Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 27. Mai 2020

erbauseinandersetzung.
Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?
Erbengemeinschaft und Erbauseinandersetzung: Was gilt es zu beachten?

Erbengemeinschaft und Erbauseinandersetzung: Was gilt es zu beachten?

Wenn ein Erblasser verstirbt, hinterlĂ€sst er nicht selten mehrere Erben, die einen Anspruch auf den Nachlass erheben können. Ob die Erbfolge nun aber im Rahmen eines Testaments gewillkĂŒrt wurde oder aber bei fehlenden Bestimmungen des Erblassers den gesetzlichen Grundlagen des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches (BGB) folgt: Eine bestehende Erbengemeinschaft muss in der Regel die Erbauseinandersetzung durchfĂŒhren. Erst hiernach erhalten die Miterben laut Erbrecht den ihnen zustehenden Erbteil.

Doch wie genau lĂ€uft die Erbauseinandersetzung ab? Welche Kosten können hierfĂŒr entstehen? Und ab wann gilt die Erbengemeinschaft als aufgelöst? Dies und mehr erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Erbengemeinschaft durch Auseinandersetzung auflösen

Erbengemeinschaft auflösen: Was bei Haus, Vermögen und GrundstĂŒck zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Erbengemeinschaft auflösen: Was bei Haus, Vermögen und GrundstĂŒck zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Mitglieder einer Erbengemeinschaft sind sĂ€mtliche Erben des Verstorbenen, wie sie entweder nach gesetzlicher oder aber nach gewillkĂŒrter Erbfolge bestimmt sind. Alle NachlassempfĂ€nger haben dabei einen bestimmten Erbteilsanspruch. Bei Eintritt des Erbfalles geht die Erbschaft jedoch in das gemeinsame Vermögen der Gemeinschaft aus Miterben ĂŒber, nicht in das eines einzelnen.

Damit nun jeder Erbberechtigte den ihm zugesprochenen oder zustehenden Anteil an der Erbschaft erhĂ€lt, bedarf es jedoch der Auseinandersetzung hinsichtlich des Nachlasses. Dabei einigen sich die Miterben, wer welchen Anteil am Nachlass erhĂ€lt. Da es mitunter auch Einigungen ĂŒber NachlassgegenstĂ€nde bedarf, deren Wert sich nicht immer exakt beziffern lĂ€sst, sollen die Mitglieder der Gemeinschaft dem Erbrecht nach zumindest eine annĂ€hernd korrekte Verteilung ermöglichen.

Haben sich die Erben hinsichtlich der Erbauseinandersetzung abschließend geeinigt und wurde jedem der ihm zustehende Erbteilsanspruch als alleiniges Eigentum ĂŒbertragen, erfolgt automatisch die Aufhebung der Erbengemeinschaft.

Welche Formen der Teilung des Nachlasses sind möglich?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Erbauseinandersetzung durchzufĂŒhren:

  1. Naturalteilung (auch Realteilung): Bei dieser Auflösung des Nachlasses als Gesamtvermögen ist die Verteilung der NachlassgegenstĂ€nde entsprechend der den Erben zustehenden Erbschaftsteile möglich. Jeder Miterbe erhĂ€lt hierbei GegenstĂ€nde (Haus, Aktien, GmbH-Anteile) aus der Erbmasse, ohne dass AusgleichsansprĂŒche entstehen. Mitunter kann auch eine teilweise VerĂ€ußerung der Werte erfolgen.
  2. Realteilung mit Spitzenausgleich: Die Verteilung der NachlassgegenstĂ€nde ist hier nicht dergestalt möglich, dass alle Miterben den ihnen zustehenden Erbanteil erhalten. Es können sich hieraus AnsprĂŒche auf Zahlungsausgleich ergeben. Erben, deren ĂŒbernommener Nachlassgegenstand den eigentlich zustehenden Erbteil ĂŒbersteigen, können hierbei eine Ausgleichszahlung an die anderen Miterben leisten.
  3. Erwerb aller NachlassgegenstĂ€nde mit Abfindung: Einer der Miterben kann hierbei sĂ€mtliche NachlassgegenstĂ€nde in sein Eigentum ĂŒberfĂŒhren. Damit die anderen Parteien der Erbengemeinschaft hierin zustimmen, leistet der zukĂŒnftige AlleineigentĂŒmer eine Abfindung, die entsprechend der ErbteilsansprĂŒche auf die anderen Erben der Erbengemeinschaft aufgeteilt wird.
  4. Aufkauf der ĂŒbrigen Erbteile: Als Abwandlung zu dem Erwerb der NachlassgegenstĂ€nde kann ein Miterbe auch die Erbteile der anderen Beteiligten im Zuge der Erbauseinandersetzung aufkaufen. Die ausgelösten Erben erhalten einen Ausgleich fĂŒr den Erbteilsverzicht, der KĂ€ufer wird Alleinerbe bzw. Erbe zu grĂ¶ĂŸeren Teilen.
  5. Liquidation: Hierbei werden sĂ€mtliche NachlassgegenstĂ€nde verĂ€ußert. Der Erlös wird gemeinschaftliches Vermögen der Erbengemeinschaft. Dieses kann im Nachgang im Rahmen der Auseinandersetzung entsprechend der Erbquoten Aufteilung unter den Miterben finden.

