Kirchensteuer in Deutschland: Wer muss sie zahlen und warum?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 27. Mai 2020

Eine Kirchensteuer erhebt die Evangelische Kirche, aber auch die Katholische und andere Religionsgemeinschaften.

Eine Kirchensteuer erhebt die Evan­gelische Kirche, aber auch die Katholische und andere Religionsgemeinschaften.

Rund 40 Millionen Menschen in Deutschland zahlen Kirchensteuer. Diese Zahl sinkt stetig, dennoch können die Kirchen Jahr fĂŒr Jahr Rekordeinnahmen verzeichnen. Dies ist mit der guten Wirtschaftslage und steigenden Einkommen zu erklĂ€ren. Im Jahr 2015 erhielt die Katholische Kirche ĂŒber 6 Mrd. Euro durch die Kirchensteuer. Die Evangelische Kirche generierte rund 5 Mrd. Euro.

Die Kirchensteuer gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Im Jahre 1803 verloren viele FĂŒrsten ihr Reich auf der linksrheinischen Seite. Im Zuge dessen wurde ihnen ein Ausgleich versprochen: Die rechtsrheinischen geistlichen Gebiete wurden unter den FĂŒrsten aufgeteilt. Außerdem durften diese alle Waren und GĂŒter behalten, welche die Kloster, Abteien und Stifte auf ihrem Grund produzierten.

Im Laufe der nĂ€chsten Jahrzehnte vollzog sich immer mehr eine Trennung zwischen Staat und Kirche. Gleichzeitig stiegen die finanziellen Aufwendungen der geistlichen HĂ€user. Diese konnten sie allerdings aufgrund der Zugehörigkeit zum Staat nicht selbststĂ€ndig bewĂ€ltigen. Aus diesem Grund genehmigte 1872 der Staat die erste Kirchensteuer. ZunĂ€chst sollte die Steuer nur vorĂŒbergehend eingezogen werden, doch 1919 wurde sie schließlich in der Weimarer Reichsverfassung verankert:

Die Religionsgesellschaften, welche Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind, sind berechtigt, auf Grund der bĂŒrgerlichen Steuerlisten nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen Steuern zu erheben. (Artikel 137, Abs. 6 Weimarer Verfassung)

In diesem Ratgeber erklĂ€ren wir, was im heutigen Sinne unter der Kirchensteuer zu verstehen ist und beantworten die Frage „Was passiert mit der Kirchensteuer?“. Wir gehen auf die gesetzlichen Regelungen ein, worauf die Steuer ĂŒberhaupt erhoben wird und wie hoch diese ausfĂ€llt.

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Kirchensteuer: Eine Befreiung kann nicht beantragt werden.

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Die Kirchensteuer fĂ€llt fĂŒr alle Mitglieder einer Religionsgemeinschaft an. Sie wird durch die FinanzĂ€mter der BundeslĂ€nder eingezogen und dann an die entsprechende Kirche weitergegeben. Im Gegenzug erhalten die FinanzĂ€mter eine Art AufwandsentschĂ€digung.

Nach Art. 140 des Grundgesetzes und der Weimarer Verfassung ist es allen Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften, welche eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind, erlaubt, die Kirchensteuer durch das Finanzamt zu erheben.

Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nimmt öffentliche Aufgaben war, welche ihr gesetzlich und satzungsgemĂ€ĂŸ zugewiesen wurde. Umgangssprachlich wird auch von einem „Staat im Staat“ gesprochen.

DarĂŒber hinaus mĂŒssen die Landesparlamente den Steuergesetzen, welche die Kirchen verabschieden, zustimmen. Besteuert werden alle natĂŒrlichen Personen, die einer Kirche beigetreten sind. Bei den christlichen Kirchen geschieht dies durch die Taufe.

Bemessungsgrundlage fĂŒr die Kirchensteuer bildet laut Steuerrecht die Einkommensteuer. Dies ergibt sich aus § 51a des Einkommensteuergesetzes (EStG). Ebenfalls ergibt sich hieraus, dass sĂ€mtliche FreibetrĂ€ge im Vorfeld zu verrechnen sind. ErhĂ€lt ein Kirchenmitglied einen Arbeitslohn und zahlt entsprechend Lohnsteuer, so ist diese als Bemessungsgrundlage heranzuziehen (§ 51a Abs. 2a EStG). Auch in diesem Fall sind sĂ€mtliche FreibetrĂ€ge zu berĂŒcksichtigen.

Zahlen Kirchenmitglieder keine Einkommensteuer, da sie beispielsweise nichts verdienen, fÀllt auch keine Kirchensteuer an. Unter UmstÀnden kann dann das sogenannte Kirchgeld anfallen, worauf wir im weiteren Verlauf noch eingehen werden.

