Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 17. Februar 2021

erbauseinandersetzung.
Erbauseinandersetzung ‚Äď Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?
Erbengemeinschaft und Erbauseinandersetzung: Was gilt es zu beachten?

Erbengemeinschaft und Erbauseinandersetzung: Was gilt es zu beachten?

Wenn ein Erblasser verstirbt, hinterl√§sst er nicht selten mehrere Erben, die einen Anspruch auf den Nachlass erheben k√∂nnen. Ob die Erbfolge nun aber im Rahmen eines Testaments gewillk√ľrt wurde oder aber bei fehlenden Bestimmungen des Erblassers den gesetzlichen Grundlagen des B√ľrgerlichen Gesetzbuches (BGB) folgt: Eine bestehende Erbengemeinschaft muss in der Regel die Erbauseinandersetzung durchf√ľhren. Erst hiernach erhalten die Miterben laut Erbrecht den ihnen zustehenden Erbteil.

Doch wie genau l√§uft die Erbauseinandersetzung ab? Welche Kosten k√∂nnen hierf√ľr entstehen? Und ab wann gilt die Erbengemeinschaft als aufgel√∂st? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Erbengemeinschaft durch Auseinandersetzung auflösen

Erbengemeinschaft aufl√∂sen: Was bei Haus, Verm√∂gen und Grundst√ľck zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Erbengemeinschaft aufl√∂sen: Was bei Haus, Verm√∂gen und Grundst√ľck zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Mitglieder einer Erbengemeinschaft sind s√§mtliche Erben des Verstorbenen, wie sie entweder nach gesetzlicher oder aber nach gewillk√ľrter Erbfolge bestimmt sind. Alle Nachlassempf√§nger haben dabei einen bestimmten Erbteilsanspruch. Bei Eintritt des Erbfalles geht die Erbschaft jedoch in das gemeinsame Verm√∂gen der Gemeinschaft aus Miterben √ľber, nicht in das eines einzelnen.

Damit nun jeder Erbberechtigte den ihm zugesprochenen oder zustehenden Anteil an der Erbschaft erh√§lt, bedarf es jedoch der Auseinandersetzung hinsichtlich des Nachlasses. Dabei einigen sich die Miterben, wer welchen Anteil am Nachlass erh√§lt. Da es mitunter auch Einigungen √ľber Nachlassgegenst√§nde bedarf, deren Wert sich nicht immer exakt beziffern l√§sst, sollen die Mitglieder der Gemeinschaft dem Erbrecht nach zumindest eine ann√§hernd korrekte Verteilung erm√∂glichen.

Haben sich die Erben hinsichtlich der Erbauseinandersetzung abschlie√üend geeinigt und wurde jedem der ihm zustehende Erbteilsanspruch als alleiniges Eigentum √ľbertragen, erfolgt automatisch die Aufhebung der Erbengemeinschaft.

Welche Formen der Teilung des Nachlasses sind möglich?

Es gibt unterschiedliche M√∂glichkeiten, die Erbauseinandersetzung durchzuf√ľhren:

  1. Naturalteilung (auch Realteilung): Bei dieser Aufl√∂sung des Nachlasses als Gesamtverm√∂gen ist die Verteilung der Nachlassgegenst√§nde entsprechend der den Erben zustehenden Erbschaftsteile m√∂glich. Jeder Miterbe erh√§lt hierbei Gegenst√§nde (Haus, Aktien, GmbH-Anteile) aus der Erbmasse, ohne dass Ausgleichsanspr√ľche entstehen. Mitunter kann auch eine teilweise Ver√§u√üerung der Werte erfolgen.
  2. Realteilung mit Spitzenausgleich: Die Verteilung der Nachlassgegenst√§nde ist hier nicht dergestalt m√∂glich, dass alle Miterben den ihnen zustehenden Erbanteil erhalten. Es k√∂nnen sich hieraus Anspr√ľche auf Zahlungsausgleich ergeben. Erben, deren √ľbernommener Nachlassgegenstand den eigentlich zustehenden Erbteil √ľbersteigen, k√∂nnen hierbei eine Ausgleichszahlung an die anderen Miterben leisten.
  3. Erwerb aller Nachlassgegenst√§nde mit Abfindung: Einer der Miterben kann hierbei s√§mtliche Nachlassgegenst√§nde in sein Eigentum √ľberf√ľhren. Damit die anderen Parteien der Erbengemeinschaft hierin zustimmen, leistet der zuk√ľnftige Alleineigent√ľmer eine Abfindung, die entsprechend der Erbteilsanspr√ľche auf die anderen Erben der Erbengemeinschaft aufgeteilt wird.
  4. Aufkauf der √ľbrigen Erbteile: Als Abwandlung zu dem Erwerb der Nachlassgegenst√§nde kann ein Miterbe auch die Erbteile der anderen Beteiligten im Zuge der Erbauseinandersetzung aufkaufen. Die ausgel√∂sten Erben erhalten einen Ausgleich f√ľr den Erbteilsverzicht, der K√§ufer wird Alleinerbe bzw. Erbe zu gr√∂√üeren Teilen.
  5. Liquidation: Hierbei werden sämtliche Nachlassgegenstände veräußert. Der Erlös wird gemeinschaftliches Vermögen der Erbengemeinschaft. Dieses kann im Nachgang im Rahmen der Auseinandersetzung entsprechend der Erbquoten Aufteilung unter den Miterben finden.