Wann ist die Erbauseinandersetzung ausgeschlossen?

Nicht in jedem Fall ist die Erbauseinandersetzung jedoch möglich. Unterschiedliche Fallkonstellationen können die Auflösung der Erbengemeinschaft verzögern oder gar gÀnzlich verhindern.

Verzögernd können sich etwa folgende Aspekte auswirken:

  1. Die Zuweisung der ErbteilsansprĂŒche ist noch nicht abschließend geklĂ€rt, als ein Miterbe noch nicht geboren wurde (§ 2043 Absatz 1 BGB). In diesem Falle ist die Erbengemeinschaft ab dem Zeitpunkt der Geburt des Erbberechtigten vollstĂ€ndig. Erst dann kann die Erbauseinandersetzung anvisiert werden.
  2. Die Zuweisung der ErbteilsansprĂŒche ist noch nicht abschließend geklĂ€rt, als noch ein Verfahren ĂŒber die An- oder Aberkennung eines Kindes anhĂ€ngig ist oder aber eine vom Erblasser errichtete Stiftung noch nicht als rechtsfĂ€hig anerkannt wurde (§ 2043 Absatz 2 BGB).
  3. Das Aufgebotsverfahren ist noch nicht abgeschlossen (§ 2045 BGB). In diesem Zuge können NachlassglĂ€ubiger aufgefordert werden, ihre offenen Forderungen gegenĂŒber der Erbschaft des Verstorbenen anzumelden. HĂ€ufig werden diesen hierfĂŒr etwa sechs Monate eingerĂ€umt (§ 2061 BGB).
  4. Die Nachlassverbindlichkeiten wurden noch nicht abschließend aufgelöst (§ 2046 BGB). Bevor die Erbauseinandersetzung erfolgen kann, mĂŒssen sĂ€mtliche Forderungen, fĂŒr die der Erblasser mit seinem Nachlass haftete, mit Hilfe der Erbschaft getilgt werden. Erst die verbleibende Erbmasse kann entsprechend der den Miterben zustehenden Anteile Aufteilung finden. Gegebenenfalls muss bei etwaiger Überschuldung des Verstorbenen gar ein Nachlassinsolvenzverfahren eingeleitet werden. Erst wenn alle Nachlassverbindlichkeiten abschließend bereinigt wurden, steht die tatsĂ€chlich zu verteilende Erbmasse fest.
Die Erbauseinandersetzung ist hingegen vollstĂ€ndig ausgeschlossen, wenn der Erblasser entsprechendes in einem Testament bestimmt hat (§ 2044 Absatz 1 BGB). Erst 30 Jahre nach Eintritt des Erbfalles kann eine solche letztwillige VerfĂŒgung unwirksam werden (§ 2044 Absatz 2 BGB). Der Ausschluss kann auch nur auf einzelne NachlassgegenstĂ€nde beschrĂ€nkt sein, um so etwa die Zerschlagung eines vererbten Unternehmens zu verhindern. In diesem Fall kann die Erbengemeinschaft z. B. eine Gesellschaft bĂŒrgerlichen Rechts (GbR) grĂŒnden, um als rechtsfĂ€hige “Person” aufzutreten und zu handeln.

Wie erfolgt die Auflösung der Erbengemeinschaft?

FĂŒr die Auflösung der Erbengemeinschaft ist die Auseinandersetzung erforderlich.

FĂŒr die Auflösung der Erbengemeinschaft ist die Auseinandersetzung erforderlich.

Steht keiner der im Erbrecht benannten GrĂŒnde der Erbauseinandersetzung entgegen, kann jeder Miterbe diese verlangen (§ 2042 Absatz 1 BGB). Die Erbengemeinschaft muss sich also nicht geschlossen hierzu entschließen, muss bei Verlangen aber dem Gesuch nachkommen.

GrĂŒndsĂ€tzlich sollen materielle NachlassgegenstĂ€nde “in Natur” aufgeteilt werden (§§ 2042, 752 BGB). FĂŒr die Verteilung der Erbschaft kann es jedoch mitunter vonnöten sein, einzelne NachlassgegenstĂ€nde zu verĂ€ußern und in geldwerte Mittel umzuwandeln. Diesem Vorhaben dĂŒrfen die Miterben nicht widersprechen, wenn eine andere Lösung nicht möglich erscheint.