Gesetzliches rund um die Kirchensteuer regelt jedes Bundesland in einem Kirchensteuergesetz (KiStG) selbst, wobei die Vorschriften meist deckungsgleich sind. Hieraus ergibt sich auch, dass die Steuern erhoben werden können

      • als Zuschlag zur Einkommensteuer (einschließlich der Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer) oder
      • nach Maßgabe des Einkommens auf Grund,
      • als Zuschlag zur Vermögensteuer oder
      • nach Maßgabe des Vermögens,
    1. als Steuer vom Grundsitz
    2. als allgemeines Kirchgeld
    3. als besonderes Kirchgeld von Kirchensteuerpflichtigen, deren Ehegatte keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört, wenn der Steuerpflichtige mit seinem Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer verlangt wird. (§ 3 KiStG)

Eine Kirchensteuerpflicht gibt es nur fĂŒr Mitglieder einer Kirche, die in Deutschland leben. Die Steuer wird meist automatisch einbehalten.

Gesetze zur Kirchensteuer legen die BundeslÀnder fest.

Gesetze zur Kirchensteuer legen die BundeslÀnder fest.

Die Steuerpflicht endet bei Tod mit dem Ablauf des Sterbemonats, bei Aufgabe des Wohnsitzes bzw. des gewöhnlichen Wohnsitzes ebenfalls mit Ablauf des Kalendermonats, sofern am neuen Wohnsitz keine Kirchensteuer mehr erhoben wird (§ 2 KiStG).

Wechselt ein Kirchenmitglied zu einer anderen steuerberechtigten Religionsgemeinschaft, endet die Steuerpflicht mit Ablauf des entsprechenden Kalendermonats. Alternativ wird die Steuer jeweils anteilig an die entsprechende Kirche abgefĂŒhrt.

Nach § 5 KiStG entsteht die Steuerschuld mit dem Erhalt steuerabzugspflichtiger Einnahmen. Kirchengeld und Kirchensteuer auf KapitalertrÀge fallen mit Ablauf des Kalenderjahres an.

Fordert das Finanzamt fĂŒr die Kirchensteuer eine Vorauszahlung, ist diese mit Beginn des Vorauszahlungszeitraumes zu leisten (§ 5 Abs. 3 KiStG). Sind Steuern vom Grundbesitz zu zahlen, fallen diese mit Beginn des Erhebungszeitraums an.

Folgende Kirchen und Religionsgemeinschaften erheben zurzeit eine Kirchensteuer:

  • Evangelische Kirche in Deutschland
  • BistĂŒmer der Römisch-Katholischen Kirche
  • Katholische BistĂŒmer der Alt-Katholiken
  • Freireligiöse Gemeinden
  • Unitarische Religionsgemeinschaft Freie Protestanten
  • JĂŒdische Gemeinden
  • Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg
  • Israelitische Religionsgemeinschaften
  • Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona
  • Französische Kirche zu Berlin

Einige weitere Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften könnten Steuern erheben, verzichten jedoch darauf. Hierzu zÀhlen beispielsweise der Humanistische Verband, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, die Christengemeinschaft und die Zeugen Jehovas.

Die muslimischen Religionsgemeinschaften dĂŒrfen keine Kirchensteuer erheben, da diese nicht als Körperschaft des öffentlichen Rechts gelten. Gleiches gilt fĂŒr die Baptisten, die Buddhisten, die Methodisten und die Adventisten.

WofĂŒr wird die Kirchensteuer verwendet?

Kirchensteuer: WofĂŒr wird sie gebraucht?

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Warum wird Kirchensteuer gezahlt? Durch die Kirchensteuer decken die Gemeinden ihre anfallenden Kosten. Die Evangelische Kirchensteuer wird zu fast 20 Prozent fĂŒr den Pfarrdienst und den Religionsunterricht genutzt. Der gleiche Anteil fließt in die Evangelischen KindertagesstĂ€tten.

12 Prozent verwendet die Kirche nach eigenen Angaben fĂŒr die Kinder-und Jugendarbeit. DarĂŒber hinaus wird Geld benötigt, um die Verwaltung zu finanzieren und die Renten zu zahlen.

Rund 5,5 Prozent kommt der diakonischen Arbeit und der Sozialarbeit in den Gemeinden zu Gute, weitere 2,3 Prozent fließen ins Bildungswesen und in die Wissenschaft.

Die katholische Kirchensteuer geht zum grĂ¶ĂŸten Teil an die Gemeinden und die Arbeit vor Ort. DarĂŒber hinaus werden der soziale Dienst und die KindergĂ€rten finanziert. Rund ein FĂŒnftel fließt in soziale Einrichtungen, hierzu zĂ€hlen beispielsweise KrankenhĂ€user oder Altenheime.

