Fake News erkennen: 6 Tipps zur Entlarvung der Falschmeldungen

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 22. August 2020

fake-news-erkennen-deutschland.
Fake News erkennen: 6 Tipps zur Entlarvung der Falschmeldungen
Fake News zu erkennen, ist meist nicht schwer.

Fake News zu erkennen, ist meist nicht schwer.

Gezielte Falschmeldungen werden Anfang 2017 von vielen als Haupthindernis freier Wahlen betrachtet.

In diesem Zusammenhang bekommt die Verantwortung der Mediennutzer eine immer wichtigere Rolle: Nachrichten-Konsumenten sollen in der Lage sein, Fake News selbst zu erkennen und ihnen dementsprechend keinen Glauben schenken.

Doch mit welchen Methoden können Sie Fake News erkennen? Welche Aspekte sind dabei besonders wichtig? Folgender Ratgeber erklärt, wie Sie einen Fake-News-Check schnell und einfach selbst durchführen können und wie Sie mit entdeckten Fake News umgehen.

Wie erkennt man Fake News? So gehen Sie vor

Schritt 1: Überschrift checken

Reißerische Überschriften sind ein Merkmal von Fake News. Zunächst empfiehlt es sich, keinesfalls nur die Überschrift, sondern den dazugehörigen Text zu lesen. Widersprechen sich Überschrift und Artikelinhalt drastisch, kann dies dafür sprechen, dass es sich um eine gezielte Falschmeldung handelt.

Viele Medienkonsumenten beschränken sich nämlich darauf, die ins Auge springenden Titelzeilen zu lesen.

Eine reißerische Überschrift allein reicht nicht aus, um Fake News auszumachen bzw. diese als solche zu erkennen. Immerhin nutzen auch gestandene Medien diese Taktik, um Leser zu gewinnen.

Schritt 2: Absender/Verfasser unter die Lupe nehmen

Auf Social-Media-Plattformen verbreiten sich viele Fake News. Ein Check der Meldungen ist ratsam.

Auf Social-Media-Plattformen verbreiten sich viele Fake News. Ein Check der Meldungen ist ratsam.

Insbesondere in sozialen Netzwerken verbreiten sich Fake News schnell. Vermeintliche Zeitungsartikel werden auf Facebook, Twitter und Co. geteilt und erreichen so schnell tausende Nutzer.

Doch wer teilt den fragwürdigen Inhalt eigentlich? Das Profil kann einen weiteren Aufschluss darüber geben, ob Fake News verbreitet werden.

Wurde der Account erst vor kurzer Zeit erstellt und besitzt dieser wenige Kontakte, kann es sich um einen Bot-Account handeln.

Bots sind Programme, welche automatisierte Posts erstellen bzw. auf Beiträge anderer Nutzer im sozialen Netzwerk reagieren.

Schritt 3: URL prüfen

Ersteller von Fake News versuchen in der Regel, die Nachricht so seriös wie möglich aussehen zu lassen. Hierbei ist es gängige Praxis, das Design und den Aufbau von bekannten Zeitungen oder Magazinen zu kopieren. Die URL ist dabei ebenfalls an die des Originals angelehnt.

Um Fake News zu erkennen, sollten Sie daher genau hinsehen: Steht anstelle von handelsblatt.com vielleicht handelblatt.com, anstelle von tagesspiegel.de vielleicht tagespiegel.de?

Mitunter werden auch fiktive Magazine bzw. Zeitungen komplett neu erstellt. Um in diesem Fall Fake News zu erkennen, lohnt sich ein Blick ins Impressum des Seitenbetreibers. Fehlt dieses oder ist der angegebene Verantwortliche im Internet nicht zu finden, ist dies ein weiterer Hinweis auf Fake News.

Schritt 4: Quellen überprüfen

Fake News erkennen Sie schnell daran, dass entweder keine oder unprüfbare Quellen angegeben werden. Schlagen Sie die angegebenen Nachweise kurz nach und prüfen Sie, ob die Zitate und zugeschriebenen Äußerungen korrekt wiedergegeben werden.

Schritt 5: Bilder kontrollieren

Fake News erkennen Sie auch an den verwendeten Bildern.

Fake News erkennen Sie auch an den verwendeten Bildern.

Bilder sagen nicht nur mehr als 1000 Worte, sie prägen sich auch besonders gut im Gedächtnis ein – besser als geschriebene Texte. Aus diesem Grund werden Nachrichten stets mit Bildern versehen. Auch Fake News greifen auf Bildmaterial zurück. Dieses wird dabei jedoch völlig aus dem Kontext gerissen.

Um Fake News zu erkennen sollten Sie daher die sogenannte „Rückwärtsbildersuche“ nutzen. So gehen Sie dabei vor:

  1. Speichern Sie das genutzte Bild ab.
  2. Klicken Sie in der Google-Bildersuche auf das Kamerasymbol in der Suchleiste („Bildersuche“).
  3. Laden Sie das entsprechende Bild hoch.
  4. Drücken Sie auf Enter.

Nun werden Ihnen alle Websites angezeigt, welche dasselbe Bild verwenden. So können Sie den Ursprung eines Bildes ermitteln.

Tipp: Nutzen Sie den Browser Chrome, reicht es, das Bild mit der rechten Maustaste anzuklicken und die Option „Mit Google nach Bild suchen“ auszuwählen.

Schritt 6: Vergleichen

Erscheint Ihnen der Inhalt einer Meldung unglaubwürdig, empfiehlt es sich als letzter Schritt, den Sachverhalt in anderen Medien zu überprüfen. Berichten renommierte und seriöse Zeitungen dasselbe?

Oftmals stellt sich beim Vergleich heraus, dass nur ein Körnchen der ursprünglichen Meldung in den Fake News zu erkennen ist. Meist werden die Tatsachen verdreht und Zusammenhänge hergestellt, welche kausal nicht gegeben sind.

Fake News entdeckt – und nun?

Haben Sie durch den beschriebenen Check Fake News entdeckt? Diese sollten Sie melden!

Haben Sie durch den beschriebenen Check Fake News entdeckt? Diese sollten Sie melden!

Fake News zu erkennen ist die eine Sache – doch wie geht es nun weiter? Keinesfalls sollten Sie den Post teilen oder durch „Likes“ unterstützen. Mit diesen Handlungen können Sie sich selbst strafbar machen.

Vielmehr empfiehlt es sich, den entsprechenden Beitrag zu melden. In der Regel wird er anschließend von dem Betreiber der Plattform schnellstens gelöscht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (37 Bewertungen, Durchschnitt: 4,32 von 5)
Fake News erkennen: 6 Tipps zur Entlarvung der Falschmeldungen
Loading...

Ein Gedanke zu „Fake News erkennen: 6 Tipps zur Entlarvung der Falschmeldungen

  1. Timo

    Ich finde ihre Aufstellung sehr gut nur leider interessiert es keine ob sie Fakenews aufdecken oder nicht. Ich habe Belege über fehlerhafte Berichterstattung über Brasilien gesteuert, durch Linksextreme Gruppen, trotzdem folgt die gesamte deutsche Medienwelt der Fakenews Berichterstattung. Was kann ich tun

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.