Wann ist die Erbauseinandersetzung ausgeschlossen?

Nicht in jedem Fall ist die Erbauseinandersetzung jedoch möglich. Unterschiedliche Fallkonstellationen können die Auflösung der Erbengemeinschaft verzögern oder gar gänzlich verhindern.

Verzögernd können sich etwa folgende Aspekte auswirken:

  1. Die Zuweisung der Erbteilsanspr√ľche ist noch nicht abschlie√üend gekl√§rt, als ein Miterbe noch nicht geboren wurde (¬ß 2043 Absatz 1 BGB). In diesem Falle ist die Erbengemeinschaft ab dem Zeitpunkt der Geburt des Erbberechtigten vollst√§ndig. Erst dann kann die Erbauseinandersetzung anvisiert werden.
  2. Die Zuweisung der Erbteilsanspr√ľche ist noch nicht abschlie√üend gekl√§rt, als noch ein Verfahren √ľber die An- oder Aberkennung eines Kindes anh√§ngig ist oder aber eine vom Erblasser errichtete Stiftung noch nicht als rechtsf√§hig anerkannt wurde (¬ß 2043 Absatz 2 BGB).
  3. Das Aufgebotsverfahren ist noch nicht abgeschlossen (¬ß 2045 BGB). In diesem Zuge k√∂nnen Nachlassgl√§ubiger aufgefordert werden, ihre offenen Forderungen gegen√ľber der Erbschaft des Verstorbenen anzumelden. H√§ufig werden diesen hierf√ľr etwa sechs Monate einger√§umt (¬ß 2061 BGB).
  4. Die Nachlassverbindlichkeiten wurden noch nicht abschlie√üend aufgel√∂st (¬ß 2046 BGB). Bevor die Erbauseinandersetzung erfolgen kann, m√ľssen s√§mtliche Forderungen, f√ľr die der Erblasser mit seinem Nachlass haftete, mit Hilfe der Erbschaft getilgt werden. Erst die verbleibende Erbmasse kann entsprechend der den Miterben zustehenden Anteile Aufteilung finden. Gegebenenfalls muss bei etwaiger √úberschuldung des Verstorbenen gar ein Nachlassinsolvenzverfahren eingeleitet werden. Erst wenn alle Nachlassverbindlichkeiten abschlie√üend bereinigt wurden, steht die tats√§chlich zu verteilende Erbmasse fest.
Die Erbauseinandersetzung ist hingegen vollst√§ndig ausgeschlossen, wenn der Erblasser entsprechendes in einem Testament bestimmt hat (¬ß 2044 Absatz 1 BGB). Erst 30 Jahre nach Eintritt des Erbfalles kann eine solche letztwillige Verf√ľgung unwirksam werden (¬ß 2044 Absatz 2 BGB). Der Ausschluss kann auch nur auf einzelne Nachlassgegenst√§nde beschr√§nkt sein, um so etwa die Zerschlagung eines vererbten Unternehmens zu verhindern. In diesem Fall kann die Erbengemeinschaft z. B. eine Gesellschaft b√ľrgerlichen Rechts (GbR) gr√ľnden, um als rechtsf√§hige “Person” aufzutreten und zu handeln.

Wie erfolgt die Auflösung der Erbengemeinschaft?

F√ľr die Aufl√∂sung der Erbengemeinschaft ist die Auseinandersetzung erforderlich.

F√ľr die Aufl√∂sung der Erbengemeinschaft ist die Auseinandersetzung erforderlich.

Steht keiner der im Erbrecht benannten Gr√ľnde der Erbauseinandersetzung entgegen, kann jeder Miterbe diese verlangen (¬ß 2042 Absatz 1 BGB). Die Erbengemeinschaft muss sich also nicht geschlossen hierzu entschlie√üen, muss bei Verlangen aber dem Gesuch nachkommen.

Gr√ľnds√§tzlich sollen materielle Nachlassgegenst√§nde “in Natur” aufgeteilt werden (¬ß¬ß 2042, 752 BGB). F√ľr die Verteilung der Erbschaft kann es jedoch mitunter vonn√∂ten sein, einzelne Nachlassgegenst√§nde zu ver√§u√üern und in geldwerte Mittel umzuwandeln. Diesem Vorhaben d√ľrfen die Miterben nicht widersprechen, wenn eine andere L√∂sung nicht m√∂glich erscheint.