DarĂŒber hinaus wird die Kirchensteuer genutzt, um die Mitarbeiter der Gemeinden, Einrichtungen und Verwaltung zu entlohnen.

Wie hoch fÀllt der Kirchensteuerabzug aus?

Die Höhe der Kirchensteuer ergibt sich aus dem Wohnort. So fallen in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg acht Prozent an, in den anderen BundeslĂ€ndern neun Prozent. Bemessungsgrundlage ist die Einkommensteuer.

Sind in den elektronischen Lohnsteuermerkmalen KinderfreibetrÀge eingetragen, bemisst sich die Kirchensteuer an dem fiktiven Einkommen. Gleiches gilt auch, wenn Steuerzahler Kindergeld erhalten. Durch den Freibetrag bzw. das Kindergeld wird das zu versteuernde Einkommen verringert, weswegen auch die Kirchensteuer niedriger ausfÀllt.

Im Jahr 2017 liegt der Grundfreibetrag bei 8.820 Euro. Wer diesen Betrag im Jahr nicht ĂŒberschreitet, muss keine Einkommensteuer und damit auch keine Kirchensteuer zahlen.

Neben der Kirchensteuer auf die Lohnsteuer, wird in manchen Kommunen auch eine Steuer vom Grundbesitz erhoben. Diese wird zusammen mit der Grundsteuer abgezogen. Diese Art der Kirchensteuer bemisst sich an einem festen Prozentsatz. In manchen Regionen betrÀgt diese beispielsweise 10 Prozent.

Allgemeines Kirchgeld: FĂŒr Mitglieder, die keine Steuern zahlen

Auf der EinkommensteuererklÀrung kann die Kirchensteuer angegeben werden.

Auf der EinkommensteuererklÀrung kann die Kirchensteuer angegeben werden.

Wer keine Kirchensteuer zahlt, muss unter UmstĂ€nden das allgemeine Kirchgeld an die Kirche ĂŒberweisen. Dieses wird in manchen Regionen erhoben, wenn die Mitglieder volljĂ€hrig sind und mit den Einnahmen ĂŒber dem Existenzminimum liegen, jedoch keine Einkommensteuer zahlen. Das Kirchgeld ist dann einmal im Jahr direkt an die Kirchengemeinde zu entrichten und liegt zwischen 24 und 72 Euro.

Besonderes Kirchgeld

Das besondere Kirchgeld wird eingezogen, wenn ein Ehepaar zusammen eine SteuererklÀrung abgibt und einer der beiden kein oder nur ein sehr geringes Einkommen erhÀlt. In einem solchen Fall zahlt letzterer das besondere Kirchengeld einmal im Jahr an die Gemeinde. Entrichtet der Betroffene durch das hohe Einkommen des Partners bereits Kirchensteuer, so wird diese auf das besondere Kirchgeld angerechnet.

Kirchensteuer bei Eheleuten unterschiedlicher Konfessionen

Geben Ehepaare ihre SteuererklÀrung gemeinsam ab und sind unterschiedlicher Konfessionen, so wird das gemeinsame Einkommen geteilt und daraus die jeweilige Kirchensteuer errechnet. Alternativ wird angenommen, dass beide Ehepartner einer Religionsgemeinschaft angehören und die errechnete Kirchensteuer wird dann geteilt.

Zahlt nur ein Ehegatte von der Lohnsteuer Kirchensteuer, berechnet das Finanzamt fiktiv ebenfalls fĂŒr beide die Steuer und fĂŒhrt dann eine HĂ€lfte als besonderes Kirchgeld ab.

Kappung der Kirchensteuer

Je höher das Einkommen ausfĂ€llt, desto mehr Kirchensteuer muss auch gezahlt werden. Damit dies allerdings nicht ins Uferlose steigt, kann eine Kappung beantragt werden. Übersteigt die Kirchensteuer einen Prozentsatz von drei bis vier Prozent an dem zu versteuernden Einkommen, so kann die Kappung in jedem Bundesland außer Bayern beantragt werden. Auf diese VergĂŒnstigung gibt es allerdings keinen Rechtsanspruch.

In den meisten BundeslĂ€ndern fĂŒhren die Finanzamt die Kappung von Amtswegen her durch. In folgenden LĂ€ndern ist ein formloser Antrag an das zustĂ€ndige Bistum bzw. Diözese zu stellen.

  • Berlin
  • Baden-WĂŒrttemberg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Bayern

Kirchensteuer unter steuerlichen Gesichtspunkten

In Deutschland bemisst sich die Kirchensteuer an der Einkommensteuer.

In Deutschland bemisst sich die Kirchensteuer an der Einkommensteuer.

