Im Darknet surfen: Wie funktioniert das eigentlich?

Von anwalt.org, letzte Aktualisierung am: 15. September 2020

Wie surft man im Darknet?
Wie surft man im Darknet?

Wer im Internet unterwegs ist, gibt ohne die entsprechenden Schutzvorrichtungen allerhand Daten preis. Allein aus den eingegebenen Suchbegriffen in den einschl├Ągig bekannten Suchmaschinen lassen sich Nutzerprofile erstellen, was nicht selten zu personalisierter Werbung f├╝hrt.

Einmal nach Fl├╝gen in die USA gesucht, werden Nutzer in den folgenden Tagen nahezu im Minutentakt online mit entsprechenden Angeboten konfrontiert. Wer eine umfassende Anonymit├Ąt im World Wide Web w├╝nscht, findet im Darknet einen geeigneten Platz.

Doch wie genau funktioniert das dunkle Internet eigentlich? Ist es ├╝berhaupt legal, im Darknet zu surfen? Diesen Fragen geht der nachfolgende Ratgeber auf den Grund. Sie erfahren zudem, wie Sie in ein Darknet gelangen k├Ânnen.

FAQ: Im Darknet surfen

Wie komme ich ins Darknet?

Hier erkl├Ąren wir ausf├╝hrlich, wie Sie sich Zugang zum Darknet verschaffen k├Ânnen.

Ist es legal, im Darkent zu surfen?

Wie die rechtliche Lage bez├╝glich des Darknets in Deutschland aussieht, k├Ânnen Sie hier nachlesen.

Was ist das Darknet ├╝berhaupt?

Der Begriff Darknet ruft bei vielen Menschen negative Assoziationen hervor: Da w├╝rden sich nur Kriminelle rumtreiben, die Waffen oder Drogen kaufen oder verkaufen wollen. So die Meinung vieler. Tats├Ąchlich handelt es sich grunds├Ątzlich aber nur um ein Netzwerk, welches es den Nutzern erlaubt, anonym zu surfen.

Im Darknet zu surfen verschafft also Anonymit├Ąt. Anders als das Internet, welches gemeinhin bekannt ist und ├╝ber einen zentralen Server l├Ąuft, erfolgt das Surfen im Darknet auf einem anderen Weg.

Statt auf einen zentralen Server zur├╝ckzugreifen, schlie├čen sich hierbei mehrere private Computer zu einem Netzwerk zusammen. ├ťber jeden einzelnen Rechner k├Ânnen so Daten bereitgestellt und getauscht werden. Diese sind stets verschl├╝sselt.

Wichtig: Surfen Sie im Darknet, ist zwar dadurch eine hohe Sicherheit der eigene Daten gegeben, allerdings m├╝ssen Sie gro├če Einbu├čen bei der Geschwindigkeit des Netzwerks hinnehmen.

Im Darknet surfen: So verschaffen Sie sich Zugang

Um im Darknet surfen zu k├Ânnen, m├╝ssen Sie ein sogenanntes "Tor-Netzwerk" nutzen.
Um im Darknet surfen zu k├Ânnen, m├╝ssen Sie ein sogenanntes “Tor-Netzwerk” nutzen.

Damit das Surfen im Darknet gelingt, m├╝ssen Sie zun├Ąchst einmal wissen, wie Sie ├╝berhaupt auf dieses Netzwerk zugreifen k├Ânnen. Das Darknet basiert auf einem sogenannten ÔÇ×Tor-NetzwerkÔÇť. Nur ├╝ber dieses kann ein Zugang ins anonyme Internet gelingen.

Zu diesem Zweck m├╝ssen Sie ein sogenanntes Tor-Browser-Bundle herunterladen. Es handelt sich dabei um eine Software, die Ihnen den Zugang erm├Âglicht, damit Sie im Darknet surfen k├Ânnen. Dieses Tool verbindet sich nach erfolgreicher Installation mit Ihrem Browser, wenn Sie es einschalten.

So wird es m├Âglich, im Darknet zu surfen. So k├Ânnen Sie nun anonym auf die Ihnen bekannten Seiten zugreifen, im eigentlichen Darknet werden die Domains allerdings nicht ├╝ber eine ├╝bliche URL erreicht.

Die Seiten des Darknets enden stets auf ÔÇ×.onionÔÇť. Es gibt unterschiedliche Linklisten, welche Seiten des dunklen Netzes anzeigen. ├ťber diese Links k├Ânnen Sie dann die entsprechenden Websites aufrufen.

Im Darknet surfen: Legal oder nicht?

Urspr├╝nglich sollte im Darknet zu surfen dazu dienen, Journalisten, Whistleblower und Menschen zu sch├╝tzen, welche in totalit├Ąren Staaten leben. Zudem war es als Ort gedacht, wo Menschen ihre Daten nicht einfach preisgeben wie bei der Nutzung vom Internet.

Nat├╝rlich bietet diese Anonymit├Ąt auch viel Raum f├╝r kriminelle Aktivit├Ąten. Waffen, Drogen und gar Menschenhandel wird ├╝ber das Darknet organisiert. Wer allerdings nicht auf einschl├Ągigen Seiten unterwegs ist, hat nicht zu bef├╝rchten. Im Darknet zu surfen ist per se nicht illegal.

Auch wenn im Darknet zu surfen oft mit kriminellen Handlungen in Verbindung gebracht wird, sollte bei der Beurteilung des dunklen Netzwerkes nicht au├čer Acht gelassen werden, dass es sich hierbei um einen Kommunikationsweg zur freien Meinungs├Ąu├čerung in Staaten handeln kann, in denen keinen Meinungs- und Pressefreiheit herrscht.
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