Besteht hinsichtlich einzelner NachlassgegenstĂ€nde jedoch Uneinigkeit, können die Miterben zunĂ€chst auch nur die Auseinandersetzung des restlichen Nachlassvermögens bestimmen und die Teilauseinandersetzung der verbleibenden ErbgegenstĂ€nde im Zweifel durch ein gerichtliches Verfahren anstreben. Hierzu bedarf es in aller Regel einer Erbauseinandersetzungsklage. Eine solche kann auch dann eingereicht werden, wenn einer der Miterben sich weigert, die Erbauseinandersetzung durchzufĂŒhren.

Zu berĂŒcksichtigen sind aber in jedem Fall etwaig getroffene Festlegungen des Erblassers im Rahmen einer testamentarischen VerfĂŒgung. Hat dieser hierin bestimmt, dass einzelne NachlassgegenstĂ€nde nur einem bestimmten Erben zukommen sollen, haben derlei Festschreibungen Vorrang.

Im Rahmen der Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft sind die getroffenen Vereinbarungen nicht an bestimmte Formalien gebunden. GrundsĂ€tzlich können sich die Miterben mĂŒndlich oder schriftlich hinsichtlich der Aufteilung der Erbschaft einigen. Lediglich bei der EigentumsĂŒbertragung von NachlassgegenstĂ€nden wie einer Immobilie, Anteilen an einem Unternehmen u. a. bedarf es der schriftlichen und notariellen Beurkundung in Form eines Erbauseinandersetzungsvertrages.

Wie sieht ein Erbauseinandersetzungsvertrag aus?

Wie bereits angemerkt, ist das Aufsetzen eines Vertrages nicht in jedem Fall zwingend notwendig. Sind jedoch im Rahmen der Erbauseinandersetzung GrundstĂŒck, Immobilie oder Unternehmensanteile betroffen, die nur durch notariellen Vertragsschluss ĂŒbertragen werden können, mĂŒssen die Miterben einen entsprechenden immer erstellen.

GrundsĂ€tzlich kann zum Ausschluss etwaiger spĂ€terer Nachforderungen eines Miterben stets ein Erbauseinandersetzungsvertrag geschlossen werden. Hierin können die Miterben die Übertragung der einzelnen NachlassgegenstĂ€nde und Erbschaftsanteile festlegen, Auszahlungs- und Übertragungsdatum bestimmen. Mit Unterzeichnung aller Miterben wird dieser verbindlich – bei ImmobilienĂŒbertragungen u. a. ist die zusĂ€tzliche notarielle Beurkundung erforderlich. Sofern keine unwirksamen Klauseln enthalten sind, kann im Nachgang auch keiner der Miterben dagegen vorgehen.

Erbauseinandersetzungsvertrag – Ein Muster

Ein Erbauseinandersetzungsvertrag kann hilfreich sein, ist aber nicht automatisch immer Pflicht.

Ein Erbauseinandersetzungsvertrag kann hilfreich sein, ist aber nicht automatisch immer Pflicht.

Im Folgenden stellen wir Ihnen ein kostenloses Muster fĂŒr einen Erbauseinandersetzungs­vertrag zur VerfĂŒgung. Sie können dieses herunterladen und an Ihre jeweilige Situation anpassen.

Beachten Sie jedoch, dass stets der Rat eines Notars einzuholen ist, um unwirksame Vertragsklauseln zu vermeiden.

Sind Immobilien oder andere Nachlass­gegenstĂ€nde Bestandteil der Vertragsschließung bedarf es ohnehin der notariellen Beurkundung. Ohne eine solche ist die VermögensĂŒbertragung nicht rechtsgĂŒltig.

– MUSTER –
– Erbauseinandersetzungvertrag –
ĂŒber den Nachlass des am [Datum] verstorbenen Herrn [Name].

 

Durch öffentliches Testament wurde der Erblasser beerbt von

  1. seiner Ehefrau [Name] zur HĂ€lfte des Nachlasses (Âœ).
  2. seinen beiden Kindern
    a. [Name] zu einem Viertel des Nachlasses (Œ).
    b. [Name] zu einem Viertel des Nachlasses (Œ).

Zum Zwecke der endgĂŒltigen Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft erfolgt die folgende Vereinbarung:

I. Bestandsverzeichnis des Nachlasses

Die Erben stellen im Einvernehmen fest, dass der Nachlass des Erblassers zum Tag der Vertragsaufsetzung [Datum] wie folgt gegliedert ist:

Barvermögen und Bankguthaben:
Immobilie und GrundstĂŒcke (Wert):
Pkw [Marke, Kfz-Brief] (Verkehrswert):

… Euro
… Euro
… Euro

Nach in Abzug zu bringenden Nachlassverbindlichkeiten in Höhe von

Kreditablösung:
Kosten fĂŒr die Beerdigung:
Kosten fĂŒr die Auseinandersetzung:
Kosten fĂŒr SachverstĂ€ndigengutachten zur Wertermittlung:
ergibt sich damit ein Nettogesamtvermögen in Höhe von

… Euro
… Euro
… Euro
… Euro
… Euro.