Besteht hinsichtlich einzelner Nachlassgegenst√§nde jedoch Uneinigkeit, k√∂nnen die Miterben zun√§chst auch nur die Auseinandersetzung des restlichen Nachlassverm√∂gens bestimmen und die Teilauseinandersetzung der verbleibenden Erbgegenst√§nde im Zweifel durch ein gerichtliches Verfahren anstreben. Hierzu bedarf es in aller Regel einer Erbauseinandersetzungsklage. Eine solche kann auch dann eingereicht werden, wenn einer der Miterben sich weigert, die Erbauseinandersetzung durchzuf√ľhren.

Zu ber√ľcksichtigen sind aber in jedem Fall etwaig getroffene Festlegungen des Erblassers im Rahmen einer testamentarischen Verf√ľgung. Hat dieser hierin bestimmt, dass einzelne Nachlassgegenst√§nde nur einem bestimmten Erben zukommen sollen, haben derlei Festschreibungen Vorrang.

Im Rahmen der Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft sind die getroffenen Vereinbarungen nicht an bestimmte Formalien gebunden. Grunds√§tzlich k√∂nnen sich die Miterben m√ľndlich oder schriftlich hinsichtlich der Aufteilung der Erbschaft einigen. Lediglich bei der Eigentums√ľbertragung von Nachlassgegenst√§nden wie einer Immobilie, Anteilen an einem Unternehmen u. a. bedarf es der schriftlichen und notariellen Beurkundung in Form eines Erbauseinandersetzungsvertrages.

Wie sieht ein Erbauseinandersetzungsvertrag aus?

Wie bereits angemerkt, ist das Aufsetzen eines Vertrages nicht in jedem Fall zwingend notwendig. Sind jedoch im Rahmen der Erbauseinandersetzung Grundst√ľck, Immobilie oder Unternehmensanteile betroffen, die nur durch notariellen Vertragsschluss √ľbertragen werden k√∂nnen, m√ľssen die Miterben einen entsprechenden immer erstellen.

Grunds√§tzlich kann zum Ausschluss etwaiger sp√§terer Nachforderungen eines Miterben stets ein Erbauseinandersetzungsvertrag geschlossen werden. Hierin k√∂nnen die Miterben die √úbertragung der einzelnen Nachlassgegenst√§nde und Erbschaftsanteile festlegen, Auszahlungs- und √úbertragungsdatum bestimmen. Mit Unterzeichnung aller Miterben wird dieser verbindlich – bei Immobilien√ľbertragungen u. a. ist die zus√§tzliche notarielle Beurkundung erforderlich. Sofern keine unwirksamen Klauseln enthalten sind, kann im Nachgang auch keiner der Miterben dagegen vorgehen.

Erbauseinandersetzungsvertrag – Ein Muster

Ein Erbauseinandersetzungsvertrag kann hilfreich sein, ist aber nicht automatisch immer Pflicht.

Ein Erbauseinandersetzungsvertrag kann hilfreich sein, ist aber nicht automatisch immer Pflicht.

Im Folgenden stellen wir Ihnen ein kostenloses Muster f√ľr einen Erbauseinandersetzungs¬≠vertrag zur Verf√ľgung. Sie k√∂nnen dieses herunterladen und an Ihre jeweilige Situation anpassen.

Beachten Sie jedoch, dass stets der Rat eines Notars einzuholen ist, um unwirksame Vertragsklauseln zu vermeiden.

Sind Immobilien oder andere Nachlass¬≠gegenst√§nde Bestandteil der Vertragsschlie√üung bedarf es ohnehin der notariellen Beurkundung. Ohne eine solche ist die Verm√∂gens√ľbertragung nicht rechtsg√ľltig.

– MUSTER –
– Erbauseinandersetzungvertrag –
√ľber den Nachlass des am [Datum] verstorbenen Herrn [Name].

 

Durch öffentliches Testament wurde der Erblasser beerbt von

  1. seiner Ehefrau [Name] zur H√§lfte des Nachlasses (¬Ĺ).
  2. seinen beiden Kindern
    a. [Name] zu einem Viertel des Nachlasses (¬ľ).
    b. [Name] zu einem Viertel des Nachlasses (¬ľ).

Zum Zwecke der endg√ľltigen Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft erfolgt die folgende Vereinbarung:

I. Bestandsverzeichnis des Nachlasses

Die Erben stellen im Einvernehmen fest, dass der Nachlass des Erblassers zum Tag der Vertragsaufsetzung [Datum] wie folgt gegliedert ist:

Barvermögen und Bankguthaben:
Immobilie und Grundst√ľcke (Wert):
Pkw [Marke, Kfz-Brief] (Verkehrswert):

… Euro
… Euro
… Euro

Nach in Abzug zu bringenden Nachlassverbindlichkeiten in Höhe von

Kreditablösung:
Kosten f√ľr die Beerdigung:
Kosten f√ľr die Auseinandersetzung:
Kosten f√ľr Sachverst√§ndigengutachten zur Wertermittlung:
ergibt sich damit ein Nettogesamtvermögen in Höhe von

… Euro
… Euro
… Euro
… Euro
… Euro.