Wie jede gezahlte Steuer, sollte auch diese hinterfragt werden: So ist auch bei der Kirchensteuer der Freibetrag von 8.820 Euro zu berĂŒcksichtigen, bevor die Steuer anfĂ€llt. Erhielten Sie allerdings innerhalb eines Jahres ein stark schwankendes Einkommen, so können Steuern gezahlt worden sein, obwohl Sie in Summe der Grundfreibetrag nicht ĂŒberschritten.

In diesem Fall sollte eine SteuererklÀrung, auf der die Kirchensteuer angegeben ist, beim Finanzamt eingereicht werden, damit Sie zu viel gezahlten Steuern erstattet bekommen.

Kirchensteuer als Sonderausgabe absetzen

Zahlten Steuerzahler regulĂ€r alle Steuern, kann die Kirchensteuer auf der SteuererklĂ€rung ebenfalls zu einer Erstattung fĂŒhren – nĂ€mlich als Sonderausgabe. Auf diese Weise fördert der Staat die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft.

Die Kirchensteuer kann auf der SteuererklĂ€rung als Sonderausgabe angegeben werden. Dies geht allerdings nicht rĂŒckwirkend, sondern immer nur fĂŒr das zurĂŒckliegende Jahr.

Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer

Wer KapitalertrĂ€ge erwirtschaftet, muss Abgeltungsteuer und Kirchensteuer zahlen. Seit 2015 werden diese Steuern direkt durch die Bank abgefĂŒhrt. Hierzu fragt das Kreditinstitut beim Bundesamt fĂŒr Steuern (BZSt) nach, ob der Kunde kirchensteuerpflichtig ist.

Diesem Verfahren kann allerdings jeder widersprechen. Hierzu muss sich der Betroffene schriftlich unter Angabe seiner Steueridentifikationsnummer beim BZSt melden. Das Bundesamt erlĂ€sst dann einen sogenannten Sperrvermerk. Die Kirchensteuer ist dennoch zu zahlen. Das BZSt ĂŒbermittelt die Daten der anfragenden Kreditinstitute an das Finanzamt des Kunden, sodass die Kirchensteuer gleich an dieses zu ĂŒberweisen ist.

Der Antrag ist auf der Plattform des BZSt auszufĂŒllen, zu unterschreiben und via Post an dieses zurĂŒckzusenden. Der Sperrvermerk kann widerrufen werden.

Der Sperrvermerk fĂŒhrt dazu, dass Betroffene eine SteuererklĂ€rung abgegeben mĂŒssen, sodass die ausstehende Kirchensteuer entsprechend ermittelt werden kann.

Austritt aus der Kirche

Kirchensteuer: Muss der Austritt auf der SteuererklÀrung angegeben werden? Nein, dies ist nicht nötig.

Kirchensteuer: Muss der Austritt auf der SteuererklÀrung angegeben werden? Nein, dies ist nicht nötig.

Wer keine Kirchensteuer mehr zahlen möchte, muss aus der Kirche austreten. Die Option Mitglied zu bleiben, aber nicht zu zahlen, besteht rechtlich laut Bundesverwaltungsgericht zwar, wird aber zumindest von der Katholischen Kirche anders gehandhabt.

Im konkreten Fall sah sich der Betroffene weiterhin als Mitglied der Katholischen Kirche, obwohl er ausgetreten war und dementsprechend auch keine Steuern mehr zahlte. Die Bischofskonferenz stellte klar, dass ein Austritt dazu fĂŒhre, dass sĂ€mtliche Anrechte, beispielsweise auf Sakramente, verloren gingen. Zumindest sei dies der Fall, wenn das Motiv in einer Steuerersparnis liege.

Haben Betroffene den Entschluss gefasst und wollen aus der Kirche austreten, so mĂŒssen diese mit dem Personalausweis oder Reisepass beim zustĂ€ndigen Standesamt oder Amtsgericht vorsprechen. Falls Sie verheiratet sind, sollten Sie sicherheitshalber auch die Eheurkunde mitbringen.

Vor Ort wird dann ein entsprechendes Formular ausgefĂŒllt. Unter UmstĂ€nden fĂ€llt eine GebĂŒhr zwischen 25 und 100 Euro an.

Lassen Sie sich eine BestĂ€tigung ĂŒber den Austritt aus der Kirche ausstellen. Löscht Sie die Kirche nicht aus dem Taufregister, verlangt diese weiterhin Kirchensteuern. Durch diese BestĂ€tigung haben Sie einen Nachweis ĂŒber den Austritt.

Die Kirchensteuer, evangelisch oder katholisch, muss dann zum nĂ€chsten Kalendermonat nicht mehr gezahlt werden. Das Finanzamt muss nicht ĂŒber den Austritt informiert werden. Der Arbeitgeber wird normalerweise automatisch benachrichtigt.

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