II. Auseinandersetzungsvereinbarung

[Hier können Sie die entsprechende Aufteilung der VermögensbestÀnde bestimmen.]

BEISPIEL:

Die Parteien beschließen einvernehmlich:

Die Erbin zu 1. ĂŒbernimmt GrundstĂŒck und darauf befindliches Einfamilienhaus. Es geht in ihr alleiniges Eigentum ĂŒber. Der Erblasser hat dies in seiner letztwilligen VerfĂŒgung bestimmt. Der ermittelte Verkehrswert entspricht dem Erbteilsanspruch der Erbin zu 1. auf die HĂ€lfte des Nachlasses.

Die Erben zu 2. verĂ€ußern den Pkw. Das hieraus sich ergebende verbleibende Nettovermögen, das der HĂ€lfte des Gesamtnachlasses entspricht, teilen die Erben zu 2. zu gleichen Teilen.

Aufgrund der in dieser Erbauseinandersetzungsvereinbarung getroffenen Regelungen erhalten die Erbparteien folgende NachlassgegenstÀnde bzw. Summen aus dem Nachlass:

  • Erbin zu 1. erhĂ€lt GrundstĂŒck und Immobilie im Wert von … Euro als alleiniges Eigentum
  • Erbe zu 2a erhĂ€lt aus der Auflösung … Euro
  • Erbe zu 2b erhĂ€lt aus der Auflösung … Euro
  • Die Parteien sind sich dahingehend einig, dass der Hausstand des Erblassers auf die Erbin zu 1. ĂŒbertragen wird. Eine Anrechnung auf ihren Erbteilsanspruch erfolgt nicht.

Diese Bestimmungen stimmen mit den WĂŒnschen des Erblassers ĂŒberein.

III. Übergabe- und Verrechnungsdatum

[Hier können Sie den entsprechenden Zeitpunkt festlegen, bis zu dem die Vermögensmassen an die jeweiligen Miterben ausgezahlt werden sollen bzw. bis zu dem die Übertragung von Immobilie und GrundstĂŒck in das Alleineigentum erfolgt sein soll.]

BEISPIEL:

Die Übertragung des Vermögens in das Alleineigentum der Erbin zu 1. erfolgt am [Datum] durch Änderungen des Grundbucheintrags [Urkunden-Nummer].

Die Übertragung der Nachlassanteile an die Erben zu 2. erfolgt durch Auszahlungen am [Datum].

IV. Verzicht

Die Erbparteien einigen sich hiermit einvernehmlich dahingehend, dass alle weitergehenden AnsprĂŒche auf den Nachlass mit ErfĂŒllung der hier getroffenen Vereinbarung abgegolten sind. Die Vertragspartner verzichten gegenseitig auf weitere Forderungen den Nachlass betreffend. Diese wechselseitige VerzichtserklĂ€rung wird von allen unterzeichnenden Parteien bestimmt.

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbin zu 1., Vor- und Zuname]

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbe zu 2a, Vor- und Zuname]

[Ort, Datum]
…………………………………….
[Unterschrift Erbe zu 2b, Vor- und Zuname]

Bedarf es der notariellen Beurkundung und gegebenenfalls auch Aufsetzung von einem Erbauseinandersetzungsvertrag, entstehen Notarkosten. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich diese zusammensetzen.

Im Übrigen: Ist ein Testamentsvollstrecker berufen, so hat dieser die Erbauseinandersetzung voranzutreiben. Im Zuge dessen ist er dazu verpflichtet, einen entsprechenden Teilungsvertrag aufzusetzen – kann dabei aber die Regeln fĂŒr die Auseinandersetzung dann selbst bestimmen, wenn der Erblasser nichts anderes verfĂŒgt hat.

Erbengemeinschaft auflösen – Welche Kosten entstehen?

FĂŒr die Erbauseinandersetzung können Notarkosten entstehen, die sich nach dem GeschĂ€ftswert richten.

FĂŒr die Erbauseinandersetzung können Notarkosten entstehen, die sich nach dem GeschĂ€ftswert richten.

Die Kosten fĂŒr die Erbauseinandersetzung richten sich nach den zu treffenden Regelungen und zu vollziehenden Schritten. Können sich die Miterben dabei einvernehmlich im Rahmen eines Erbauseinandersetzungsvertrages einigen, entstehen in aller Regel nur GebĂŒhren fĂŒr die Aufsetzung des Vertrages und dessen Beurkundung.