II. Auseinandersetzungsvereinbarung

[Hier können Sie die entsprechende Aufteilung der Vermögensbestände bestimmen.]

BEISPIEL:

Die Parteien beschließen einvernehmlich:

Die Erbin zu 1. √ľbernimmt Grundst√ľck und darauf befindliches Einfamilienhaus. Es geht in ihr alleiniges Eigentum √ľber. Der Erblasser hat dies in seiner letztwilligen Verf√ľgung bestimmt. Der ermittelte Verkehrswert entspricht dem Erbteilsanspruch der Erbin zu 1. auf die H√§lfte des Nachlasses.

Die Erben zu 2. veräußern den Pkw. Das hieraus sich ergebende verbleibende Nettovermögen, das der Hälfte des Gesamtnachlasses entspricht, teilen die Erben zu 2. zu gleichen Teilen.

Aufgrund der in dieser Erbauseinandersetzungsvereinbarung getroffenen Regelungen erhalten die Erbparteien folgende Nachlassgegenstände bzw. Summen aus dem Nachlass:

  • Erbin zu 1. erh√§lt Grundst√ľck und Immobilie im Wert von … Euro als alleiniges Eigentum
  • Erbe zu 2a erh√§lt aus der Aufl√∂sung … Euro
  • Erbe zu 2b erh√§lt aus der Aufl√∂sung … Euro
  • Die Parteien sind sich dahingehend einig, dass der Hausstand des Erblassers auf die Erbin zu 1. √ľbertragen wird. Eine Anrechnung auf ihren Erbteilsanspruch erfolgt nicht.

Diese Bestimmungen stimmen mit den W√ľnschen des Erblassers √ľberein.

III. √úbergabe- und Verrechnungsdatum

[Hier k√∂nnen Sie den entsprechenden Zeitpunkt festlegen, bis zu dem die Verm√∂gensmassen an die jeweiligen Miterben ausgezahlt werden sollen bzw. bis zu dem die √úbertragung von Immobilie und Grundst√ľck in das Alleineigentum erfolgt sein soll.]

BEISPIEL:

Die √úbertragung des Verm√∂gens in das Alleineigentum der Erbin zu 1. erfolgt am [Datum] durch √Ąnderungen des Grundbucheintrags [Urkunden-Nummer].

Die √úbertragung der Nachlassanteile an die Erben zu 2. erfolgt durch Auszahlungen am [Datum].

IV. Verzicht

Die Erbparteien einigen sich hiermit einvernehmlich dahingehend, dass alle weitergehenden Anspr√ľche auf den Nachlass mit Erf√ľllung der hier getroffenen Vereinbarung abgegolten sind. Die Vertragspartner verzichten gegenseitig auf weitere Forderungen den Nachlass betreffend. Diese wechselseitige Verzichtserkl√§rung wird von allen unterzeichnenden Parteien bestimmt.

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbin zu 1., Vor- und Zuname]

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbe zu 2a, Vor- und Zuname]

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbe zu 2b, Vor- und Zuname]

Bedarf es der notariellen Beurkundung und gegebenenfalls auch Aufsetzung von einem Erbauseinandersetzungsvertrag, entstehen Notarkosten. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich diese zusammensetzen.

Im √úbrigen: Ist ein Testamentsvollstrecker berufen, so hat dieser die Erbauseinandersetzung voranzutreiben. Im Zuge dessen ist er dazu verpflichtet, einen entsprechenden Teilungsvertrag aufzusetzen – kann dabei aber die Regeln f√ľr die Auseinandersetzung dann selbst bestimmen, wenn der Erblasser nichts anderes verf√ľgt hat.

Erbengemeinschaft auflösen РWelche Kosten entstehen?

F√ľr die Erbauseinandersetzung k√∂nnen Notarkosten entstehen, die sich nach dem Gesch√§ftswert richten.

F√ľr die Erbauseinandersetzung k√∂nnen Notarkosten entstehen, die sich nach dem Gesch√§ftswert richten.

Die Kosten f√ľr die Erbauseinandersetzung richten sich nach den zu treffenden Regelungen und zu vollziehenden Schritten. K√∂nnen sich die Miterben dabei einvernehmlich im Rahmen eines Erbauseinandersetzungsvertrages einigen, entstehen in aller Regel nur Geb√ľhren f√ľr die Aufsetzung des Vertrages und dessen Beurkundung.

Dieser Vorgang ist – wie schon mehrfach angemerkt – jedoch in aller Regel nur dann verbindlich, wenn auch Nachlassgegenst√§nde Teil der Auseinandersetzung sind, deren Eigentums√ľbertragung von Amts wegen der notariellen Beurkundung bed√ľrfen.

