Einen Hund adoptieren – begrüßen Sie ein neues Familienmitglied

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 25. August 2020

Wenn Sie einen Hund adoptieren, kommt eine große Verantwortung auf auch eine Menge Freude auf Sie zu.

Wenn Sie einen Hund adoptieren, kommt eine große Verantwortung auf auch eine Menge Freude auf Sie zu.

Der Hund ist der beste Freund des Menschen – und das nicht ohne Grund. Er ist sehr verschmust, gelehrig und braucht viel Bewegung, perfekt um regelmäßig an die frische Luft zu kommen.

Etwas Zeit und Ausdauer ist hierfür schon aufzubringen, weshalb sich manche Menschen dazu entschließen, ihren Vierbeiner wieder loszuwerden. Die Fellnase findet sich dann schnell im Tierheim, in der Pflegestelle eines Tierschutzvereins oder leider manchmal auch irgendwo angebunden an einem Baum wieder.

Das können einige Tierliebhaber nur schwer ertragen und wollen helfen, indem Sie sich dazu entschließen, einen Hund zu adoptieren.

Hunde adoptieren – worauf müssen Sie achten?

Bevor Sie sich dazu entschließen, einen Hund bei sich Zuhause aufzunehmen, machen Sie sich klar: Durch die Adoption kommt eine große Verantwortung auf Sie zu. Schließlich hat das Tier Bedürfnisse, die Ihren bisherigen Tagesablauf gehörig auf den Kopf stellen. Es kommen also große Veränderungen auf Sie zu.

  • Drei bis vier Mal am Tag muss ein Hund Auslauf bekommen, um sich zu entleeren.
  • Berücksichtigen Sie neben der körperlichen auch die geistige Auslastung des Hundes. Wird ihm langweilig, zerkaut er womöglich Ihre Einrichtung oder stellt anderen Schabernack an, der wohl kaum auf Gegenliebe stoßen wird.

Hunde aus dem Ausland adoptieren

Tierschutzvereine aus Deutschland machen immer wieder aufmerksam, auf die schlimme Situation der Hunde im Ausland. Gerade in den mittel- und südeuropäischen Ländern werden unkastrierte Tiere ausgesetzt und vermehren sich schnell, was die Lage vor Ort verschärft.

Nicht selten sollen Fangprämien deshalb dazu beitragen, die Wilden einzufangen und sie schließlich einzuschläfern. Einige aktive Tierschützer sind hier deshalb tätig und kümmern sich um die Vermittlung von Hunden aus dem Ausland, die zunächst Unterschlupf in einer Pflegestelle finden, um sie vor diesem grausamen Schicksal bewahren. Anschließend bemühen sie sich, Menschen zu finden, die einen Hund adoptieren wollen.

In der Tiervermittlung fällt in der Regel eine Schutzgebühr an.
Wollen Sie beispielsweise Hunde aus Rumänien adoptieren, müssen Sie eine sogenannte Schutzgebühr bezahlen. Dieser Betrag kommt der Organisation zugute, die zur Rettung des Hundes beigetragen und bereits Impfungen sowie andere Ausgaben getätigt hat. Die Schutzgebühr stellt damit keinen Kaufpreis dafür dar, dass Sie rumänische Hunde adoptieren, sondern fungiert als Hürde vor einer unüberlegten Anschaffung. Hunde zum Adoptieren finden Sie auch im Tierheim. Hier ist in der Regel ebenfalls eine solche Vermittlungsgebühr zu entrichten.
Gerade angesichts der prekären Situation der Straßenhunde im Ausland entscheiden sich Menschen hierzulande zur Hundeadoption.

Gerade angesichts der prekären Situation der Straßenhunde im Ausland entscheiden sich Menschen hierzulande zur Hundeadoption.

Doch nicht nur aus Rumänien kommen viele Tiere für die Hundeadoption in Deutschland, auch in Spanien ist die Situation der Straßenhunde prekär, weshalb sie häufig in der Vermittlung zu finden sind. Windhunde werden dort für die Hasenjagd eingesetzt. Erfüllen Sie ihren Zweck nicht mehr, werden sie einfach sich selbst überlassen, bis ihnen Tieraktivisten helfen.

Ein Leid, das vielen Urlaubern zusetzt. Einige Tierfreunde entschließen sich daher bisweilen ganz bewusst, nur spanische Hunde zu adoptieren.

Wenn Sie einen Hund aus dem Ausland adoptieren, hat dieser in der Regel schon eine Menge erlebt. Mit ihm ist daher besonders geduldig und liebevoll umzugehen.

Straßenhund adoptieren – diese Überlegungen sind vorher zu treffen

Unabhängig davon, ob Sie mit dem Gedanken spielen, einen Welpen zu adoptieren oder doch schon ein ausgewachsenes Tier zu sich zu nehmen: Machen Sie sich vorher über folgende Punkte ausgiebig Gedanken darüber, ob Sie einen Hund wirklich adoptieren wollen, denn sie leben lange.

  • Ist Ihre gesamte Familie sich darüber einig, einen Hund adoptieren zu wollen?
  • Welche Rasse kommt in Frage? Wollen Sie lieber einen Mops oder einen Labrador adoptieren?
  • Welchen Charakter muss der Welpe haben, die Sie adoptieren? Haben Sie bereits eine Katze oder andere Haustiere, klären Sie beim Tierheim ab, ob der Hund, den Sie adoptieren mit anderen Tieren oder Kindern kann.
  • Liegt im Haushalt eine Hundehaarallergie vor? Dann sollten Sie – auch bei ausgeprägtem Wunsch – darauf verzichten, einen Hundewelpen zu adoptieren. Egal wie niedlich er auch ist.
  • Wie viel Zeit werden Sie für den Hund, den Sie adoptieren, haben? Wenn Sie Hunde in Not adoptieren, kommen in der Regel größere Aufgaben auf Sie zu, als bei der Aufnahme eines noch unerfahrenen Hundebabys. Es hat schließlich meist noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht.
  • Wenn Sie Hunde adoptieren aus dem Ausland, ist es um ihren Gesundheitszustand häufig nicht besonders gut bestellt. Es kommen also gerade am Anfang hohe Kosten durch Tierarztbesuche hinzu, die die Ausgaben für Versicherung und Futter erhöhen. Wenn Sie im Tierheim einen Hund adoptieren wollen, bietet der Träger manchmal an, bestimmte Kosten für die gesamte Lebenszeit des Tieres zu übernehmen, um die Hürde zu senken. Erkundigen Sie sich.
Bei all der Aufregung, die rund um das Thema „Hunde oder Welpen adoptieren“ durchaus entstehen kann: Gelingt es Hunden erst einmal Vertrauen zu Ihnen zu fassen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, können Sie unbeschwert in die gemeinsame Zeit starten.
Weitere wichtige Informationen enthält das Tierrecht.
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