Dopingsperre: Ausschluss von Wettkämpfen

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 23. Juli 2022

Wann eine Dopingsperre ausgesprochen wird und welche Konsequenzen das für den Sportler hat, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Wann eine Dopingsperre ausgesprochen wird und welche Konsequenzen das für den Sportler hat, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

FAQ: Dopingsperre

Was ist eine Dopingsperre?

Wird ein Sportler mit einer Sperre wegen Dopings belegt, darf dieser nicht an offiziellen nationalen oder internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

Wie lange dauert eine Dopingsperre?

Die Dauer einer Dopingsperre wird in aller Regel gemäß Sportrecht individuell festgelegt. Sie hängt zum Beispiel davon ab, welche Substanzen eingenommen wurden. Bei wiederholter Einnahme von Dopingmitteln droht dem Athleten eine lebenslange Sperre.

Was gilt alles als Doping?

Mit dem Begriff Doping wird grundsätzlich die Einnahme von leistungssteigernden Substanzen beschrieben, welche auf der Dopingliste stehen. Um welche Mittel es sich dabei handeln kann, zeigt unsere Tabelle.

Was genau ist Doping? 

Ein sportlicher Wettkampf entscheidet sich vor allem durch harte Arbeit, Talent und das notwendige Glück. Um Höchstleistungen erreichen zu können, trainieren Leistungssportler fast täglich. Dabei ist es in aller Regel verboten, die eigene Leistungsfähigkeit durch bestimmte Substanzen zu steigern.

Diese sind auf der sogenannten Dopingliste vermerkt. Um zu überprüfen, ob sich die Sportler daran halten, werden in regelmäßigen Abständen Dopingkontrollen durchgeführt. Wird die Einnahme einer illegalen Substanz nachgewiesen, droht eine Dopingsperre.

Doch wie lange kann eine solche Strafe eigentlich gehen? Gibt es aktuelle Beispiele, bei denen Sportler mit einer Dopingsperre belegt worden sind? Diesen Fragen geht der nachfolgende Ratgeber auf den Grund und informiert Sie umfassend.

Wann wird eine Dopingsperre ausgesprochen?

Dopingsperre: In Deutschland drohen keine rechtlichen Konsequenzen für Sportler.
Dopingsperre: In Deutschland drohen keine rechtlichen Konsequenzen für Sportler.

Für das Erstellen der Dopingliste und die Kontrolle der Einhaltung der jeweiligen Bestimmungen ist die World Anti-Doping Agency (WADA) zuständig. Viele Dopingkontrollen werden im Rahmen eines Wettkamps durchgeführt.

Doch auch im Trainingsbetrieb kann es vorkommen, dass eine Dopingprobe (meist unangekündigt) ins Haus steht. Profisportler müssen also permanent damit rechnen, kontrolliert zu werden. In aller Regel wird die Kontrolle mittels einer Urinprobe durchgeführt.

Wird im Rahmen dieser die Einnahme einer illegalen Substanz nachgewiesen, kommt es zu einem Verfahren. Der Verdächtige kann sich dann zu dem Fall äußern und ggf. eine weitere Probe anfordern, um seine Unschuld zu beweisen. Erhärtet sich der Verdacht, wird eine Dopingsperre ausgesprochen und der Athlet ist über einen bestimmten Zeitraum von der Teilnahme an Wettkämpfen ausgeschlossen.

Neben einer Dopingsperre erwarten deutsche Sportler, die illegale Substanzen einnehmen, keine strafrechtlichen Konsequenzen. In Frankreich, Spanien oder Italien gilt Doping hingegen als Straftat und kann mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Wichtig: Die Einnahme leistungssteigernder Substanzen kann nicht nur zu einer Dopingsperre führen und damit der Karriere schaden. Häufig treten dabei auch gesundheitliche Schädigungen auf.

Prominente Beispiele für eine Dopingsperre

Durch den sogenannten McLaren-Report, welches im Auftrag der WADA erstellt wurde, konnte aufgedeckt werden, dass in Russland von 2011 bis 2016 systematisches Doping betrieben wurde. Auch der Staat war daran beteiligt.

Ganze 19 Sportler, die bei den Olympischen Spielen in London 2012 für Russland eine Medaille gewonnen haben, wurden im Nachhinein des Dopings überführt. Der McLaren-Report wurde Ende 2016 veröffentlicht.

Doch nicht nur für einzelne Sportler ergaben sich daraus Konsequenzen: Der gesamte russische Verband ist seither gesperrt. Das bedeutet, dass russische Athleten zum Beispiel nicht unter der Flagge ihres Landes bei Olympia antreten dürfen.

Diese Dopingsperre gilt noch mindestens bis zu den Winterspielen 2022 in Peking. Auch in Deutschland gab es schon einige Leistungssportler, denen die Einnahme verbotener Substanzen nachgewiesen wurde, was zu einer Dopingsperre führt. Als Beispiele sind hier Katrin Krabbe (Sprinterin), Jan Ullrich (Radsportler) oder Isabell Werth (Reitsport) zu nennen.

Abschließend zeigt Ihnen die nachfolgende Tabelle, welche Substanzen und Methoden zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit verboten sind und deren Einnahme zu einer Dopingsperre führen kann:

verboten:…zu jeder Zeit…während des Wett­kampfes…in speziellen Sportarten
Substanzen- S0. weitere Substanzen
- S1. Anabole Substanzen
- S2. Hormone und verwandte Substanzen
- S3. Beta-2 Agonisten
- S4. Hormon-Antagonisten und -Modulatoren
- S5. Diuretika und andere maskierende Substanzen
- S6. Stimu­lantien
- S7. Narkotika
- S8. Cannabi­noide
- S9. Glukokorti­kosteroide
- P1. Alkohol
- P2. Beta-Blocker
Methoden- M1. Ver­besserung des Sauerstofft­ransfers
- M2. Che­mische und physi­kalische Mani­pulation
- M3. Gendoping
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Dopingsperre: Ausschluss von Wettkämpfen
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