Dieser Vorgang ist – wie schon mehrfach angemerkt – jedoch in aller Regel nur dann verbindlich, wenn auch NachlassgegenstĂ€nde Teil der Auseinandersetzung sind, deren EigentumsĂŒbertragung von Amts wegen der notariellen Beurkundung bedĂŒrfen.

Aber wie genau setzen sich die Notarkosten bei der Erbauseinandersetzung zusammen? Diese richten sich nach den Angaben im sogenannten Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Nach dem Kostenverzeichnis (KV) können fĂŒr das Beurkundungsverfahren insgesamt 2,0 GebĂŒhrensĂ€tze erhoben werden (Nr. 21100 KV GNotKG).

Der einfache GebĂŒhrensatz ergibt sich wiederum aus der Aufstellung in Anlage 2 GNotKG (Tabelle B). Hier erfolgt die Festsetzung der einfachen GebĂŒhr auf Grundlage des zugrundeliegenden Gegenstandswert, der sich wiederum aus den im zu beurkundenden Vertrag berĂŒcksichtigten NachlassgegenstĂ€nde ergibt.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der Angaben aus Anlage 2 GNotKG:

GeschĂ€fts­wert in EuroGebĂŒhr in EuroGeschĂ€fts­wert in EuroGebĂŒhr in Euro
10.00075750.0001.335
50.0001651.000.0001.735
110.0002731.500.0002.535
260.0005352.000.0003.335
500.0009353.000.0004.935

Soll zum Beispiel in einem Teilauseinandersetzungsvertrag die Übertragung eines GrundstĂŒcks inklusive darauf befindlichem Einfamilienhaus beschlossen werden, stellt der Wert von GrundstĂŒck und Immobilie den GeschĂ€ftswert dar.

Liegt der Verkehrswert bei 450.000 Euro, so ist laut Tabelle B in Anlage 2 GNotKG eine einfache GebĂŒhr von 835 Euro festgeschrieben. Bei der teilweisen Erbauseinandersetzung entstĂŒnden hier Notarkosten in Höhe von 1.670 Euro (2 x 835 Euro) fĂŒr das Beurkundungsverfahren.

Bei einem Wert von 1,5 Millionen lÀgen die Kosten bereits bei 5.070 Euro (2 x 2.535 Euro).

ZusÀtzlich zu diesen Kosten kann der Notar 19 Prozent Mehrwertsteuer auf seine Rechnung aufschlagen.

Um bei einem Erbauseinandersetzungsvertrag die Kosten fĂŒr die Beurkundung gering zu halten, bietet es sich in aller Regel an, nur einen Teilauseinandersetzungsvertrag beim Notar aufsetzen zu lassen, der sich ausschließlich auf diejenigen NachlassgegenstĂ€nde beschrĂ€nkt, fĂŒr die die Beurkundung zwingend erforderlich ist.

Die Erbauseinandersetzung im Steuerrecht

FĂŒr die Erbauseinandersetzung fallen in der Regel keine Steuern an.

FĂŒr die Erbauseinandersetzung fallen in der Regel keine Steuern an.

Ebenso wie beim Erbfall selbst handelt es sich bei der Erbauseinandersetzung grundlegend um einen Vorgang, der steuerrechtlich keine Betrachtung findet. Dies gilt in jedem Fall fĂŒr die Realteilung, bei der keine Ausgleichszahlungen erfolgen. Erstrecken sich die erhaltenen NachlassgegenstĂ€nde nur auf den Erbteil nimmt das Erbrecht Unentgeltlichkeit an. In diesem Fall entstehen keine Steuern.

Sobald jedoch eine VerĂ€ußerung oder Auszahlung stattfindet, kann eine Steuerverpflichtung entstehen:

Sobald ein Erbe durch die Übertragung eines Nachlassgegenstandes mehr erhĂ€lt als den ihm zustehenden Erbteil und hieraus eine Ausgleichszahlung an die anderen Erben notwendig wird, kann hieraus eine Steuerpflicht entstehen – sowohl fĂŒr das Mehr an Erbschaft als auch fĂŒr die Ausgleichszahlung.

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Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?
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20 Gedanken zu „Erbauseinandersetzung – Wer bekommt welchen Teil der Erbschaft?

  1. Maria B.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank fĂŒr Ihre gut verstĂ€ndlichen Veröffentlichungen. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich zusammen mit meinen drei Geschwistern eine Auseinandersetzungsvereinbarung nach Ihrem Muster formuliert. Verteilt wurden drei StĂŒcke Ackerland und eine Immobilie. Wir wollten die Unterschriften – wie von Ihnen vorgeschlagen – notariell beglaubigen lassen, um anschließend die Eintragungen beim Grundbuchamt vornehmen zu lassen.

