Spam-Mails melden: Wo ist das möglich?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 21. September 2020

An welche Stelle können sich Verbraucher wenden, wenn sie Spam-Mails melden wollen?
An welche Stelle können sich Verbraucher wenden, wenn sie Spam-Mails melden wollen?

FAQ: Spam Mails

Warum ist unerwünschte E-Mail-Werbung gefährlich?

Bei Spam-Mails handelt es sich grundsätzlich um nicht angeforderte bzw. unerwünschte Nachrichten, die auf elektronischem Wege verschickt werden. Allerdings sind diese nicht nur nervig, sondern können auch Risiken bergen. So sollen beispielsweise mit sogenannten Phishing-Mails persönlichen Daten und Passwörter erbeutet werden. Zudem können die Anhänge von Spam auch Schadprogramme wie Viren, Trojaner oder Spyware enthalten.

Wie kann ich nervige Mails loswerden?

Nicht selten sortiert der Spamschutz der E-Mail-Programme bereits einen Großteil der Spam-Mails heraus. Rutschen dabei einzelne Nachrichten durchs Raster, lassen sich die entsprechenden E-Mail-Adressen manuell in eine Spam-Liste eintragen. Zudem gibt es verschiedene Institutionen, bei denen Sie Spam-Mails melden können. Mehr dazu hier.

Lässt sich E-Mail-Spam von vornherein vermeiden?

Um unerwünschte Werbung zu vermeiden, sollten Sie genau überlegen, wo Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben. Außerdem kann es sinnvoll sein, für Newsletter, Online-Shopping und Gewinnspiele ein separates Postfach einzurichten. Zu den technischen Schutzmaßnahmen zählen zudem Virenschutzprogramme und Spamfilter.

Wenn das E-Mail-Postfach überquillt

Quillt das E-Mail-Postfach über, fragen sich Verbraucher: Was kann ich tun gegen Spam-Mails?
Quillt das E-Mail-Postfach über, fragen sich Verbraucher: Was kann ich tun gegen Spam-Mails?

„Sie haben Post!“ Mit dieser Meldung konnten die Betreiber von E-Mail-Accounts vor einigen Jahren ihre Nutzer noch in Vorfreude versetzen. Mittlerweile werden die Postfächer tagtäglich allerdings von einer großen Vielzahl an Mails regelrecht geflutet, sodass Verbraucher vor allem damit beschäftigt sind, relevante Nachrichten herauszufiltern. Zudem können unerwünschte Mitteilung – sogenannte Spam-Mails – auch eine Gefahr für die Datensicherheit darstellen.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, um unerwünschte Spam-Mails zu melden? Anhand welcher Merkmale lässt sich eine Spam-Mail erkennen? Und warum ist ein umfassender Spamschutz bei E-Mail-Programmen so wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Woran erkenne ich Spam-Mails?

Bevor Sie vermeintlich gefährliche Spam-Mails melden können, müssen Sie diese erst einmal erkennen. Daher haben wir nachfolgend einige wichtige Merkmale zusammengetragen:

  • unbekannter Absender
  • ungewöhnliche E-Mail-Adresse
  • reißerischer Betreff
  • anonyme Ansprache
  • fehlendes Impressum
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler
  • Zip-, Word- oder Excel-Datei als Anhang
  • Aufforderung einen Link anzuklicken bzw. andere Handlungsaufforderungen

Sind Sie sich unsicher, ob es sich um eine echte Nachricht handelt, sollten Sie den vermeintlichen Absender in einer separaten Mail anschreiben. Nutzen Sie hierfür also nicht den „Antworten-Button“ sondern schreiben Sie die Kontaktperson bzw. den Kundendienst des Absenders separat an. In dem Sie vermeintliche Spam-Mails melden, können auch andere Verbraucher bzw. Kontaktpersonen geschützt werden.

Wie lassen sich Spam-Mails abbestellen?

Gefährlicher Spam: Um die E-Mail-Adresse zu melden und andere Verbraucher zu schützen, braucht es meist nur wenige Klicks.
Gefährlicher Spam: Um die E-Mail-Adresse zu melden und andere Verbraucher zu schützen, braucht es meist nur wenige Klicks.

Der Versand von werbenden E-Mails und Newslettern ist gemäß § 7 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in der Regel nur gestattet, wenn das Einverständnis des Verbrauchers vorliegt oder eine Geschäftsbeziehung besteht. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, können Sie die unerlaubte E-Mail-Werbung melden bzw. gegen diese vorgehen.

So können Sie Nachrichten beispielsweise im Postfach manuell als Spam markieren, damit der Filter daraus lernt. Zusätzlich dazu haben Verbraucher auch externe Ansprechpartner, um eine Spam-Mail zu melden. Die Bundesnetzagentur ist beispielsweise zuständig, wenn in der E-Mail-Werbung eine Rufnummer angepriesen wird. Befürchten Sie, dass eine Nachricht zum Phishing oder der Verbreitung von Schadsoftware dient, können Sie diese an das Landeskriminalamt Niedersachsen weiterleiten.

Nicht zuletzt können sich Verbraucher, die Spam-Mails melden wollen, sich an die Internetbeschwerdestelle wenden. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter e.V. (FSM).

In der Regel ist es nicht notwendig, unerwünschte Newsletter zu melden. Denn laut § 7 UWG müssen die Empfänger von Newslettern grundsätzlich die Möglichkeit haben, sich aus dem Verteiler auszutragen. Viele Firmen platzieren dafür einen entsprechenden Link ans Ende ihrer E-Mails.

Quellen und weiterführende Links

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Spam-Mails melden: Wo ist das möglich?
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