Aber wie genau setzen sich die Notarkosten bei der Erbauseinandersetzung zusammen? Diese richten sich nach den Angaben im sogenannten Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Nach dem Kostenverzeichnis (KV) k√∂nnen f√ľr das Beurkundungsverfahren insgesamt 2,0 Geb√ľhrens√§tze erhoben werden (Nr. 21100 KV GNotKG).

Der einfache Geb√ľhrensatz ergibt sich wiederum aus der Aufstellung in Anlage 2 GNotKG (Tabelle B). Hier erfolgt die Festsetzung der einfachen Geb√ľhr auf Grundlage des zugrundeliegenden Gegenstandswert, der sich wiederum aus den im zu beurkundenden Vertrag ber√ľcksichtigten Nachlassgegenst√§nde ergibt.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der Angaben aus Anlage 2 GNotKG:

Gesch√§fts­wert in EuroGeb√ľhr in EuroGesch√§fts­wert in EuroGeb√ľhr in Euro
10.00075750.0001.335
50.0001651.000.0001.735
110.0002731.500.0002.535
260.0005352.000.0003.335
500.0009353.000.0004.935

Soll zum Beispiel in einem Teilauseinandersetzungsvertrag die √úbertragung eines Grundst√ľcks inklusive darauf befindlichem Einfamilienhaus beschlossen werden, stellt der Wert von Grundst√ľck und Immobilie den Gesch√§ftswert dar.

Liegt der Verkehrswert bei 450.000 Euro, so ist laut Tabelle B in Anlage 2 GNotKG eine einfache Geb√ľhr von 835 Euro festgeschrieben. Bei der teilweisen Erbauseinandersetzung entst√ľnden hier Notarkosten in H√∂he von 1.670 Euro (2 x 835 Euro) f√ľr das Beurkundungsverfahren.

Bei einem Wert von 1,5 Millionen lägen die Kosten bereits bei 5.070 Euro (2 x 2.535 Euro).

Zusätzlich zu diesen Kosten kann der Notar 19 Prozent Mehrwertsteuer auf seine Rechnung aufschlagen.

Um bei einem Erbauseinandersetzungsvertrag die Kosten f√ľr die Beurkundung gering zu halten, bietet es sich in aller Regel an, nur einen Teilauseinandersetzungsvertrag beim Notar aufsetzen zu lassen, der sich ausschlie√ülich auf diejenigen Nachlassgegenst√§nde beschr√§nkt, f√ľr die die Beurkundung zwingend erforderlich ist.

Die Erbauseinandersetzung im Steuerrecht

F√ľr die Erbauseinandersetzung fallen in der Regel keine Steuern an.

F√ľr die Erbauseinandersetzung fallen in der Regel keine Steuern an.

Ebenso wie beim Erbfall selbst handelt es sich bei der Erbauseinandersetzung grundlegend um einen Vorgang, der steuerrechtlich keine Betrachtung findet. Dies gilt in jedem Fall f√ľr die Realteilung, bei der keine Ausgleichszahlungen erfolgen. Erstrecken sich die erhaltenen Nachlassgegenst√§nde nur auf den Erbteil nimmt das Erbrecht Unentgeltlichkeit an. In diesem Fall entstehen keine Steuern.

Sobald jedoch eine Veräußerung oder Auszahlung stattfindet, kann eine Steuerverpflichtung entstehen:

Sobald ein Erbe durch die √úbertragung eines Nachlassgegenstandes mehr erh√§lt als den ihm zustehenden Erbteil und hieraus eine Ausgleichszahlung an die anderen Erben notwendig wird, kann hieraus eine Steuerpflicht entstehen – sowohl f√ľr das Mehr an Erbschaft als auch f√ľr die Ausgleichszahlung.

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Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?
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22 Gedanken zu „Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?

  1. Maria B.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank f√ľr Ihre gut verst√§ndlichen Ver√∂ffentlichungen. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich zusammen mit meinen drei Geschwistern eine Auseinandersetzungsvereinbarung nach Ihrem Muster formuliert. Verteilt wurden drei St√ľcke Ackerland und eine Immobilie. Wir wollten die Unterschriften – wie von Ihnen vorgeschlagen – notariell beglaubigen lassen, um anschlie√üend die Eintragungen beim Grundbuchamt vornehmen zu lassen.

    Wir erhielten von unserem Notar den folgenden Kommentar zu Ihrer Ver√∂ffentlichung: “Ich darf anmerken, dass die von Ihnen im Internet gefundene Auskunft leider (mindestens) unscharf bis irref√ľhrend ist, da der Beitrag offenbar zwischen ‚ÄěBeglaubigung‚Äú und ‚ÄěBeurkundung‚Äú nicht unterscheidet.”

    Da der Kostenunterschied zwischen Beglaubigung und Beurkundung erheblich ist, w√ľrde ich mich freuen, wenn sie mir mitteilen k√∂nnten, auf welcher Rechtsgrundlage beruht, dass eine notarielle Beglaubigung ausreicht.