    Wir erhielten von unserem Notar den folgenden Kommentar zu Ihrer Veröffentlichung: “Ich darf anmerken, dass die von Ihnen im Internet gefundene Auskunft leider (mindestens) unscharf bis irrefĂŒhrend ist, da der Beitrag offenbar zwischen „Beglaubigung“ und „Beurkundung“ nicht unterscheidet.”

    Da der Kostenunterschied zwischen Beglaubigung und Beurkundung erheblich ist, wĂŒrde ich mich freuen, wenn sie mir mitteilen könnten, auf welcher Rechtsgrundlage beruht, dass eine notarielle Beglaubigung ausreicht.

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
    Maria B.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Maria B.,

      vielen Dank fĂŒr Ihren Hinweise bezĂŒglich der Formulierung. Wir werden den Text entsprechen anpassen, da es sich um eine Beurkundung handelt.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  2. Johannes

    Guten Tag,

    vielen Dank fĂŒr die interessanten Artikel.

    Ich habe an der Stelle mal eine Frage zu einer Erbengemeinschaft, die nach Verkauf einer geerbten Immobilie den grĂ¶ĂŸten Teil des Erbes bereits unter den vier Erben aufgeteilt hat. Einer der Erben hatte zu Lebzeiten und ĂŒber den Tod hinaus VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber das Girokonto des Verstorbenen. Auf diesem befindet sich nach wie vor ein Teil der Erbschaft. Ein Teil davon sollte fĂŒr die Grabpflege auf ein separates Konto eingezahlt werden.

    Der Erbe mit der VerfĂŒgungsgewalt ist ja in diesem Fall sozusagen treuhĂ€nderisch tĂ€tig, oder verhĂ€lt sich das anders?

    Nun ist es so, dass drei der Erben sich regelmĂ€ssig abstimmen und einig sind. der vierte Erbe versucht nun seit geraumer Zeit, AuskĂŒnfte ĂŒber den Kontostand zu erhalten. Dieser wird ihm aber bislang ohne BegrĂŒndung verweigert bzw mittlerweile reagiert man gar nicht mehr auf entsprechende Anfragen.

    Da es sich ja um ein gemeinsames Erbe handelt, gehe ich davon aus, dass ein Recht auf Auskunft ĂŒber den Kontostand besteht. Wenn sich die drei anderen Erben weiterhin einig sind und eine Auskunft verweigern, wie könnte dann eine angemessene Reaktion aussehen?

    Vermutlich eine banale Frage, aber ich komme an der Stelle einfach nicht recht weiter.

    Ich freue mich auf Ihre Gedanken zum Thema und bedanke mich schon jetzt fĂŒr die Antwort. Viele GrĂŒĂŸe,

    Johannes

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Johannes,

      grundsĂ€tzlich muss der Kontostand zum Zeitpunkt der Erbaufteilung bekannt sein. Nach Erbantritt aller Erben sollte der Kontostand des Kontos keine Rolle mehr spielen. Ein Anwalt fĂŒr Erbrecht kann Ihren Fall allerdings in allen Einzelheiten betrachten und sie genau beraten.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  3. Birgit S.

    Guten Tag,
    wir haben eine Erbengemeinschaft von 3 Erben wovon 1 Erbe sich weigert dem Verkauf
    des geerbten Hauses mit GrundstĂŒck (180.000,– €) zuzustimmen. Wenn wir nunmehr eine Erbauseinandersetzungsklage anstreben benötigen wir hierfĂŒr einen Anwalt oder können wir selbst damit zu Gericht gehen? Und können Sie uns mitteilen welche Kosten fĂŒr diese Klage ca. auf uns zukommen?
    FĂŒr eine Antwort wĂ€ren wir Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichem Gruß
    B S.

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Birgit S.,

      bei einem Streitwert von ĂŒber 5.000 Euro wird auch bei Zivilprozessen vor Gericht die Vertretung durch einen Anwalt verlangt. Die Kosten richten sich nach dem Streitwert und den gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die AnwaltsvergĂŒtung sowie der GebĂŒhrenordnung. Eine pauschale Aussage können wir daher nicht treffen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  4. Volenec

    Guten Tag,
    wir hatten eine Erbauseinandersetzung, nachdem meine beiden Töchter ihre Anteile von jeweils 12,5% an mich zurĂŒck ĂŒbertragen haben. Der Notar versicherte mir, das zur Kostenbberechnung nur der Anteil als Grundlage herangezogen wird, der nicht ohnehin schon mir gehört. Damit hĂ€tten nach Adam Ries lediglich 25% des Wertes zur Berechnung dienen dĂŒrfen. Berechnet wurde aber auf Grundlage des Gesamtwertes, also volle Kosten nach Gruppe 2.
    Wie werden die Kosten nun korrekt berechnet?

