehen daher ggf. mit einem Anwalt fĂŒr Erbrecht.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  12. Jane a.

    Muß ein VermĂ€chtnis versteuert werden, wenn es durch einen nachlaßverwalter verwaltet wird und der VermĂ€chtnisnehmer aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht selbst dazu in der Lage ist?

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Jane a.,

      in der Regel löst auch ein VermÀchtnis Erbschaftssteuer aus. Die ist in § 3 ErbStG geregelt. Bei weiteren Fragen sollten Sie sich von einem Notar, einem Steuerberater oder einem Anwalt beraten lassen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  13. Patrick

    Hallo liebes Anwalt.org Team,

    kann ein Nachlassverwalter durch einen Erben bestellt werden, auch wenn bereits ein Nachlasspfleger durch das Gericht beauftragt ist?

    Und hafte ich als Erbe nur mit dem Nachlass des Verstorbenen, wenn eine Verwalter beauftragt wurde und nicht mit meinem Privatvermögen?

    Danke vorab!

    Antworten
  14. Mark D.

    Hi,

    I am English and have discovered your web-site whilst investigating my situation. My mother-in-law has been contacted by a “heir hunter” (a person in England who finds lost relatives of the deceased). They informed her that her brother died in Mannheim in 2016 and she is entitled to receive his inheritance. For a fee they will recover the inheritance. Would you know where they would have received this information? Do the notaries keep a list of people who have died without obvious heirs that the public can access? We are wondering if we can we find out the value of the inheritance to see if it is worth pursuing and whether the “heir hunters” are legitimate.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hello Mark D.,

      you might want to direct your questions towards the “Nachlassgericht” (probate court) at the place where your relative died. They should be able to at least tell you if there is an inheritance after all these years. There also should be a public record at the responsible Citizens Registration Office. Fpr legal advice we would recommend to contact a laywer whose expertise lies in German inheritance law. We cannot offer any legal consultation.

      Your team at anwalt.org

      Antworten
  15. Kolina

    Guten Tag,

    ist die Beantragung eines Nachlassverwalters nach dem Erbfall befristet? Wie lange nach dem Erbfall lÀsst sich eine Nachlassverwaltung beantragen?
    Ist das auch möglich, wenn die Gegenseite (Also die Erben) ĂŒber ein notarielles Testament verfĂŒgen und ein Nachlassverzeichnis erstellt haben?

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    Kolina

    Antworten
    1. Birgit

      Guten Tag,
      Folgendes Person ist verstorben hat eine nach ihrem Tod bevollmÀchtigte zur Auflösung ihres Haushaltes usw. bestellt.
      Erben soll diese person auch alles.
      Ein anderes Testament ist gefunden worden mit anderen erben.Das neuere ist nur von ihr unterschrieben sieht such nicht wie ihre schrift aus keine Zeugen welches gilt.
      Und darf schon bevor es geklÀrt ist die person das Auto der verstorbenen Nutzen (wertminderung,Versicherung etc.)
      Danke fĂŒr eure hilfe.

      Antworten
  16. Thomas

    Ich bin Erbe 3. Ordnung eines 1985 verstorbenen Erblassers geworden, habe aber erst kĂŒrzlich von dem Erbfall (FiskalerbrechtserklĂ€rung 1994) Kenntnis erlangt.
    Meine Fragen:
    1. kann ich fĂŒr meine 2013 verstorbene Mutter posthum ausschlagen, oder muss ich zwingend einen Erbschein fĂŒr sie beantragen um Erbe zu werden?
    2. Ferner wĂŒrde ich gerne zu Gunsten meines 1996 geborenen Sohnes ausschlagen; ist dies möglich (er wurde ja erst nach Eintritt des Erbfalles geboren)?
    3. wenn sich fĂŒr die Großeltern des Erblassers nicht mit Sicherheit klĂ€ren lĂ€sst, ob von ihnen weitere Abkömmlinge existieren, wird dann nach einem erfolglosen weiteren Erbenaufruf durch den NL-Pfleger (Ablauf der im Bundesanzeiger gesetzten Frist) eine erneute Pflegschaft fĂŒr die fraglichen 2/4 der Erbmasse angeordnet, oder geht die gesamte Erbmasse dann an den einzigen ermittelten Erben?

    Danke

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Dr. W. GĂŒnther,

      in der Regel endet die Nachlassverwaltung, wenn die Nachlassverbindlichkeiten beglichen sind oder wenn die Erbmasse nicht ausreicht, nachdem ein Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet wurde.Lassen Sie sich am besten von einem Anwalt fĂŒr Erbrecht beraten.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  17. S Olaf

    Hallo,
    unser Onkel ist verstorben.Das Erbe wurde durch einen Notar auf 10 Erben verteilt.
    Ich (Neffe des Verstorbenen)bin fĂŒr alle Erben der Ansprechpartner,habe die KĂŒndigung der Wohnung ,Bestattung ,Verkauf des KFZ usw.geregelt.
    Des Weiteren haben ich die ErbschaftssteuererklĂ€rung fĂŒr alle Erben bearbeitet.
    Meine Fragen: Darf ich mich als nicht Jurist “Nachlasspfleger oder gar Nachlassverwalter” nennen? Welche Risiken könnten auf mich zu kommen? DĂŒrfte ich den Erben eine finanzielle EntschĂ€digung in Rechnung stelle?Wenn ja wie hoch.

    Vielen Dank
    Olaf

    Antworten
  18. Susanne K

    Hallo,
    ich habe etwas geerbt und der Nachlassverwalter macht mir folgenden Vorschlag:

    “Zum weiteren Verfahren schlage ich vor, dass ich Ihnen einen Abschlussbericht mit Rechnungslegung zukommen lasse. Ich bitte diese zu prĂŒfen und – wenn fĂŒr Sie soweit alles in Ordnung ist- mir die dann beigefĂŒgte EntlastungserklĂ€rung unterzeichnet wieder zukommen zu lassen.

    Ich ĂŒbersende Ihnen ebenso meine VergĂŒtungsabrechnung, ebenfalls mit der Bitte um ÜberprĂŒfung und ggfs. Zustimmung. Ich könnte die Abschlussrechnung auch dem Gericht zukommen lassen. Diese wĂŒrde Sie Ihnen zur Stellungnahme weiterleiten, zudem meine VergĂŒtung gerichtlich festsetzten. Dies wĂŒrde aber das Verfahren um weitere Wochen hinausziehen, weshalb ich Ihnen die direkte Abwicklung mit mir vorschlage.”

    Macht es rechtlich und finanziell einen Unterschied, ob ich den Verwalter direkt entlaste und bezahle oder das ganze ĂŒber das Gericht laufen lasse? Gehe ich dabei ein Risiko ein?

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
    Susanne

    Antworten

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