    Mit freundlichen Gr√ľ√üen
    Maria B.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Maria B.,

      vielen Dank f√ľr Ihren Hinweise bez√ľglich der Formulierung. Wir werden den Text entsprechen anpassen, da es sich um eine Beurkundung handelt.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  2. Johannes

    Guten Tag,

    vielen Dank f√ľr die interessanten Artikel.

    Ich habe an der Stelle mal eine Frage zu einer Erbengemeinschaft, die nach Verkauf einer geerbten Immobilie den gr√∂√üten Teil des Erbes bereits unter den vier Erben aufgeteilt hat. Einer der Erben hatte zu Lebzeiten und √ľber den Tod hinaus Verf√ľgungsgewalt √ľber das Girokonto des Verstorbenen. Auf diesem befindet sich nach wie vor ein Teil der Erbschaft. Ein Teil davon sollte f√ľr die Grabpflege auf ein separates Konto eingezahlt werden.

    Der Erbe mit der Verf√ľgungsgewalt ist ja in diesem Fall sozusagen treuh√§nderisch t√§tig, oder verh√§lt sich das anders?

    Nun ist es so, dass drei der Erben sich regelm√§ssig abstimmen und einig sind. der vierte Erbe versucht nun seit geraumer Zeit, Ausk√ľnfte √ľber den Kontostand zu erhalten. Dieser wird ihm aber bislang ohne Begr√ľndung verweigert bzw mittlerweile reagiert man gar nicht mehr auf entsprechende Anfragen.

    Da es sich ja um ein gemeinsames Erbe handelt, gehe ich davon aus, dass ein Recht auf Auskunft √ľber den Kontostand besteht. Wenn sich die drei anderen Erben weiterhin einig sind und eine Auskunft verweigern, wie k√∂nnte dann eine angemessene Reaktion aussehen?

    Vermutlich eine banale Frage, aber ich komme an der Stelle einfach nicht recht weiter.

    Ich freue mich auf Ihre Gedanken zum Thema und bedanke mich schon jetzt f√ľr die Antwort. Viele Gr√ľ√üe,

    Johannes

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Johannes,

      grunds√§tzlich muss der Kontostand zum Zeitpunkt der Erbaufteilung bekannt sein. Nach Erbantritt aller Erben sollte der Kontostand des Kontos keine Rolle mehr spielen. Ein Anwalt f√ľr Erbrecht kann Ihren Fall allerdings in allen Einzelheiten betrachten und sie genau beraten.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  3. Birgit S.

    Guten Tag,
    wir haben eine Erbengemeinschaft von 3 Erben wovon 1 Erbe sich weigert dem Verkauf
    des geerbten Hauses mit Grundst√ľck (180.000,– ‚ā¨) zuzustimmen. Wenn wir nunmehr eine Erbauseinandersetzungsklage anstreben ben√∂tigen wir hierf√ľr einen Anwalt oder k√∂nnen wir selbst damit zu Gericht gehen? Und k√∂nnen Sie uns mitteilen welche Kosten f√ľr diese Klage ca. auf uns zukommen?
    F√ľr eine Antwort w√§ren wir Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichem Gruß
    B S.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Birgit S.,

      bei einem Streitwert von √ľber 5.000 Euro wird auch bei Zivilprozessen vor Gericht die Vertretung durch einen Anwalt verlangt. Die Kosten richten sich nach dem Streitwert und den gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Anwaltsverg√ľtung sowie der Geb√ľhrenordnung. Eine pauschale Aussage k√∂nnen wir daher nicht treffen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  4. Volenec

    Guten Tag,
    wir hatten eine Erbauseinandersetzung, nachdem meine beiden T√∂chter ihre Anteile von jeweils 12,5% an mich zur√ľck √ľbertragen haben. Der Notar versicherte mir, das zur Kostenbberechnung nur der Anteil als Grundlage herangezogen wird, der nicht ohnehin schon mir geh√∂rt. Damit h√§tten nach Adam Ries lediglich 25% des Wertes zur Berechnung dienen d√ľrfen. Berechnet wurde aber auf Grundlage des Gesamtwertes, also volle Kosten nach Gruppe 2.
    Wie werden die Kosten nun korrekt berechnet?

    F√ľr eine Antwort bedanke ich mich schon im Voraus

    Mit freundlichen Gr√ľ√üen TV

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Volenec,

      in diesem Fall sollten Sie sich an einen Notar oder gegebenenfalls auch an einen Anwalt f√ľr Erbrecht wenden. Wir k√∂nnen rechtlich nicht beurteilen, ob es hier zu einem Fehler gekommen oder die Berechnung korrekt ist.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  5. Chris

    Guten Tag,
    es geht um das Erbe meiner leiblichen Mutter.
    Wir sind gemäß Berliner Testament insgesamt 5 Schlusserben.
    2 leibliche Kinder aus der ersten Ehe meiner Mutter (ich inbegriffen)
    3 aus der ersten Ehe des verstorbenen 2.Mannes meiner Mutter (keine leiblichen oder angenommenen Kinder meiner Mutter).