    FĂŒr eine Antwort bedanke ich mich schon im Voraus

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen TV

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Volenec,

      in diesem Fall sollten Sie sich an einen Notar oder gegebenenfalls auch an einen Anwalt fĂŒr Erbrecht wenden. Wir können rechtlich nicht beurteilen, ob es hier zu einem Fehler gekommen oder die Berechnung korrekt ist.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  5. Chris

    Guten Tag,
    es geht um das Erbe meiner leiblichen Mutter.
    Wir sind gemĂ€ĂŸ Berliner Testament insgesamt 5 Schlusserben.
    2 leibliche Kinder aus der ersten Ehe meiner Mutter (ich inbegriffen)
    3 aus der ersten Ehe des verstorbenen 2.Mannes meiner Mutter (keine leiblichen oder angenommenen Kinder meiner Mutter).

    Meine Mutter hinterlÀsst eine Eigentumswohnung.
    Ich wĂŒrde diese gerne ĂŒbernehmen und den anderen 4 Erben deren Anteile abkaufen.

    Wie sehe jetzt die Erbenauseinandersetzung aus ?
    Muss diese wegen der Wohnung zwingend ĂŒber einen Notar laufen ?
    Muss ICH ! dann pro anderen Erbe die GebĂŒhren bezahlen, also 4 mal ?, oder muss jeder Erbe diese GebĂŒhren einer Auseinandersetzung bezahlen?
    Kann ich privat eine Vereinbarung / Vertrag mit den anderen Erben treffen und nur diese durch einen Notar beurkunden lassen ?
    Wird damit auch das Grundbuch angepasst?

    Ganz wichtig ist noch die Frage ob ich als ursprĂŒnglicher Miterbe Grunderwerbssteuerpflichtig wĂ€re?

    Vielen Dank und
    mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    Chris

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Chris,
      grundsĂ€tzlich mĂŒssen ImmobilienĂŒbertragungen durch einen Notar beurkundent werden. Wie sich dies in Ihrem individuellen Fall gestaltet, sollten Sie mit einem solchen besprechen.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  6. Niklaus

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir sind eine Erbengemeinschaft von 3 Erben (Geschwister) mit einer Immobilie in ThĂŒringen, die gemĂ€ss Testament nicht vor ableben aller Geschwister verkauft werden darf. Ein Erbe möchte die Erbengemeinschaft verlassen ohne finanzielle Forderungen.
    Ist das ohne Probleme möglich und kann das von einem beliebigen Anwalt oder Notar getÀtigt werden?
    FĂŒr eine Antwort wĂ€re ich Ihnen dankbar.
    Freundliche GrĂŒsse

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Niklaus,
      grundsÀtzlich sollten SIe sich mit diesem Anliegen an jeden Notar wenden können.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  7. Christian G.

    Guten Tag,
    unsere Eltern haben zu Lebzeiten schon per notariellem Testament verfĂŒgt, dass nach ableben des letzten Ehepartners zwei Immobilien an uns beide verteilt wurden. Also, dass der eine Haus A, und der Andere Haus B bekommt. Weitere Vermögen sind nicht vorhanden. Unser Vater ist schon 2003 verstorben und jetzt leider auch unsere Mutter.
    Mein Bruder und ich sind uns vollkommen einig ĂŒber diese Art der Verteilung.
    Nun habe ich die Auskunft bekommen, dass zwar die Änderung der GrundbucheintrĂ€ge die nĂ€chsten zwei Jahre kostenlos sind, aber man verlangt von uns diese Erbauseinandersetzung die von einem Notar durchgefĂŒhrt werden muss.
    Leider hat Ihre Lobby da gute Arbeit geleistet und schöpft fĂŒr wenig Arbeit viel Geld ab.
    Bei unseren HĂ€usern sind es ca. 350.000€ was dann ja ca. 600-700 Euro und das mal 2 macht plus Mwst.. Dazu kommen noch etwahige weitere Auslagen.
    Ich bin jetzt mal ehrlich und obwohl ich den meisten AnwĂ€lten und Notaren nicht traue wenn es um die einstreichbaren GebĂŒhren geht und ich dies ehrlich kundtue, bin ich mal gespannt ob ich ebenfalls eine ehrliche antwort bekomme.
    Welche Möglichkeiten haben wir, da mein Bruder und ich uns einig sind, so wenig wie möglich an Ihre Zunftskollegen zu bezahlen?
    Aber bitte keine Aussagen wie, wir sind da an die GebĂŒhrentabellen gebunden!
    Damit hat mich ein Anwalt schon bei meiner Scheidung versucht hereinzulegen obwohl ich sogar mit meiner Ex einig war! Diese Tabellen können so oder so ausgelgt werden.
    Also worauf sollten wir achten um die Tabellen so gĂŒnstig wie möglich fĂŒr uns (nicht fĂŒr den Anwalt) auszulegen, oder wie ich eventuelle Tricks ihrer nicht so ehrlichen Kollegen entgehen kann?

