Spam-Anrufe: Das Sperren von Nummern als Option

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 22. September 2020

Spam: Anrufe zu sperren, kann vor lästiger Werbung schützen.
Spam: Anrufe zu sperren, kann vor lästiger Werbung schützen.

FAQ: Spam-Anrufe sperren lassen

Was können Betroffene gegen unerwünschte Werbeanrufe unternehmen?

Betroffene können auf verschiedenen Wegen gegen unerwünschte Werbung vorgehen. Sie können einen Unterlassungsanspruch gelten machen, die Anrufe an die zuständige Behörde melden und die entsprechenden Telefonnummern sperren oder sperren lassen.

Wie erfolgt eine Meldung bei der Bundesnetzagentur?

Cold Calls, also unerwünschte Werbeanrufe bzw. Spam-Anrufe, können Betroffene über ein Formular entweder online oder offline an die Bundesnetzagentur melden. Den Link zum Online-Formular finden Sie hier.

Wie lassen sich nervige Telefonnummern sperren?

Lästige Telefonanrufe sperren Sie entweder direkt über das Gerät, über die Routereinstellungen oder beim Telefonanbieter. Die wichtigsten Informationen dazu finden Sie hier.

Unerwünschte Werbeanrufe: Welche Möglichkeiten haben Betroffene?

Lästige Anrufen sperren lassen können Betroffene online bei der Bundesnetzagentur. Allerdings nur, wenn es sich um unerwünschte Werbung handelt.
Lästige Anrufen sperren lassen können Betroffene online bei der Bundesnetzagentur. Allerdings nur, wenn es sich um unerwünschte Werbung handelt.

Ob Angebote für einen neuen Mobilfunkvertrag oder eine Umfrage zur Marktforschung, die wenigsten wollen solche Anrufe ohne ihre Zustimmung erhalten. Diese Art der Kaltakquise, auch Cold Calls genannt, gilt als unerwünschte Werbung und ist Deutschland verboten.

Denn gemäß den Bestimmungen im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) muss eine ausdrückliche Zustimmung zu Werbeanrufen vorhanden sein. Die Zustimmung darf zudem nicht erst während des Anrufs erfragt werden, sondern muss vor diesem bereits vorliegen.

Liegt diese eben nicht vor, dürfen Unternehmen potentielle oder bereits bestehende Kunden nicht anrufen. Missachten Firmen das Verbot, haben Betroffene verschiedene Möglichkeiten, gegen diese vorzugehen:

  • Unterlassungsanspruch gegen Anrufer gelten machen
  • Meldung des Anrufs
  • Rufnummer vom Spam-Anruf sperren lassen

Zum einen besteht also ein Unterlassungsanspruch, der sich aus § 8 UWG ergibt, zum anderen ist eine Meldung an die zuständige Behörde eine Option. Einen unerwünschten Werbeanruf melden, können Betroffene über das Formular auf der Webseite der Bundesnetzagentur: www.bundesnetzagentur.de/

Ein weiterer Schritt, den Betroffene unternehmen können, ist diese Spam-Anrufe selbst zu sperren oder die Nummern sperren zu lassen. Eine Rufnummernsperre verhindert, dass weiterhin Anrufe von dieser Nummer zum Anschlussinhaber durchkommen. Um Spam-Anrufe zu sperren, gibt es neben dem Vorgehen der Behörde noch weitere unterschiedliche Methoden.

Lästige bzw. nervige Anrufe sperren: Wie ist hier vorzugehen?

Spam-Anrufe sperren können Sie entweder direkt im Telefon bzw. Handy, in den Einstellungen des Routers oder bei ihrem Telefon- bzw. Mobilfunkanbieter. Am einfachsten ist es in der Regel Nummern selbst zu sperren. Sowohl am Router als auch bei den meisten Smartphones, können Nutzer Einstellungen wählen, die bestimmte Nummern und eingehende Anrufe mit unterdrückter Rufnummer abweisen. Letzteres kann allerdings dazu führen, dass alle Anrufe, die ihre Nummer nicht senden, gesperrt sind. Das betrifft dann auch solche, deren Geräte die Rufnummer aus technischen Gründen nicht senden können.

Nervige Anrufe zu sperren, geht meist auch relative Einfach über die Einstellungen des Handys.
Nervige Anrufe zu sperren, geht meist auch relative Einfach über die Einstellungen des Handys.

Einfacher ist es da sicher, die jeweilige Nummer zu sperren. Bei einem Router ist es in der Regel notwendig, das Menü des Gerätes auf dem PC aufzurufen. Üblicherweise findet sich dort ein Unterpunkt zur Telefonie oder zur Anrufbehandlung. Je nach Modell und Anbieter können dort alle entsprechenden Nummern in eine Liste eingetragen werden und so Spam-Anrufe sperren. Nutzer müssen sich also mit der Bedienung des Routers befassen. Das gilt auch, wenn sie die Nummern direkt über das Telefon bzw. Smartphone sperren wollen.

Bei modernen Telefonen und Handys ist es meist möglich, Spam-Anrufe über die Anrufliste oder die Kontakte zu sperren. Je nach Variante und Betriebssystem, bieten sowohl die Liste als auch die Kontakte Möglichkeiten zu Bearbeitung der Rufnummer. Dort finden sich dann Optionen zum Hinzufügen zu einer telefoninternen Sperrliste. Die Anrufe gehen zwar durch und erscheinen in der Übersicht, werden aber vom Telefon nicht mehr aktiv angenommen.

Spam-Anrufe sperren zu lassen, geht auch über den jeweiligen Serviceanbieter. Je nach Tarif und Anbieter sind bestimmt Optionen kostenfrei, für andere müssen Kunden eventuell etwas bezahlen. Daher sollten sich Kunden immer mit den jeweiligen Bedingungen und Angeboten ihres Telefonanbieters befassen.

Quellen und weiterführende Links

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (56 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Spam-Anrufe: Das Sperren von Nummern als Option
Loading...

Bildnachweise: fotolia.com/© peshkova (Vorschaubild), fotolia.com/© peshkova, depositphotos.com/IgorVetushko, depositphotos.com/VitalikRadko

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.