    Meine Mutter hinterlässt eine Eigentumswohnung.
    Ich w√ľrde diese gerne √ľbernehmen und den anderen 4 Erben deren Anteile abkaufen.

    Wie sehe jetzt die Erbenauseinandersetzung aus ?
    Muss diese wegen der Wohnung zwingend √ľber einen Notar laufen ?
    Muss ICH ! dann pro anderen Erbe die Geb√ľhren bezahlen, also 4 mal ?, oder muss jeder Erbe diese Geb√ľhren einer Auseinandersetzung bezahlen?
    Kann ich privat eine Vereinbarung / Vertrag mit den anderen Erben treffen und nur diese durch einen Notar beurkunden lassen ?
    Wird damit auch das Grundbuch angepasst?

    Ganz wichtig ist noch die Frage ob ich als urspr√ľnglicher Miterbe Grunderwerbssteuerpflichtig w√§re?

    Vielen Dank und
    mit freundlichen Gr√ľ√üen

    Chris

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Chris,
      grunds√§tzlich m√ľssen Immobilien√ľbertragungen durch einen Notar beurkundent werden. Wie sich dies in Ihrem individuellen Fall gestaltet, sollten Sie mit einem solchen besprechen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  6. Niklaus

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir sind eine Erbengemeinschaft von 3 Erben (Geschwister) mit einer Immobilie in Th√ľringen, die gem√§ss Testament nicht vor ableben aller Geschwister verkauft werden darf. Ein Erbe m√∂chte die Erbengemeinschaft verlassen ohne finanzielle Forderungen.
    Ist das ohne Probleme möglich und kann das von einem beliebigen Anwalt oder Notar getätigt werden?
    F√ľr eine Antwort w√§re ich Ihnen dankbar.
    Freundliche Gr√ľsse

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Niklaus,
      grundsätzlich sollten SIe sich mit diesem Anliegen an jeden Notar wenden können.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  7. Christian G.

    Guten Tag,
    unsere Eltern haben zu Lebzeiten schon per notariellem Testament verf√ľgt, dass nach ableben des letzten Ehepartners zwei Immobilien an uns beide verteilt wurden. Also, dass der eine Haus A, und der Andere Haus B bekommt. Weitere Verm√∂gen sind nicht vorhanden. Unser Vater ist schon 2003 verstorben und jetzt leider auch unsere Mutter.
    Mein Bruder und ich sind uns vollkommen einig √ľber diese Art der Verteilung.
    Nun habe ich die Auskunft bekommen, dass zwar die √Ąnderung der Grundbucheintr√§ge die n√§chsten zwei Jahre kostenlos sind, aber man verlangt von uns diese Erbauseinandersetzung die von einem Notar durchgef√ľhrt werden muss.
    Leider hat Ihre Lobby da gute Arbeit geleistet und sch√∂pft f√ľr wenig Arbeit viel Geld ab.
    Bei unseren H√§usern sind es ca. 350.000‚ā¨ was dann ja ca. 600-700 Euro und das mal 2 macht plus Mwst.. Dazu kommen noch etwahige weitere Auslagen.
    Ich bin jetzt mal ehrlich und obwohl ich den meisten Anw√§lten und Notaren nicht traue wenn es um die einstreichbaren Geb√ľhren geht und ich dies ehrlich kundtue, bin ich mal gespannt ob ich ebenfalls eine ehrliche antwort bekomme.
    Welche Möglichkeiten haben wir, da mein Bruder und ich uns einig sind, so wenig wie möglich an Ihre Zunftskollegen zu bezahlen?
    Aber bitte keine Aussagen wie, wir sind da an die Geb√ľhrentabellen gebunden!
    Damit hat mich ein Anwalt schon bei meiner Scheidung versucht hereinzulegen obwohl ich sogar mit meiner Ex einig war! Diese Tabellen können so oder so ausgelgt werden.
    Also worauf sollten wir achten um die Tabellen so g√ľnstig wie m√∂glich f√ľr uns (nicht f√ľr den Anwalt) auszulegen, oder wie ich eventuelle Tricks ihrer nicht so ehrlichen Kollegen entgehen kann?

    Mit freundlichen Gr√ľ√üen

    P.S. Mich w√ľrde es wundern wenn ich eine sinnvolle Antwort hier bekomme. Aber ich schreib halt gern. :-)

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Christian G.,

      die Redaktion von anwalt.org kann keine rechtliche Beratung anbieten. Eventuell kann Ihnen vor Ort ein eingetragener Verein, der sich mit Erbrechtsfragen befasst, behilflich sein.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  8. Mira D.

    Durch ein Erbe wird in der Familie eine Grundteilung notwendig. Vielen Dank f√ľr Ihre Informationen dazu! Zwei Geschwister wollen behalten und einer verkaufen. Wie einigt man sich, wer welches St√ľck des Grundst√ľckes erh√§lt? Entscheidet man per Losverfahren, wenn man sich nicht einig wird?