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    P.S. Mich wĂŒrde es wundern wenn ich eine sinnvolle Antwort hier bekomme. Aber ich schreib halt gern. :-)

    Antworten
    1. Anwalt.org

      Hallo Christian G.,

      die Redaktion von anwalt.org kann keine rechtliche Beratung anbieten. Eventuell kann Ihnen vor Ort ein eingetragener Verein, der sich mit Erbrechtsfragen befasst, behilflich sein.

      Ihr Team von anwalt.org

      Antworten
  8. Mira D.

    Durch ein Erbe wird in der Familie eine Grundteilung notwendig. Vielen Dank fĂŒr Ihre Informationen dazu! Zwei Geschwister wollen behalten und einer verkaufen. Wie einigt man sich, wer welches StĂŒck des GrundstĂŒckes erhĂ€lt? Entscheidet man per Losverfahren, wenn man sich nicht einig wird?

    Antworten
  9. Ins

    Guten Tag,
    vor drei Jahren verstarb mein Mann, welcher einen unehrlichen Sohn hinterließ. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, mit welchem ich in dem zusammen erworbenen Haus wohne. Ein Testament gab es nicht, ich befinde mich in einer Erbengemeinschaft, in der ich alles versucht habe, um den Sohn auszuzahlen. Er reagiert auf kein Schreiben jeglicher Art, eine Erbauseinandersetzungskkage kommt fĂŒr mich nicht in Frage. Ich zahle alle Kosten und Verbindlichkeiten allein. Was passiert, wenn auch ich ab jetzt untĂ€tig bleibe, der Sohn im Grundbuch steht und ich die Sache aussitze? Kann das zukĂŒnftig finanziell nachteilig fĂŒr mich sein? Das Haus möchte ich nicht verkaufen. Kann der Erbe z. B. nach 20 Jahren mehr als sein Erbanteil zum Todeszeitpunkt meines Mannes verlangen?
    Vielen Dank

    Antworten
  10. Petra

    Habe mal eine Frage: Meine Mutter hat zusammen mit Ihrer SchwÀgerin (Schwester des Verstorbenen) von meinem Stiefvater geerbt 3/4 zu 1/4.
    Wir wollten einen Vertrag beim Notar aufsetzen, damit die SchwÀgerin Ihren Anteil erhÀlt, aber diese ist dann releativ schnell auch verstorben, bevor wir das machen konnten.
    Die AnsprĂŒche wurden dann vom ” Sozialamt” geltend gemacht, weil sie die letzten Jahre vom Staat gelebt hat und sind auch alle mittlerweile von meiner Mutter beglichen.
    Mit wem muss sie denn jetzt eine Erbauseinandersetzung machen??
    Knifflig oder? Sollen wir einen Notar oder einen RA fĂŒr Erbrecht einschalten? Oder können wir das selbst beantragen? Vor allem geht es um die Eintragung ins Grundbuch. Danke fĂŒr eine Antwort.

    Antworten
  11. Philipp

    Hallo zusammen.

    Folgende Situation:
    Erblasser hinterlĂ€sst eine Immobilie die ihm zu 90% gehört. Seine 4 Kinder sollen diese Immobilie gleichermaßen erhalten. Zwei der Kinder halten jeweils 5% der Immobilie.
    Im Testament steht nun, die Immo soll allen vier Kindern zu gleichen Teilen gehören. Allerdings ist ja die Erbmaße nur 90%. Somit wĂŒrden ja, ohne Erbauseinandersetzung die 90% ĂŒber Erbengemeinschaft eingetragen werden und die zwei Kinder hĂ€tten somit 27.5% jeweils.
    ist das richtig?
    Gibt es noch einen anderen Weg dass alle vier Kinder bei 25% rauskommen ohne einen Notar einzuschalten (um sich diese Kosten zu sparen).

    Danke :)
    LG
    Philipp

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  12. Thomas

    Als ich einmal Auskunft ĂŒber bestimmte Rechtsangelegenheiten brauchte, rief ich bei einer Anwaltskammer an. Da hat man mir Informationen zu AnwĂ€lten in meiner NĂ€he gegeben. Das war sehr bequem.

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  13. Thom

    Der Ehemann einer Nachbarin ist vorige Woche gestorben. Er hatte vier Kinder und viele andere Verwandten. Jetzt streiten sich alle, wem was gehören sollte. Daher beauftragte die Nachbarin einen Anwalt fĂŒr Erbrecht.

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