    Antworten
  9. Ins

    Guten Tag,
    vor drei Jahren verstarb mein Mann, welcher einen unehrlichen Sohn hinterlie√ü. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, mit welchem ich in dem zusammen erworbenen Haus wohne. Ein Testament gab es nicht, ich befinde mich in einer Erbengemeinschaft, in der ich alles versucht habe, um den Sohn auszuzahlen. Er reagiert auf kein Schreiben jeglicher Art, eine Erbauseinandersetzungskkage kommt f√ľr mich nicht in Frage. Ich zahle alle Kosten und Verbindlichkeiten allein. Was passiert, wenn auch ich ab jetzt unt√§tig bleibe, der Sohn im Grundbuch steht und ich die Sache aussitze? Kann das zuk√ľnftig finanziell nachteilig f√ľr mich sein? Das Haus m√∂chte ich nicht verkaufen. Kann der Erbe z. B. nach 20 Jahren mehr als sein Erbanteil zum Todeszeitpunkt meines Mannes verlangen?
    Vielen Dank

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  10. Petra

    Habe mal eine Frage: Meine Mutter hat zusammen mit Ihrer Schwägerin (Schwester des Verstorbenen) von meinem Stiefvater geerbt 3/4 zu 1/4.
    Wir wollten einen Vertrag beim Notar aufsetzen, damit die Schwägerin Ihren Anteil erhält, aber diese ist dann releativ schnell auch verstorben, bevor wir das machen konnten.
    Die Anspr√ľche wurden dann vom ” Sozialamt” geltend gemacht, weil sie die letzten Jahre vom Staat gelebt hat und sind auch alle mittlerweile von meiner Mutter beglichen.
    Mit wem muss sie denn jetzt eine Erbauseinandersetzung machen??
    Knifflig oder? Sollen wir einen Notar oder einen RA f√ľr Erbrecht einschalten? Oder k√∂nnen wir das selbst beantragen? Vor allem geht es um die Eintragung ins Grundbuch. Danke f√ľr eine Antwort.

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  11. Philipp

    Hallo zusammen.

    Folgende Situation:
    Erblasser hinterlässt eine Immobilie die ihm zu 90% gehört. Seine 4 Kinder sollen diese Immobilie gleichermaßen erhalten. Zwei der Kinder halten jeweils 5% der Immobilie.
    Im Testament steht nun, die Immo soll allen vier Kindern zu gleichen Teilen geh√∂ren. Allerdings ist ja die Erbma√üe nur 90%. Somit w√ľrden ja, ohne Erbauseinandersetzung die 90% √ľber Erbengemeinschaft eingetragen werden und die zwei Kinder h√§tten somit 27.5% jeweils.
    ist das richtig?
    Gibt es noch einen anderen Weg dass alle vier Kinder bei 25% rauskommen ohne einen Notar einzuschalten (um sich diese Kosten zu sparen).

    Danke :)
    LG
    Philipp

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  12. Thomas

    Als ich einmal Auskunft √ľber bestimmte Rechtsangelegenheiten brauchte, rief ich bei einer Anwaltskammer an. Da hat man mir Informationen zu Anw√§lten in meiner N√§he gegeben. Das war sehr bequem.

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  13. Thom

    Der Ehemann einer Nachbarin ist vorige Woche gestorben. Er hatte vier Kinder und viele andere Verwandten. Jetzt streiten sich alle, wem was geh√∂ren sollte. Daher beauftragte die Nachbarin einen Anwalt f√ľr Erbrecht.

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  14. Axel

    Guten Tag,
    die Erben meiner versorbenen Schwiegermutter sind ihre beiden T√∂chter. Das Erbe besteht im wesentlichen aus einem Einfamilienhaus – Wert 400 000 ‚ā¨.
    Die Erben sind sich einig, dass das Einfamilienhausan den Sohn der Tochter A (gegen Entgelt) √ľbergehen soll.
    Grunderwerbsteuer fällt nach meiner Kenntnis nicht an, wenn die Tochter A das Haus erwirbt.
    Bei einem Verkauf das Hauses durch Tochter A an deren Sohn fällt ebenfalls keine Grunderwerbsteuer an.
    Diese Vorgehensweise erscheint mir umständlich, zeitaufwendig und wahrlich sehr kostenaufwendig.
    Gibt es eine Möglichkeit, obige Vorgänge in einbem Vertrag abzuschließen und den Anfall einer Grunderwerbsteuer auszuschließen

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  15. Meister

    Ich habe eine Frage zu den Kosten.
    Habe ich in diesen Artikel vielleicht √ľberlesen oder es wurde nicht erw√§hnt.
    Wer zahlt aus der Erbengemeinschaft die Notarkosten? Was ist wenn sich einer vor den Notarkosten dr√ľckt weil er vielleicht Insolvent ist? Stellt der Notar seine Kostenrechnung an alle Erben gleich oder muss einer bluten???

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